KSV
Hessen überrascht mit 1:0-Sieg in Karlsruhe
Karlsruhe.
Endlich eine Trotzreaktion: Fußball-Regionalligist
KSV Hessen Kassel hat trotz enormer Personalsorgen
einen überraschenden 1:0 (1:0)-Erfolg
bei der zweiten Mannschaft des Karlsruher
SC gelandet und damit die Serie von zuletzt
vier Niederlagen am Stück beendet.
Nazif Hajdarovic
sicherte mit einem frühen Tor in der
5. Minute die drei Punkte beim Tabellenvierten.
Der an alter Wirkungsstätte stark aufspielende
Christopher Nguyen hatte auf dem rechten Flügel
die Vorarbeit geleistet. Die Löwen verdienten
sich den Erfolg vor allem mit einem guten
Auftritt in den ersten 45 Minuten. Hajdarovic
hätte in der 16. Minute eigentlich das
2:0 erzielen müssen, schoss aber aus
drei Metern über das leere Tor. Zweimal
Tim Knipping nach Eckbällen (21./22.)
sowie in der zweiten Hälfte Hajdarovic
nach einem schönen Konter hatten weitere
richtig gute Möglichkeiten.
Die Gastgeber
machten erst in der zweiten Halbzeit richtig
Druck. KSV-Torhüter Sven Hoffmeister
als Vertreter für den gesperrten Erik
Domaschke erwies sich aber als sicherer Rückhalt.
Und bei der besten KSC-Chance durch einen
Lupfer von Zoller hatte er das Glück,
dass der Ball knapp am Tor vorbeitrudelte.
In der Schlussphase warfen die Gastgeber alles
nach vorn, doch die Löwen brachten den
befreienden Triumph mit etwas Glück über
die Zeit.
Holger Brück
feierte so seinen ersten Sieg. Der Interimstrainer
hatte in der 54. Minute den von Ex-Trainer
Christan Hock aussortierten Michael Zepek
für den verletzten Jens Grembowietz gebracht.
In der Schlussphase kam auch Steven Preuss
aus der Reserve zu seinem ersten Saison-Einsatz.
Am Samstag
empfängt der KSV im Auestadion Waldhof
Mannheim.
Von Frank
Ziemke (HNA-Sportredaktion, 01.11.2011)
Zepek
zufrieden mit Rückkehr
Kassel. Es
ist die 54. Minute während des Fußball-Regionalliga-Spiels
zwischen dem Karlsruher SC II und dem KSV
Hessen (0:1): In einem Zweikampf verdreht
sich Kassels Innenverteidiger Jens Grembowietz
das Knie und wird mit schmerzverzerrtem Gesicht
vom Platz getragen.
Er kommt
noch in Karlsruhe ins Krankenhaus. „Die
Kniescheibe war rausgesprungen“, sagte
gestern KSV-Pressesprecher Torsten Pfennig.
Weitere Verletzungen hätten jedoch nicht
ausgeschlossen werden können. Deshalb
wurde Grembowietz, der gemeinsam mit KSV-Geschäftsführer
Giuseppe Lepore im Auto aus Baden zurückkehrte,
gestern in Kassel weiter untersucht. Eine
genaue Diagnose gab es noch nicht.
Grembowietz’
Leid war Michael Zepeks Freud: Erstmals in
dieser Saison kam der unter Ex-Trainer Christian
Hock aussortierte Verteidiger wieder in der
Regionalliga zum Einsatz und feierte sein
Comeback ausgerechnet an dem Ort, an dem 1999
seine Laufbahn begann. Laut Interimscoach
Holger Brück lieferte Zepek eine ordentliche
Leistung ab. Der 30-Jährige sah das ähnlich.
„Es war okay, schließlich habe
ich ein halbes Jahr nicht mehr in der ersten
Mannschaft gespielt. Auch wenn die Umstände
mit Jens’ Verletzung nicht schön
waren“, erzählt er. Nervös
sei er nicht gewesen. Zum einen sei er lange
genug im Geschäft. Zum anderen: „Die
Mannschaft hat es mir einfach gemacht und
mich gut aufgenommen. Ich hatte nicht das
Gefühl, ein Fremdkörper zu sein.“
Und wie geht
es nun weiter? Am Samstag (14 Uhr, Auestadion)
müssen die Löwen gegen Waldhof Mannheim
ran. Mit Zepek als Verteidiger? „Ich
habe einen Vertrag. Wenn ich gebraucht werde,
werde ich meine Leistung so gut wie möglich
abrufen.“
mis (HNA-Sportredaktion,
02.11.2011)
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