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Regionalliga Süd, Saison 2011/12
Presse

Brücks letzter Auftritt

Kassel. So ganz geht er natürlich nicht. Holger Brück ist stets ein Löwe gewesen. Und wird immer einer bleiben. Am Samstag aber geht für das Ur-Gestein des KSV Hessen Kassel wieder einmal eine Etappe seiner Vereinsgeschichte zu Ende.

„Das ist defenitiv mein letztes Spiel“, sagt Brück vor der Partie des Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel gegen Eintracht Frankfurt II (14 Uhr, Auestadion).

Am 18. Oktober hat der 64-Jährige als Intermimstrainer den Platz des entlassenen Christian Hock eingenommen. „Ich habe damals gesagt: Ich mache das solange wie nötig“, sagt er heute. Nötig hieß schließlich: bis zu Winterpause. Denn die Nachfolger-Suche zog sich in die Länge. Geschäftsführer Giuseppe Lepore wollte eigentlich schon vor der Pause einen neuen Coach präsentieren, Sport-Vorstand Claus Schäfer, der für die Suche federführend zuständig ist, bevorzugte eine Lösung in der Pause – und setzte sich offenbar durch.

Der Hock-Nachfolger soll mittlerweile gefunden sein. Eine Bestätigung gab es aber nicht. Dafür hat der Klub bei der Reserve Fakten geschaffen. Wie von unserer Zeitung bereits berichtet, gehen der KSV und Nico Steffen ab dem kommenden Jahr getrennte Wege. „Beide Parteien haben sich im beiderseitigen Einvernehmen auf eine Vertragsauflösung geeinigt“, heißt es in der Pressemitteilung. Einen Nachfolger gibt es noch nicht. Als Kandidat wird der noch in KSV-Diensten stehende Ex-Chefcoach Mirko Dickhaut gehandelt.

Doch zurück zu Brück, der sich für das Wochenende wünscht, dass „die Mannschaft sich noch einmal so kampfstark präsentiert, wie sie das am letzten Wochenende beim FSV getan hat“. Gegen die spielstarke Eintracht erwartet er aber natürlich eine viel schwerere Partie, zumal mit Caner Metin (Schulterverletzung) nun auch noch einer der besten Akteure der vergangenen Wochen ausfällt. Zurückkehren wird dafür Viktor Riske, Kapitän Enrico Gaede könnte wieder in der Startaufstellung stehen.

Und wie lautet Brücks Fazit vor dem letzten Auftritt? „Ich hatte Spaß, aber natürlich auch Stress“, sagt er. Und: „Nun ist es aber auch gut.“

Von Frank Ziemke (HNA-Sportredaktion, 09.12.2011)