Brücks
letzter Auftritt
Kassel.
So ganz geht er natürlich nicht.
Holger Brück ist stets ein Löwe
gewesen. Und wird immer einer bleiben.
Am Samstag aber geht für das Ur-Gestein
des KSV Hessen Kassel wieder einmal eine
Etappe seiner Vereinsgeschichte zu Ende.
„Das
ist defenitiv mein letztes Spiel“,
sagt Brück vor der Partie des Fußball-Regionalligisten
KSV Hessen Kassel gegen Eintracht Frankfurt
II (14 Uhr, Auestadion).
Am 18.
Oktober hat der 64-Jährige als Intermimstrainer
den Platz des entlassenen Christian Hock
eingenommen. „Ich habe damals gesagt:
Ich mache das solange wie nötig“,
sagt er heute. Nötig hieß schließlich:
bis zu Winterpause. Denn die Nachfolger-Suche
zog sich in die Länge. Geschäftsführer
Giuseppe Lepore wollte eigentlich schon
vor der Pause einen neuen Coach präsentieren,
Sport-Vorstand Claus Schäfer, der
für die Suche federführend zuständig
ist, bevorzugte eine Lösung in der
Pause – und setzte sich offenbar
durch.
Der
Hock-Nachfolger soll mittlerweile gefunden
sein. Eine Bestätigung gab es aber
nicht. Dafür hat der Klub bei der
Reserve Fakten geschaffen. Wie von unserer
Zeitung bereits berichtet, gehen der KSV
und Nico Steffen ab dem kommenden Jahr
getrennte Wege. „Beide Parteien
haben sich im beiderseitigen Einvernehmen
auf eine Vertragsauflösung geeinigt“,
heißt es in der Pressemitteilung.
Einen Nachfolger gibt es noch nicht. Als
Kandidat wird der noch in KSV-Diensten
stehende Ex-Chefcoach Mirko Dickhaut gehandelt.
Doch
zurück zu Brück, der sich für
das Wochenende wünscht, dass „die
Mannschaft sich noch einmal so kampfstark
präsentiert, wie sie das am letzten
Wochenende beim FSV getan hat“.
Gegen die spielstarke Eintracht erwartet
er aber natürlich eine viel schwerere
Partie, zumal mit Caner Metin (Schulterverletzung)
nun auch noch einer der besten Akteure
der vergangenen Wochen ausfällt.
Zurückkehren wird dafür Viktor
Riske, Kapitän Enrico Gaede könnte
wieder in der Startaufstellung stehen.
Und
wie lautet Brücks Fazit vor dem letzten
Auftritt? „Ich hatte Spaß,
aber natürlich auch Stress“,
sagt er. Und: „Nun ist es aber auch
gut.“
Von
Frank Ziemke (HNA-Sportredaktion, 09.12.2011)