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Hessenpokal 2010/11, Finale

KSV Hessen Kassel - SV Wehen Wiesbaden

0:3 (0:1)

Dienstag, 10.05.2011 - 18 Uhr
Georg-Gaßmann-Stadion Marburg

KSV Hessen Kassel
SV Wehen Wiesbaden
Michael Gurski
Marco Neppe
Benjamin Hübner
Fabian Schönheim (75. Nikolas Ledgerwood)
Marco Jordan
Martin Abraham (69. Nils Döring)
Danko Boskovic
Ioannis Masmanidis
Addy-Waku Menga
Marco Sailer (58. Milad Salem)
Marcel Ziemer
Trainer: Gino Lettieri
Spielstatistik
Tore: 0:1 Schönheim (1.), 0:2 Sailer (55.), 0:3 Ziemer (68.) - Gelbe Karten: Abraham, Boskovic - Schiedsrichter: Marcus Rolbetzki (Alsfeld) - Zuschauer: 2.500
Vorbericht
Spielbericht

Hessenpokal: KSV verliert 3:0 gegen Wehen Wiesbaden

Marburg. Nach dem Ende aller Hoffnungen auf den Aufstieg in die Dritte Liga musste der KSV Hessen Kassel am Dienstagabend eine weitere Niederlage einstecken: Er verlor im Finale des Hessenpokals gegen den Drittligisten Wehen Wiesbaden 3:0.

Auch mit dem Trostpreis wurde es nichts. Drei Tage nachdem Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel nahezu alle Chancen im Titelkampf verspielt hat, reichte es auch im Hessenpokal nicht zum Titel. Der favorisierte Drittligist SV Wehen Wiesbaden gewann vor 2500 Zuschauern in Marburg mit 3:0 (1:0).

So deutlich, wie es klingt, war das Finale allerdings nicht. Nach einem frühen Rückstand spielte der Regionalligist lange gut mit, wurde dann aber ausgekontert. KSV-Trainer Christian Hock hatte sein Team auf vier Positionen verändert. Sven Hoffmeister kehrte ins Tor zurück. Neben dem verletzten Jens Grembowietz mussten Mario Pokar und Kai Koitka weichen.

Dafür war viel Defensive angesagt - mit Mentor Latifi, Michael Zepek und Andreas Mayer. Was aber sollte auf keinen Fall passieren, wenn du als Außenseiter betont defensiv in ein Spiel gehst? Richtig, ein frühes Gegentor. Und was passierte? Ein frühes Gegentor. Nach nur 45 Sekunden versenkte Fabian Schönheim einen Freistoß im KSV-Tor. Torhüter Sven Hoffmeister sah dabei nicht gut aus.

Das 0:1 war ein Schock für die von rund 800 Fans begleiteten Löwen. Die brauchten 15 Minuten, um in die Partie zu kommen. Und einiges Glück, dass Ioannis Masmanidis nicht schnell das 0:2 nachlegte (5.). Dann aber kam Kassel ins Spiel. Vor allem René Ochs sorgte für viel Wirbel in der Hälfte des Drittligisten. Ochs selbst, der nach einem Fehler von Torhüter Michael Gurski den Ball auf den Fuß, aber nicht ins Tor bekam (13.), Sebastian Gundelach, der nach Benjamin Weigelts Flanke freistehend das Leder nicht richtig traf (23.) und vor allem Andreas Mayer, der nach einem Zuspiel von Tobias Damm aus sechs Metern hoch über das Tor schoss (33.), hatten gute Chancen zum Ausgleich.

Und es gab noch die Szene, als Gundelach auf Damm passte, der aber freistehend von Schiedsrichter Marcus Rolbetzki zurückgepfiffen wurde (32.). Abseits? Selbst die auf der Tribüne sitzende Polizei-Einsatzleitung war sich sicher: Nie im Leben Abseits. Und wenn selbst die Polizei das sagt ...

Wie auch immer: Damm wurde die Chance zum Ausgleich genommen. Die Löwen aber bestimmten die Partie. Und natürlich stärkte Hock nach dem Wechsel die Offensive, brachte für Mentor Latifi nun Kai Koitka. Und der hatte nach drei Minuten gleich eine Riesenchance, schoss nach Damms Querpass aber über das Tor.

Und was tat der Drittligist? Lange nicht viel. Dann aber Entscheidendes: Nach einem langen Ball stürmte Marco Sailer auf das KSV-Tor zu, umspielte Hoffmeister und schob zum 2:0 ein (55.). Danach ging es hin und her. Mit einem wichtigen Unterschied. Während der KSV seine Möglichkeiten weiter vergab - Gaede traf die Latte, der eingewechselte Thorsten Bauer scheiterte an Gurski - nutzte Wehen die Löcher in Kassels Abwehr. Marcel Ziemer erhöhte auf 3:0 (68.). Die Messe war gelesen. Und die Löwen müssen nun auf den Pokalsieger hoffen. Wenn Wehen am Samstag die Saison als Dritter oder Vierter abschließt, dann rückt auch Kassel in die Pokalhauptrunde. Und zumindest das könnte in richtig schöner Trostpreis werden.

Von Frank Ziemke (HNA-Sportredaktion, 10.05.2011)