HOME
News
Regionalliga
Verbandsliga
Vereinsbilanz
Hall of Fame
Spielerarchiv
Trainerarchiv
Saisonarchiv
Auestadion
Hessenlöwe
LINKS
IMPRESSUM

Regionalliga Süd, Saison 2010/11
Presse

Striegel und Schönewolf nicht mehr im Vorstand des KSV

Kassel. Der Aufsichtsrat des Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel hat auf die jüngsten Vorkommnisse reagiert und Konsequenzen gezogen. Nach einer Sitzung dieses Gremiums am Mittwochmittag waren Albrecht Striegel und der ehemalige KSV-Kapitän Thorsten Schönewolf keine Vorstandsmitglieder mehr.

Zudem hob der Aufsichtsrat das Individual-Training für Thorsten Bauer auf.

Der Stürmer war von Trainer Christian Hock nicht mehr berücksichtigt worden und musste in den vergangenen Tagen mit den ebenfalls ausgemusterten Vertragsspielern Michael Zepek und Kai Koitka fernab des Regionalligateams trainieren und in der Kasseler Aue Runden laufen. Daraufhin hatte es bei den Fans einen Sturm der Entrüstung gegeben. Der nahm noch zu, nachdem Albrecht Striegel die Maßnahme als professionelle Vorgehensweise bezeichnete.

Am Mittwoch dann bot Striegel seinen Rücktritt an, der Aufsichtsrat stellte ihn frei. Thorsten Schönewolf dagegen kam dem Drängen des Gremiums nach, als Vorstand nicht mehr weiterzumachen. Ihm wird vorgeworfen, dass die Personalie Bauer letztlich aus dem Ruder gelaufen ist. „Wir haben das Thema Bauer jetzt zur Chefsache erklärt und werden eine gemeinsame Lösung finden“, sagte Aufsichtsratsvorsitzender Dirk Lassen. Mittwochabend gab es bereits ein erstes Gespräch mit Bauer. Es sei konstruktiv gewesen, heißt es von beiden Seiten.

HNA-Sportredaktion, 22.06.2011

Bauer muss nicht mehr in der Aue laufen

Kassel. Thorsten Bauer, Stürmer des Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel, muss in Zukunft keine Trainingseinheiten fernab der eigentlichen Mannschaft absolvieren. Das ist das Ergebnis einer Sitzung des Aufsichtsrates, die soeben beendet worden ist.

Das Gremium will sich nun um die Personalie Bauer kümmern. Der 33-Jährige war von Trainer Christian Hock ausgemustert worden und musste gemeinsam mit den ebenfalls aussortierten Vertragsspielern Michael Zepek und Kai Koitka gesondert trainieren und Laufeinheiten in der Kasseler Aue absolvieren.

hag (HNA-Sportredaktion, 22.06.2011)

Kommentar zu den Ereignissen beim KSV: Die Seele getroffen

Kassel. Seit Stürmer Thorsten Bauer vom KSV ausgemustert wurde, überschlagen sich die Diskussionen. Auch Taten folgten: Albrecht Striegel und der ehemalige KSV-Kapitän Thorsten Schönewolf sind keine Vorstandsmitglieder mehr. Ein Kommentar von HNA-Sportredakteur Frank Ziemke.

"Kehrt beim KSV Hessen nun gesunder Menschenverstand zurück? Das Eingreifen des Aufsichtsrates zeigt, dass es in diesem Gremium Personen gibt, die verstehen, wie ungeheuer falsch die Personalie Thorsten Bauer behandelt wurde. Vorstandsmitglied Albrecht Striegel hatte das nicht verstanden - und sich selbst um sein Amt geredet. Dass mit Thorsten Schönewolf ein KSV-Urgestein und Freund von Bauer gehen muss, ist dagegen nicht ohne Tragik.

Fast noch wichtiger ist allerdings, dass das unwürdige Schauspiel des Sondertrainings beendet wurde. Verantwortlich für diese Aktion waren nicht Striegel und Schönewolf, sondern Christian Hock und Giuseppe Lepore. Hock ließ Bauer um das Spielfeld laufen, als die Mannschaft trainierte. Und er kommentierte die Extra-Trainingseinheiten noch mit den Worten: „Das wird er nun dauerhaft machen.“ Das Eingreifen des Aufsichtsrates ist so auch eine Niederlage für Trainer und Geschäftsführer, die nicht einschätzen konnten, wie sehr sie mit Bauers Degradierung die Seele des KSV trafen."

HNA-Sportredaktion, 22.06.2011