Striegel
und Schönewolf nicht mehr im Vorstand
des KSV
Kassel.
Der Aufsichtsrat des Fußball-Regionalligisten
KSV Hessen Kassel hat auf die jüngsten
Vorkommnisse reagiert und Konsequenzen
gezogen. Nach einer Sitzung dieses Gremiums
am Mittwochmittag waren Albrecht Striegel
und der ehemalige KSV-Kapitän Thorsten
Schönewolf keine Vorstandsmitglieder
mehr.
Zudem
hob der Aufsichtsrat das Individual-Training
für Thorsten Bauer auf.
Der
Stürmer war von Trainer Christian
Hock nicht mehr berücksichtigt worden
und musste in den vergangenen Tagen mit
den ebenfalls ausgemusterten Vertragsspielern
Michael Zepek und Kai Koitka fernab des
Regionalligateams trainieren und in der
Kasseler Aue Runden laufen. Daraufhin
hatte es bei den Fans einen Sturm der
Entrüstung gegeben. Der nahm noch
zu, nachdem Albrecht Striegel die Maßnahme
als professionelle Vorgehensweise bezeichnete.
Am Mittwoch
dann bot Striegel seinen Rücktritt
an, der Aufsichtsrat stellte ihn frei.
Thorsten Schönewolf dagegen kam dem
Drängen des Gremiums nach, als Vorstand
nicht mehr weiterzumachen. Ihm wird vorgeworfen,
dass die Personalie Bauer letztlich aus
dem Ruder gelaufen ist. „Wir haben
das Thema Bauer jetzt zur Chefsache erklärt
und werden eine gemeinsame Lösung
finden“, sagte Aufsichtsratsvorsitzender
Dirk Lassen. Mittwochabend gab es bereits
ein erstes Gespräch mit Bauer. Es
sei konstruktiv gewesen, heißt es
von beiden Seiten.
HNA-Sportredaktion,
22.06.2011
Bauer
muss nicht mehr in der Aue laufen
Kassel.
Thorsten Bauer, Stürmer des Fußball-Regionalligisten
KSV Hessen Kassel, muss in Zukunft keine
Trainingseinheiten fernab der eigentlichen
Mannschaft absolvieren. Das ist das Ergebnis
einer Sitzung des Aufsichtsrates, die
soeben beendet worden ist.
Das Gremium
will sich nun um die Personalie Bauer
kümmern. Der 33-Jährige war
von Trainer Christian Hock ausgemustert
worden und musste gemeinsam mit den ebenfalls
aussortierten Vertragsspielern Michael
Zepek und Kai Koitka gesondert trainieren
und Laufeinheiten in der Kasseler Aue
absolvieren.
hag (HNA-Sportredaktion,
22.06.2011)
Kommentar
zu den Ereignissen beim KSV: Die Seele
getroffen
Kassel.
Seit Stürmer Thorsten Bauer vom KSV
ausgemustert wurde, überschlagen
sich die Diskussionen. Auch Taten folgten:
Albrecht Striegel und der ehemalige KSV-Kapitän
Thorsten Schönewolf sind keine Vorstandsmitglieder
mehr. Ein Kommentar von HNA-Sportredakteur
Frank Ziemke.
"Kehrt
beim KSV Hessen nun gesunder Menschenverstand
zurück? Das Eingreifen des Aufsichtsrates
zeigt, dass es in diesem Gremium Personen
gibt, die verstehen, wie ungeheuer falsch
die Personalie Thorsten Bauer behandelt
wurde. Vorstandsmitglied Albrecht Striegel
hatte das nicht verstanden - und sich
selbst um sein Amt geredet. Dass mit Thorsten
Schönewolf ein KSV-Urgestein und
Freund von Bauer gehen muss, ist dagegen
nicht ohne Tragik.
Fast
noch wichtiger ist allerdings, dass das
unwürdige Schauspiel des Sondertrainings
beendet wurde. Verantwortlich für
diese Aktion waren nicht Striegel und
Schönewolf, sondern Christian Hock
und Giuseppe Lepore. Hock ließ Bauer
um das Spielfeld laufen, als die Mannschaft
trainierte. Und er kommentierte die Extra-Trainingseinheiten
noch mit den Worten: „Das wird er
nun dauerhaft machen.“ Das Eingreifen
des Aufsichtsrates ist so auch eine Niederlage
für Trainer und Geschäftsführer,
die nicht einschätzen konnten, wie
sehr sie mit Bauers Degradierung die Seele
des KSV trafen."
HNA-Sportredaktion,
22.06.2011