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Regionalliga Süd, Saison 2010/11
Presse

Der Druck ist weg – vorerst

Kassel. Eines der häufigsten Wörter am Freitag war Druck. Die Mannschaft habe Druck gehabt, sagte Trainer Mirko Dickhaut. Sie sei damit prima umgegangen. Deshalb sei nach dem 3:0 auch Druck abgefallen – bei den Spielern, bei ihm und seinen Trainerkollegen ebenso.

Es war eine nervenaufreibende Woche gewesen für Dickhaut und die anderen. Jetzt war erst einmal Ruhe. Oder doch nicht? Die Personalie Thorsten Bauer beschäftigt dann doch – weniger den Trainer als vielmehr das Umfeld. Deshalb steht Dickhaut weiter im Fokus.

Es hatte den Anschein, dass der KSV in einer turbulenten Woche zwar am alten Trainer festgehalten hatte, am Ende aber doch ein anderer Coach an der Seitenlinie stand: Mirko Dickhaut II. Er handelte so wie einer, der als Feuerwehrmann eine Mannschaft übernimmt: Er brachte mit dem jungen Ture Ott einen aus der zweiten Mannschaft, weil er sich von ihm die Extra-Portion Leidenschaft für ein angeschlagenes Team versprach. Das ging gut, weil Ott zwar mitunter übermotiviert, aber auf alle Fälle unbekümmert agierte.

Dickhaut II. nahm ansonsten viele Positionswechsel vor, deren Erfolg schwer einzuschätzen ist. Großaspach präsentierte sich als biedere Mannschaft. Dem KSV genügte eine sehr durchschnittliche Leistung, um zu bestehen. Gegen Offenbach am Mittwoch im Pokal und im Punktspiel gegen Darmstadt am Samstag gibt es womöglich weitreichendere Erkenntnisse.

Gut möglich ist aber, dass der neue Dickhaut dann wieder ein bisschen mehr zum alten Dickhaut wird und die auf die Tribüne versetzten Thorsten Bauer und Mario Neunaber wieder in den Kader aufnimmt. Dann wird sich zeigen, ob er mit der Maßnahme alle nur aufrütteln wollte oder doch mehr dahintersteckt. Der Druck könnte so zurückkehren.

hag (HNA-Sportredaktion, 09.04.2011)