Und
Bauer trifft wieder - Löwen-Stürmer
erzielt Ausgleich
Im freundschaftlichen
Duell Fußball-Regionalligist Süd
gegen Fußball-Regionalligist West gab
es Donnerstag Abend keinen Sieger. Vor 800
Zuschauern im Kasseler Auestadion hieß
es am Ende eines nur zeitweise ansehnlichen
Spiels 1:1 zwischen dem KSV Hessen Kassel
und Rot-Weiss Essen.
Was aber brachte dem heimischen
KSV dieses letzte Testspiel, bevor es kommenden
Freitag bei der zweiten Mannschaft des TSV
1860 München in der Liga ernst wird?
Es brachte zum einen Spielpraxis für
einen wie den lange verletzten Dennis Tornieporth.
Der Mittelfeldakteur zeigte dabei gute Ansätze:
Drei geglückte Alleingänge auf der
Außenbahn dürften ihm Selbstbewusstsein
geben. Dieser Test brachte aber auch die Erkenntnis,
dass Thorsten Bauer immer noch da steht, wo
ein Stürmer so stehen sollte: an der
Stelle, zu der ganz gern mal der Ball rollt,
wenn ein Abwehrspieler einen Fehler macht.
Geschehen in der 26. Minute. Da Bauer in der
Sommerpause nichts an Kaltschnäuzigkeit
verloren hat, schob er eiskalt ein.
Das war das 1:1. Zuvor lief
es nicht wirklich rund bei den Kasselern.
Vor allem die Abwehr offenbarte Schwächen.
Essen - unterstützt von 20 mitgereisten
Fans - kam immer mal wieder gefährlich
vor das Tor von KSV-Keeper Dennis Lamczyk.
Nach dem 0:1 in der 24. Minute flippte der
Torhüter sogar aus, weil seine Vorderleute
den Torschützen ungehindert durch das
Mittelfeld hatten spazieren lassen. Danach
passten die Löwen vor Lamzcyk besser
auf.
Und sonst? Sonst erlaubte
sich der ehemalige Kasseler Sebastian Zinke
ein Foul an Thorsten Bauer, für das er
sogar die Gelbe Karte sah. Sonst machte Außenverteidiger
Sebastian Gundelach so ziemlich sein schlechtestes
Spiel für den KSV, seit er vor einem
halben Jahr nach Kassel gewechselt ist. Sonst
wusste Neuzugang Stefan Markolf als linker
Außenverteidiger durchaus zu gefallen.
Allerdings stand ihm der für ihn in der
Halbzeit eingewechselte Florian Heussner in
nichts nach - ganz im Gegenteil.
Sonst ließ KSV-Trainer
Mirko Dickhaut fast die letzte halbe Stunde
mit zwei Stürmern spielen: Bauer und
Neuzugang Thomas Brechler, der sich sehr eifrig
präsentierte. Die größten
Chancen aber hatten kurz vor Schluss Enrico
Gaede, René Ochs und der ebenfalls
eingewechselte Daniel Spieth. Und sonst zählt
vor allem nur eins: nicht das Ergebnis gegen
Essen, sondern das in einer Woche bei 1860
München II.
Von Florian Hagemann (HNA-Sportredaktion,
31.07.2009) |