Thorsten
Bauer setzt erste Akzente
Orkanartige
Windböen und ein kräftiger Platzregen
sorgten zu Spielbeginn zunächst einmal
für regen Betrieb unter Bäumen und
Büschen, sowie an Getränkeständen
und Bratwürstchenbuden.
Nach dem Anpfiff hatten beide
Seiten zunächst ihre liebe Not sich mit
den widrigen Platzverhältnissen anzufreunden.
Ein erstes Ausrufezeichen setzte der fleißige
Christoph Keim mit einem wuchtigen Kopfball
über das Tor in der 8. Minute. Die nächste
nennenswerte Szene bringt dann das 0:1 für
den KSV. Bauer erhält in Minute 15 in
der Nähe des Elfmeterpunktes eine Flanke
von Außen, eine seiner unnachahmlichen
Körperdrehungen, ein trockener, halbhoher
Schuß und der Ball zappelt zum ersten
Mal am heutigen Abend im Netz.
Die Löwentore in der
ersten Halbzeit fallen heute exakt im 15 Minuten
Takt. Folgerichtig erhält in der 30.
Minute wiederum Bauer im Strafraum den Ball,
steht mit dem Rücken zum Tor und legt
auf den heran eilenden Keim ab, dessen strammer
Flachschuss unhaltbar im TSV-Gehäuse
einschlägt.
In der 45. Minute schließlich
ist es wieder Bauer, der dieses Mal von Außen
in den Strafraum eindringt, dort zwei Gegenspieler
mit einer geschickten Körpertäuschung
stehen läßt und den in der Strafraummitte
lauernden Wölk bedient, der selbst den
Ball nur noch einzuschieben braucht.
Klasseleistung, Torsten!
Das erste Tor selbst gemacht und bei zwei
anderen Toren mannschaftsdienlich die Mitspieler
bedient und deren Tore ermöglicht. Unser
Goalgetter demonstriert eine viel versprechende
Frühform.
Zwischenzeitlich würzte
unser Team das muntere Spielchen noch mit
einem Lattenknaller, einem Abseitstor (Wölk)
und einigen weiteren guten Chancen, bevor
der unauffällige und über weite
Strecken beschäftigungslose Schiedsrichter
zum Pausentee pfiff.
Nach Wiederanpfiff sahen
die gut 300 Zuschauer zunächst eine Wölk-Ecke.
Dieser brachte den Ball scharf vors Tor, wo
der aufgerückte Innenverteidiger Latifi
nur noch den Fuß hin halten mußte,
um den Ball unter die Latte des Zierenberger
Tores zu knallen. Das ereignete sich in der
49. Minute. In der Folgezeit gab es noch eine
Fülle guter Möglichkeiten für
unsere Mannschaft, die jedoch allesamt ungenutzt
blieben. Den 0:5 Endstand erzielte unser Neuzugang
Philip Bruns in der 80. Minute, der sich auch
heute wieder durch Fleiß und eine für
sein Alter erstaunliche Kaltschnäuzigkeit
auszeichnete.
Die Zierenberger steckten
nie auf, mühten sich und hatten selbst
die ein oder andere Chance, um einen Torerfolg
zu erzielen. So konnte "Lammo" Lamczyk
zwei Flachschüsse auf dem rutschigen
Geläuf erst im Nachfassen entschärfen
und auch in Halbzeit eins parierte Wolf in
einer Eins-gegen-Eins-Situation großartig
gegen einen heranstürmenden Zierenberger.
Gegen Ende rief der Zierenberger
Trainer Dickhaut scherzhaft zu, ob denn die
Sache mit dem Ehrentor außer Mode gekommen
sei. Dickhaut entgegnete, ebenfalls schmunzelnd:
"Nee ... das gibt's nicht mehr ... "
Gundelach, Gaede und Tornieporth
beobachteten das Treiben von der Bank aus.
Ansonsten wurden alle Spieler eingesetzt.
Eckart Lukarsch, 08. Juli
2009
KSV-Hessen Kassel Presseteam |