KSV
spielt 2:2 im Test gegen Tiflis
Für
die 715 Anhänger des Fußball-Regionalligisten
KSV Hessen Kassel hatte der erste Test der
Löwen vor eigenem Publikum etwas sehr
beruhigendes: Das Team von Trainer Mirko Dickhaut
zeigte nämlich am Sonntagnachmittag gegen
den georgischen Vizemeister Dinamo Tiflis,
dass es gewillt ist, so weiterzumachen wie
in der vergangenen Saison: mit attraktivem
und kombinationssicherem Offensiv-Fußball.
Dass es am Ende nur 2:2 hieß,
war einer Unachtsamkeit in der Schlussminute
geschuldet. Sie änderte aber nichts daran,
dass auch Trainer Mirko Dickhaut zufrieden
war mit seiner Mannschaft. Die präsentierte
sich von Beginn an spielfreudig und gewitzt.
Allein Kevin Wölks Schuss in der 17.
Minute aus 20 Metern an die Latte war sehenswert,
nachdem er den Ball zunächst mit dem
Fuß jongliert hatte.
Auch dem 1:0 ging ein Schmankerl
voraus: Marcel Stadel passte in der so großartig
auf Thomas Brechler, dassdieser allein auf
den Tifliser Torwart zulaufen konnte. Er ließ
sich die Chance nicht nehmen und bewarb sich
damit für einen Job in Kassel. Brechler,
der zuletzt beim VfL Wolfsburg II aktiv war,
ist derzeit Gastspieler beim KSV, Dickhaut
würde ihn gerne noch weiter beobachten,
nachdem er bisher einen positiven Eindruck
von ihm hat.
Brechler war der auffälligste
Neue im Team der Löwen: Michael Zepek
und Stefan Markolf spielten solide, Philipp
Bruns hatte es nach seiner Einwechslung schwer,
sich durchzusetzen. Überzeugende Leistungen
boten dagegen durchweg die bewährten
Akteure: Das 2:1 in der 52. Minute fiel so
auch nach einer Kombination zweier Bekannter:
René Ochs flankte auf Sebastian Busch,
der mit einem Drehschuss die erneute Führung
markierte.
Kurios wurde es anschließend,
als Mirko Dickhaut Kevin Wölk aus der
Partie nahm, ohne einen anderen Spieler einzuwechseln.
Aufklärung gab es später: Schiedsrichter
Welz aus Wiesbaden hatte KSV-Kapitän
Harez Habib bedeutet, dass Wölk bei der
nächsten Kleinigkeit Rot sieht. Nach
drei Attacken gegen Wölk hatte der Referee
jeweils nicht gepfiffen. Das fand Wölk
gar nicht gut. Ihm bleibt der Trost, dass
der Unparteiische eine wesentlich schlechtere
Leistung bot als er selbst.
Von der Seitenlinie aus musste
sich Wölk nur noch einmal ärgern:
beim unverdienten Ausgleich der Tifliser kurz
vor Ende.
Bereits am Samstag gewann
der KSV beim Kreisoberligsiten FV Bebra mit
9:0 – und ließ dabei noch einige
Chancen aus. Die Tore erzielten: Bruns, Zepek,
Stadel (je zwei), Markolf, Brechler und Habib.
hag/twa (HNA-Sportredaktion,
05.07.2009) |