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Brechler-Festival
zum Abschluss
Weiden. Thomas
Brechler war der absolute „Brecher“
an diesem Nachmittag: Drei Tore erzielte der
24-jährige Stürmer beim 4:1 des
KSV Hessen Kassel am Samstag bei der SpVgg
Weiden und bescherte den Löwen damit
die richtige Einstimmung für den Teamausflug
nach Mallorca, der gestern startete.
Auf der Ferieninsel
werden die Spieler wohl mehr ins Schwitzen
kommen als am Samstag beim letzten Saisonspiel
in der Regionalliga Süd beim Aufsteiger
aus der Oberpfalz. „Das war auch ein
in der Höhe verdienter Sieg“, sagt
KSV-Trainer Mirko Dickhaut.
Obwohl die
Luft aus dem Spiel gewesen sei, freute sich
Dickhaut aber doch über den einen oder
anderen gelungenen Spielzug – und natürlich
über die Tore. Sebastian Gundelach hatte
vor gut 800 Zuschauern mit seinem Schuss aus
25 Metern, der noch abgefälscht wurde
und unhaltbar im Netz der Gastgeber landete,
früh vorgelegt (9.). Die Kasselaner ließen
sich auch vom zwischenzeitlichen Ausgleich
durch Sven Seitz (32.) nicht schocken.
Schließlich
hatten sie ja auch einen Thomas Brechler in
ihrer Mannschaft. Der Stürmer hatte einen
Sahnetag erwischt. Vor allem über außen
brachten ihn seine Teamkollegen immer wieder
in aussichtsreiche Positionen. Und bei seinem
Abstaubertor, dem 2:1 (41.), profitierte er
auch von einer guten Einzelaktion Thorsten
Bauers.
Mit seinen
Saisontoren neun, zehn und elf hat Brechler
noch zusammen mit Kevin Wölk die vereinsinterne
Torjägerkanone erobert. Neben dem Abstaubertor
traf er noch zweimal per Kopf (35./57).
Dickhaut
lobte seinen am Samstag sehr starken Stürmer.
„Natürlich bin ich froh, dass ich
ihn habe.“ Und natürlich, so ergänzte
er, wäre er froh, wenn Brechler beim
KSV Hessen Kassel verlängern würde.
Von Josef
Maier (HNA-Sportredaktion, 30.05.2010)
Ein
versöhnliches Ende
Das war doch
ein versöhnliches Ende dieser Spielzeit!
Torjäger Thorsten Bauer sprach in einem
Interview mit der HNA von einer Katastrophensaison.
Anstelle des von allen erträumten Aufstiegs
in die 3. Liga stand am Ende ein vierter Tabellenplatz
für die Löwen.
Am letzten Spieltag zeigten
die Löwen, dass es auch anders geht.
Der 4:1–Sieg in Weiden war deutlich,
anmerken muss man jedoch, dass die Gastgeber
stark ersatzgeschwächt in dieses Spiel
gingen. Einige Verletzte - dazu etliche Spieler,
die in der 2. Mannschaft spielen mussten,
für die es um den Klassenerhalt in der
Landesliga ging – die Gastgeber setzten
ihre Prioritäten an diesem Nachmittag
anders.
Das machten sich die Löwen
zu nutze. Von Anfang an hatten sie das Spiel
im Griff und spielten sich Chancen heraus.
Wenn man meckern möchte, fehlte –
wie so oft in dieser Saison – der zwingende
Abschluss. Oder – wie schon oft berichtet
– Aufwand und Ertrag standen auch in
Weiden in keinem Verhältnis.
Die Löwen begannen mit
zwei Spitzen. Neben Thorsten Bauer stand Thomas
Brechler in der Startelf – dafür
musste Stefan Markolf zunächst auf der
Bank bleiben.
Bereits nach acht Minuten
hatten die 80 Löwen-Fans in Weiden Grund
zum jubeln. Nach einem Eckball von Kevin Wölk
kam Sebastian Gundelach aus rund 22 Metern
zum Schuss – der Ball wurde noch abgefälscht
– und flog unhaltbar für Weidens
Torwart Sela zum 1:0 für die Nordhessen
in die Maschen. Brechler, Bauer und Gaede
hatten weitere Möglichkeiten auf den
Schlappen. Auf der anderen Seite traf der
Weidener Seitz bei der ersten Chance für
die Gastgeber in der 25. Minute nur den Torpfosten.
Sieben Minuten später war es dann doch
soweit. Wieder ging der Ball an den Pfosten
und Seitz verwandelte schließlich zum
Ausgleich. Doch der KSV Hessen ließ
sich davon nur wenig beeindrucken. Nur drei
Minuten später lagen die diesmal ganz
in Rot gekleideten Gäste wieder in Front.
Nach einer schönen Ballstafette über
rechts kam der Ball zu Thomas Brechler, der
Sela im Tor der Gastgeber keine Chance ließ.
Doch das war noch nicht alles im ersten Durchgang.
In der 42. Minute war es wieder Thomas Brechler,
der zum 3:1 einnetzen konnte.
Im zweiten Durchgang wechselte
Löwen-Coach Mirko Dickhaut Stefan Markolf
für Kapitän Enrico Gaede ein. Doch
dieser musste schon nach sieben Minuten Dennis
Tornieporth angeschlagen Platz machen. Thomas
Brechler war es egal. Mit einem schönen
Kopfball erhöhte dieser in der 58. Minute
auf 4:1. Danach tat sich nicht mehr viel.
Die Löwen waren überlegen, ohne
weitere, zwingende Möglichkeiten herauszuspielen.
Weiden war bemüht, aber letztlich ohne
Chance, das Spiel noch einmal zu drehen.
Oliver Zehe / Presseteam
29.05.2010 |