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<<< 32. Spieltag
Regionalliga Süd 2009/10, 33. Spieltag

KSV Hessen Kassel - SV Wehen Wiesbaden II

1:0 (0:0)

Samstag, 22.05.2010 - 14 Uhr
Auestadion Kassel

KSV Hessen Kassel
SV Wehen Wiesbaden II
Nico Adami
Daniel Rasch
Bastian Pilger
Kevin Frey (63. Sebastian Gajda)
Denis Streker
Sascha Amstätter (63. Nazir Saridogan)
Ertan Ekiz
Yusuf Celiksoy
Christopher Hübner
Patrick Walther (46. Michael Seidelmann)
Sebastian Szimayer
Spielstatistik
Tore: 1:0 Stadel (49.) - Gelbe Karten: Wölk - Szimayer, Streker - Schiedsrichter: Dominik Nowak (Bottrop) - Zuschauer: 1.400
Spielbericht

Sieg gegen Wiesbaden - Stadel trifft zum Abschied

Kassel. Es war noch einmal ein Spiegelbild der gesamten Saison. Der KSV stürmte. Der KSV hatte Chancen in Hülle und Fülle. Der KSV scheiterte. Immer und immer wieder.

Eines gab es dann aber doch, das die Partie des KSV Hessen Kassel gegen den SV Wehen Wiesbaden unterschied von so vielen anderen in dieser nicht eben glücklichen Saison in der Fußball-Regionalliga: Ein Tor reichte den Löwen zum Sieg. 1:0 (0:0) nach 90 Minuten mit Fußball, den man gemeinhin Sommerfußball nennt.

1400 Zuschauer nur noch im Auestadion. Zwei Teams, für die es spürbar um nichts mehr ging. Überraschend waren höchstens die letzten Minuten, als Wehens Torhüter Nico Adami bei einer Ecke den Weg nach vorn suchte, als wolle er den 90 Minuten wenigstens etwas Dramatik verleihen.

"Es hätte zu dieser Saison gepasst, dass wir da noch ein Gegentor bekommen", sagt KSV-Trainer Mirko Dickhaut später. Denn Spiele wie diese haben die Löwen ja häufig erlebt im zurückliegenden Jahr. Drückend überlegen sein, Möglichkeiten für ein halbes Dutzend Tore besitzen und am Ende höchstens mit einem Punkt dastehen. "Wir haben gelernt, dass Unentschieden niemanden weiterbringen. Es ist ja fast schon paradox: Wir haben seltener verloren als im vorigen Jahr und stehen trotzdem schlechter da", resümierte Dickhaut.

Wer noch einmal bestätigt haben wollte, wo eines der Hauptprobleme der Löwen lag, bekam das im letzten Heimspiel anschaulich vorgeführt. Allein Stefan Markolf hätte gegen Wehen-Wiesbaden für einen klaren Sieg sorgen können. Doch der Mittelfeldspieler brachte selbst dann den Ball nicht über die Linie, als er nach der Vorarbeit von Kevin Wölk das freie Tor vor sich hatte (12.).

Markolf war damit aber nicht allein. Ob Thorsten Bauer, Enrico Gaede, Kevin Wölk, René Ochs - es gab nahezu keinen Löwen, der nicht irgendwann in diesen 90 Minuten vor Wehens Tor scheiterte. Den Sieg sicherte schließlich ein Abwehrspieler, der bald nicht mehr da ist. Marcel Stadel traf in der 49. Minute im Nachschuss und verabschiedete sich so Richtung Offenbach. Wohl habe er sich in Kassel gefühlt, und deshalb bedankte sich Stadel mit den Worten: "Bleibt wie ihr seid." Die Fans werden das gerne hören.

Dickhaut und die KSV-Verantwortlichen dagegen wollen einiges ändern. Der Umbau der Mannschaft soll in dieser Woche energisch weitergeführt werden. Zwei Pflichtaufgaben aber bleiben noch zu erfüllen. Am Dienstag tritt der KSV in der dritten Runde des Kreispokals beim Spielverein Kassel an (18.30 Uhr), am Samstag geht es zum herbeigesehnten Saisonabschluss nach Weiden.

Von Frank Ziemke (HNA-Sportredaktion, 22.05.2010)