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<<< 29. Spieltag
Regionalliga Süd 2009/10, 31. Spieltag

KSV Hessen Kassel - 1. FC Nürnberg II

4:1 (1:1)

Mittwoch, 05.05.2010 - 19 Uhr
Auestadion Kassel

KSV Hessen Kassel
1. FC Nürnberg II
Dominik Brunnhübner
Hans-Alex Thies (73. Yasar Kaya)
Jonatan Kotzke
Tomasz Welnicki
Marco Jordan
Michael Kammermeyer
Matthias Heckenberger (75. Daniel Grundei)
Manuel Stiefler (66. Jann George)
Manuel Bühler
Enrico Valentini
Ahmet Kulabas
Trainer: René Müller
Spielstatistik
Tore: 0:1 Kotzke (14.), 1:1 Wölk (31., Foulelfmeter), 2:1 Gaede (68.), 3:1 Bauer (81.), 4:1 Bauer (85.) - Gelbe Karten: Wölk, Brechler, Bauer - Heckenberger, Kammermeyer, George - Schiedsrichter: Florian Steuer (Menden) - Zuschauer: 1.800
Spielbericht

Löwen drehen das Spiel

Kassel. Der KSV Hessen Kassel ist auf dem besten Weg, die Saison in der Fußball-Regionalliga zumindest zu einem versöhnlichen Ende zu bringen. Im Spitzenspiel ohne großen sportlichen Wert - Aalen steht als Aufsteiger praktisch fest - bezwangen die Löwen den Tabellenzweiten 1. FC Nürnberg II deutlich mit 4:1 (1:1).

Die Gastgeber lagen früh zurück, drehten die Partie aber durch Tore von Kevin Wölk (Foulelfmeter), Enrico Gaede sowie einen Doppelschlag von Thorsten Bauer. Nach vier Spielen ohne Niederlage hat der KSV so Platz zwei noch im Visier.

Dabei ging es gar nicht gut los. Nach 14 Minuten führte die erste gefährliche Situation zur Führung der Gäste. Bei einem Eckstoß kam Torhüter Dennis Lamczyk nicht energisch genug heraus, Nürnbergs Verteidiger Jonatan Kotzke dafür zum Kopfball, und es stand 0:1. Der personell am Krückstock gehende KSV, der am Samstag in Aalen auch noch auf Kevin Wölk und Thomas Brechler verzichten muss (10./5. Gelbe Karte), brauchte danach einige Zeit, um sich zu fangen. Nürnberg hatte die Partie unter Kontrolle.

Es dauerte über 25 Minuten, ehe der KSV langsam die Initiative ergriff. Mentor Latifi versuchte sich mit einem Schuss aus 30 Metern, der aber noch keine Gefahr darstellte (26.). Die gab es auch nicht, als Stürmer Thomas Brechler, von zwei Verteidigern bedrängt, im Strafraum zu Boden ging. Kein Elfmeter. Noch nicht. Der folgte aber drei Minuten später: Nach einem Freistoß von Wölk wurde Brechler zu Boden gerissen. Diesmal hatte Schiedsrichter Florian Steuer keine Zweifel, entschied sofort auf Strafstoß. Wer würde antreten? Schließlich hatte nach Thorsten Bauer und Harez Habib zuletzt auch Enrico Gaede vergeben. Es war dann Wölk, der sich den Ball schnappte - und sicher verwandelte. Nach 31 Minuten stand es 1:1.

Anders als zu Beginn gehörte die erste Chance im zweiten Durchgang den Kasselern. Nach einer Wölk-Ecke köpfte Latifi über das Tor (48.). Es fing also gut an - doch dann passierte erst einmal wenig. So entschied sich Trainer Mirko Dickhaut, zu reagieren. Für Verteidiger Latifi kam Flügelspieler Danijal Gataric.

Das Signal zu mehr Offensive war gegeben - und es brachte schnell Erfolg. Sebastian Gundelach schlug eine Flanke von der rechten Seite, die lang und länger wurde, Enrico Gaede stürmte heran und drückte das Leder am hinteren Pfosten über die Linie. Ein richtig schöner Treffer zum 2:1 (68.), der eine furiose Schlussphase der Löwen einleitete. Thorsten Bauer sorgte mit den Treffern zum 3:1 und 4:1 für Freude bei den Fans, die mit dem Gedanken dann schon bei einem anderen Spiel waren. Holt den Pokal für uns“, forderten sie mit Blick auf das Finale gegen Kickers Offenbach am kommenden Dienstag. Dann hätte die Saison endgültig ein versöhnliches Ende.

Von Frank Ziemke (HNA-Sportredaktion, 05.05.2010)