Auf
bald in Liga drei
Aalen. Regionalligist
KSV Hessen Kassel hat das Spiel des Jahres
noch vor der Brust und der VfR Aalen feiert
die Rückkehr in die 3. Liga. Diese beiden
Fakten standen nach der erfolglosen Dienstfahrt
ins Schwabenland zu Buche. Das letzte Aufgebot
der Löwen leistete erbittert Gegenwehr
und hätte dem Tabellenführer von
der Ostalb beinahe in die Suppe gespuckt.
Wenn der Kracher von Rene Ochs in der 18.
Minute im Netz und nicht am Querbalken gelandet
wäre, hätten sich die Dickhaut-Schützlinge
als Spielverderber in Sachen Meisterschaftsfeier
betätigen können.
Nach den
neunzig Spielminuten trat dann aber das ungewünschte
Spielende 0:2 ein. Die Löwen zeigten
sich als faire Verlierer und schüttelten
viele Hände. Jedoch nicht, ohne ein Versprechen
zu hinterlassen. „Wir sehen uns bald
wieder in der 3. Liga.“ Mit diesen Worten
vertrat Co-Trainer Pascal Fuhrmann seinen
Chef Mirko Dickhaut bei der Pressekonferenz.
Die Löwen
sind zwar ohne Punkte heimgekehrt, können
vor dem Pokalfinale gegen den Erzrivalen Offenbach
(siehe Artikel unten) dennoch positive Erkenntnisse
mitnehmen. „Die Truppe ist heute personell
auf der letzten Rille gefahren. Ärgerlich
ist für uns sicherlich die unnötige
Rote Karte für Danijel Gataric.“
Das Kräftemessen
zwischen der Kasseler Torfabrik und dem härtesten
Bollwerk der Liga endete zumindest nach den
ersten 30 Minuten mit einem gerechten Unentschieden.
In der 18. Minute packte Ochs den Hammer aus
und setzte zum Materialtest an. Der Fernschuss
klatschte aber nur an die Aluminiumstange.
Der Tabellenführer hatte mehr Zielwasser
getrunken. Nach einer Flanke in den KSV-Strafraum
erzielte Ralf Kettemann mit einem akrobatischen
Seitfallzieher die 1:0-Führung. Kurz
vor dem Seitenwechsel vergab Harez Habib,
der von Mirko Dickhaut als hängende Spitze
neben Thorsten Bauer aufgeboten wurde, noch
die Möglichkeit, per Kopf für den
Ausgleich zu sorgen.
Im zweiten
Durchgang bot sich den Besuchern zunächst
ein ähnliches Spielgeschehen. Beide Teams
hatten einige hochkarätige Chancen zu
verzeichnen. Nachdem Aalens Kapitän Aytac
Sulu im Anschluss an einen Eckball an Tobias
Wolf gescheitert war, übersah Thorsten
Bauer nach einer gekonnten Ballannahme seinen
freistehenden Mannschaftskollegen Harez Habib.
In der Folgezeit
sollte das Pendel dann endgültig in die
Richtung des designierten Aufsteigers ausschlagen.
Nachdem Robert Lechleiter noch seinen Meister
in Tobias Wolf fand, besorgte Joseph Mensah
mit einem Treffer der Marke „Tor des
Monats“ für die vorzeitige Entscheidung.
Sein raffinierter Heber landete unhaltbar
für Tobias Wolf im Gehäuse der Löwen.
Daraufhin war in der Scholz Arena eine gigantische
Aufstiegsparty angesagt, und für die
Löwen begann die Vorbereitung für
das Pokalfinale am Dienstagabend in Fulda.
Von Lars
Eigenbrodt (HNA-Sportredaktion, 09.05.2010)
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