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<<< 31. Spieltag
Regionalliga Süd 2009/10, 30. Spieltag

VfR Aalen - KSV Hessen Kassel

2:0 (1:0)

Samstag, 08.05.2010 - 14 Uhr
Scholz-Arena Aalen

VfR Aalen
KSV Hessen Kassel
Daniel Bernhardt
Thomas Scheuring
Marcel Klefenz
Aytac Sulu
Tim Bauer
Ralf Kettemann (86. Andreas Hofmann)
Benjamin Barg
Andreas Schön (77. Marcel Brandstetter)
Joseph Mensah
Marco Grüttner (83. Alexander Zimmermann)
Robert Lechleiter
Trainer: Rainer Scharinger
Spielstatistik
Tore: 1:0 Kettemann (30.), 2:0 Mensah (65.) - Gelbe Karten: Schön, Lechleiter - Rote Karte: Gataric (70.) - Schiedsrichter: Matthias Zacher (Nußdorf) - Zuschauer: 3.696
Spielbericht

Auf bald in Liga drei

Aalen. Regionalligist KSV Hessen Kassel hat das Spiel des Jahres noch vor der Brust und der VfR Aalen feiert die Rückkehr in die 3. Liga. Diese beiden Fakten standen nach der erfolglosen Dienstfahrt ins Schwabenland zu Buche. Das letzte Aufgebot der Löwen leistete erbittert Gegenwehr und hätte dem Tabellenführer von der Ostalb beinahe in die Suppe gespuckt. Wenn der Kracher von Rene Ochs in der 18. Minute im Netz und nicht am Querbalken gelandet wäre, hätten sich die Dickhaut-Schützlinge als Spielverderber in Sachen Meisterschaftsfeier betätigen können.

Nach den neunzig Spielminuten trat dann aber das ungewünschte Spielende 0:2 ein. Die Löwen zeigten sich als faire Verlierer und schüttelten viele Hände. Jedoch nicht, ohne ein Versprechen zu hinterlassen. „Wir sehen uns bald wieder in der 3. Liga.“ Mit diesen Worten vertrat Co-Trainer Pascal Fuhrmann seinen Chef Mirko Dickhaut bei der Pressekonferenz.

Die Löwen sind zwar ohne Punkte heimgekehrt, können vor dem Pokalfinale gegen den Erzrivalen Offenbach (siehe Artikel unten) dennoch positive Erkenntnisse mitnehmen. „Die Truppe ist heute personell auf der letzten Rille gefahren. Ärgerlich ist für uns sicherlich die unnötige Rote Karte für Danijel Gataric.“

Das Kräftemessen zwischen der Kasseler Torfabrik und dem härtesten Bollwerk der Liga endete zumindest nach den ersten 30 Minuten mit einem gerechten Unentschieden. In der 18. Minute packte Ochs den Hammer aus und setzte zum Materialtest an. Der Fernschuss klatschte aber nur an die Aluminiumstange. Der Tabellenführer hatte mehr Zielwasser getrunken. Nach einer Flanke in den KSV-Strafraum erzielte Ralf Kettemann mit einem akrobatischen Seitfallzieher die 1:0-Führung. Kurz vor dem Seitenwechsel vergab Harez Habib, der von Mirko Dickhaut als hängende Spitze neben Thorsten Bauer aufgeboten wurde, noch die Möglichkeit, per Kopf für den Ausgleich zu sorgen.

Im zweiten Durchgang bot sich den Besuchern zunächst ein ähnliches Spielgeschehen. Beide Teams hatten einige hochkarätige Chancen zu verzeichnen. Nachdem Aalens Kapitän Aytac Sulu im Anschluss an einen Eckball an Tobias Wolf gescheitert war, übersah Thorsten Bauer nach einer gekonnten Ballannahme seinen freistehenden Mannschaftskollegen Harez Habib.

In der Folgezeit sollte das Pendel dann endgültig in die Richtung des designierten Aufsteigers ausschlagen. Nachdem Robert Lechleiter noch seinen Meister in Tobias Wolf fand, besorgte Joseph Mensah mit einem Treffer der Marke „Tor des Monats“ für die vorzeitige Entscheidung. Sein raffinierter Heber landete unhaltbar für Tobias Wolf im Gehäuse der Löwen. Daraufhin war in der Scholz Arena eine gigantische Aufstiegsparty angesagt, und für die Löwen begann die Vorbereitung für das Pokalfinale am Dienstagabend in Fulda.

Von Lars Eigenbrodt (HNA-Sportredaktion, 09.05.2010)