KSV
mit 1:1 gut bedient
Freiburg.
Es war keine Glanzleistung, die die Löwen
an ehrwürdiger Stelle ablieferten. Denn
die spielerischen Höhepunkte, das technisch
feinere Spiel, zeigten im Freiburger Möslestadion
die mit vier Profis angetretenen Gastgeber.
Doch meist
fehlten im Spiel des SC Freiburg II Tempo
und Variationen. Folge: Die Löwen-Abwehr
stand sicher. Die Innenverteidiger Mentor
Latifi und Marcel Stadel ließen nichts
anbrennen, und auf den Außen wurde meist
im Verbund erfolgreich zugesperrt. Mirko Dickhaut
zeigte sich zufrieden nach der 1:1-Punkteteilung:
„Freiburg spielt einen guten Fußball,
das ist bekannt. Die machst du nicht im Vorbeigehen
weg“, urteilte der KSV-Coach.
Der KSV
zeigte sich einsatzfreudig, zweikampfstark
– und effizient. Die Gastgeber hatten
gerade zwei gute Möglichkeiten liegen
gelassen, als die Löwen mit ihrer ersten
klaren Chance in Führung gingen. Der
ordentlich spielende René Ochs steckte
zu Thorsten Bauer durch, und der Torjäger
schoss freistehend ein (27.). Bis zur Pause
änderte sich an den Kräfteverhältnissen
wenig: Freiburg blieb im Vorwärtsgang,
Kassel sperrte den Strafraum ab, und weiter
blieb es bei nur spärlicher Torgefahr
für die Gäste: Ein von Rückkehrer
Dennis Lamczyk abgewehrter Freistoß
sowie ein abgeblockter Schuss waren die einzigen
brenzligen Szenen, die es zu überstehen
galt.
Anders nach
der Pause. Nach matter Anfangsphase von beiden
Teams nahm Freiburgs Angriffsspiel Fahrt auf.
Der KSV hatte durch Mentor Latifis gefährlichen
Flachschuss (51.) zwar die erste Chance, sah
sich nun aber einer Vielzahl von Angriffen
ausgesetzt. Und immer häufiger gelang
es der KSV-Defensive nicht, die gezielten
Zuspiele hinter die Abwehr zu verhindern.
Schon nach acht Minuten fiel der Ausgleich:
Eine Kopfballverlängerung landete über
den kopfballstarken Löwen hinweg bei
Brandstetter, der freistehend einschoss –
und die beste Phase der Gastgeber einläutete.
Mehrfach tauchten nun Freiburger vor Lamczyk
auf; so musste der KSV-Keeper mit einer Fußabwehr
klären, bei der anschließenden
Ecke verfehlte ein Schuss nur knapp sein Gehäuse,
und ein weiterer Schuss strich vorbei. Der
KSV versuchte dagegenzuhalten. Richtig gefährlich
wurde er allerdings kaum. So ergab sich für
die Löwen im zweiten Abschnitt nur eine
Konterchance, als Florian Heussners nach flotter
Kombination über die linke Seite zum
Schuss kam (76.).
Immerhin,
das Remis hielt. „Unter dem Strich war
es ein Spiel auf Augenhöhe. Das Unentschieden
war leistungsgerecht. Das Gegentor ist allerdings
zu leicht gefallen“, sagte Dickhaut
nach der wenig hochklassigen, aber intensiven
Partie.
Ärgerlich
für die Löwen: Nach einer Gelb-Roten
Karte für Freiburg (88.) verschärfte
Dennis Tornieporth die Personalsituation.
Schon kurz nach seiner Einwechslung (77.)
hatte der Mittelfeldspieler nach einer vermeintlichen
Tätlichkeit seines Gegenspielers eine
Karte provozieren wollen, sich aber eine Ermahnung
des Schiedsrichters eingehandelt. Sein hartes
Einsteigen in der Nachspielzeit ahndete der
Referee dann zu Recht mit Rot.
Von Uwe
Rogowski (HNA-Sportredaktion, 02.05.2010)
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