KSV-Pleite
beim Schlusslicht
Alzenau.
Auweia! Jetzt verlieren die Löwen sogar
schon beim abgeschlagenen Tabellenletzten.
Mit einer 1:2-Niederlage kehrte der KSV Hessen
Kassel am Freitag Abend nach indiskutabler
Leistung aus Mainfranken nach Kassel zurück.
Beide Gegentore
fielen nach 1:0-Führung für die
Löwen in den letzten zehn Minuten. Zu
allem Überfluss sah KSV-Torhüter
Dennis Lamczyk in der Nachspielzeit Rot wegen
einer Notbremse.
Trainer
Mirko Dickhaut war nach dem Schlusspfiff außer
sich. Er sprach von einer katastrophalen Leistung
seines Teams. Alle Spieler sollten sich hinterfragen.
Nichts habe gestimmt. Von großer Laufbereitschaft
oder Kampfeswille habe er kaum was gesehen.
Besonders
beschämend: Während der gesamten
zweiten Hälfte waren die Löwen kein
einziges Mal wirklich gefährlich vor
dem Alzenauer Tor aufgetaucht. Es spielte
quasi nur ein Team: das des Tabellenletzten.
Der war
auch schon vor der Pause klar besser als die
Gäste aus Nordhessen. Chance auf Chance
verzeichneten die Gastgeber ab der 20. Minute.
Dies alles aber blieb zunächst noch folgenlos.
Weil die Bayern aus Alzenau zu ungenau schossen,
weil sie Bälle in aussichtsreichen Positionen
verpassten oder weil sie von der KSV-Abwehr
abgeblockt wurden.
Die größte
Möglichkeit zur Führung Alzenaus
verhinderte in der ersten Hälfte Gataric
nach knapp 40 Minuten, als er Alzenaus Sprung
in letzter Sekunde den Ball vom Fuß
grätschte. Aufatmen bei den 50 mitgereisten
KSV-Fans.
Die durften
dann drei Minuten später über das
1:0 jubeln. Nach einem Eckball von Rene Ochs
wuchtete Kapitän Enrico Gaede den Ball
unhaltbar für Alzenaus Torhüter
Smajlovic ins Netz.
Wer in der
Pause unter den KSV-Anhängern darauf
gehofft hatte, dass sich die Führung
beruhigend auf das Spiel der eigenen Akteure
auswirken würde, wurde enttäuscht.
Alzenau
blieb am Drücker, hätte schon in
der 48. Minute ausgleichen können, als
Lamczyk gegen Lange rettete. Auch in der Folge
blieb's beim Einbahnstraßen-Fußball
Richtung Kasseler Kasten. Von den Löwen
war kaum noch was zu sehen. Behäbig im
Spielaufbau, Fehlpässe über Fehlpässe,
kaum Raumgewinn.
Und so kam
es, wie es kommen musste. 82 Minuten waren
gespielt, als die Bayern für ihre Mühen
belohnt wurden. Nach einem Eckball gelang
Rümm mit einem leicht abgefälschten
Schuss der Ausgleich. Damit nicht genug. In
der 88. Minute traf Sprung sogar noch zum
Sieg für die Gastgeber.
Von Achim
Dürr (HNA-Sportredaktion, 17.04.2010)
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