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<<< 20. Spieltag
Regionalliga Süd 2009/10, 27. Spieltag

FC Bayern Alzenau - KSV Hessen Kassel

2:1 (0:1)

Freitag, 16.04.2010 - 18 Uhr
Städtisches Stadion am Prischoß

FC Bayern Alzenau
KSV Hessen Kassel
Elvir Smajlovic
Julius Väth (61. Benny Goedecke)
David Neis
Christoph Prümm
Larry Ransom
Jonas Grüter
Sebastian Feyh (73. Simon Goldhammer)
Christoph Stefani (73. Steffen Schneider)
Sebastian Popp
David Lange
Peter Sprung
Trainer: Klaus Reusing
Spielstatistik
Tore: 0:1 Gaede (41.), 1:1 Heussner (82., Eigentor), 2:1 Sprung (88.) - Gelbe Karten: Feyh, Prümm, Neis, Ransom - Gataric, Habib - Rote Karte: Lamczyk (90., Notbremse) - Schiedsrichter: Dominik Schaal (Tübingen) - Zuschauer: 350
Spielbericht

KSV-Pleite beim Schlusslicht

Alzenau. Auweia! Jetzt verlieren die Löwen sogar schon beim abgeschlagenen Tabellenletzten. Mit einer 1:2-Niederlage kehrte der KSV Hessen Kassel am Freitag Abend nach indiskutabler Leistung aus Mainfranken nach Kassel zurück.

Beide Gegentore fielen nach 1:0-Führung für die Löwen in den letzten zehn Minuten. Zu allem Überfluss sah KSV-Torhüter Dennis Lamczyk in der Nachspielzeit Rot wegen einer Notbremse.

Trainer Mirko Dickhaut war nach dem Schlusspfiff außer sich. Er sprach von einer katastrophalen Leistung seines Teams. Alle Spieler sollten sich hinterfragen. Nichts habe gestimmt. Von großer Laufbereitschaft oder Kampfeswille habe er kaum was gesehen.

Besonders beschämend: Während der gesamten zweiten Hälfte waren die Löwen kein einziges Mal wirklich gefährlich vor dem Alzenauer Tor aufgetaucht. Es spielte quasi nur ein Team: das des Tabellenletzten.

Der war auch schon vor der Pause klar besser als die Gäste aus Nordhessen. Chance auf Chance verzeichneten die Gastgeber ab der 20. Minute. Dies alles aber blieb zunächst noch folgenlos. Weil die Bayern aus Alzenau zu ungenau schossen, weil sie Bälle in aussichtsreichen Positionen verpassten oder weil sie von der KSV-Abwehr abgeblockt wurden.

Die größte Möglichkeit zur Führung Alzenaus verhinderte in der ersten Hälfte Gataric nach knapp 40 Minuten, als er Alzenaus Sprung in letzter Sekunde den Ball vom Fuß grätschte. Aufatmen bei den 50 mitgereisten KSV-Fans.

Die durften dann drei Minuten später über das 1:0 jubeln. Nach einem Eckball von Rene Ochs wuchtete Kapitän Enrico Gaede den Ball unhaltbar für Alzenaus Torhüter Smajlovic ins Netz.

Wer in der Pause unter den KSV-Anhängern darauf gehofft hatte, dass sich die Führung beruhigend auf das Spiel der eigenen Akteure auswirken würde, wurde enttäuscht.

Alzenau blieb am Drücker, hätte schon in der 48. Minute ausgleichen können, als Lamczyk gegen Lange rettete. Auch in der Folge blieb's beim Einbahnstraßen-Fußball Richtung Kasseler Kasten. Von den Löwen war kaum noch was zu sehen. Behäbig im Spielaufbau, Fehlpässe über Fehlpässe, kaum Raumgewinn.

Und so kam es, wie es kommen musste. 82 Minuten waren gespielt, als die Bayern für ihre Mühen belohnt wurden. Nach einem Eckball gelang Rümm mit einem leicht abgefälschten Schuss der Ausgleich. Damit nicht genug. In der 88. Minute traf Sprung sogar noch zum Sieg für die Gastgeber.

Von Achim Dürr (HNA-Sportredaktion, 17.04.2010)