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<<< 18. Spieltag
Regionalliga Süd 2009/10, 25. Spieltag

SG Eintracht Frankfurt II - KSV Hessen Kassel

2:2 (1:1)

Dienstag, 06.04.2010 - 19 Uhr
Volksbank-Stadion Frankfurt

SG Eintracht Frankfurt II
KSV Hessen Kassel
Ralf Fährmann
Timothy Chandler
Daniel Halke
Stefan Haben
Thomas Gentner
Yannick Stark
Marcel Titsch-Rivero
Marcel Heller (90. Sven Hassler)
Martin Hess
Sascha Boller
Juvhel Tsoumou
Trainer: Oscar Corrochano
Spielstatistik
Tore: 0:1 Unger (5.), 1:1 Heller (42.), 1:2 Gaede (68.), 2:2 Heller (82.) - Gelbe Karten: Genter, Stark, Heller, Chandler - Unger, Tornieporth, Stadel - Schiedsrichter: Sven Waschitzki (Essen) - Zuschauer: 1.300
Spielbericht

Wieder nur Unentschieden

Frankfurt. Zweimal geführt und am Ende doch wieder nur einen Punkt auf dem Konto verbucht: Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel hat gestern bei der Reserve von Eintracht Frankfurt erneut zwei wichtige Zähler im Kampf um den Aufstieg liegen gelassen.

2:2 (1:1) trennten sich beide Teams am Bornheimer Hang vor 1300 Zuschauern. Zu wenig für die Löwen, die als Dritter weiter zwölf Punkte Rückstand auf Spitzenreiter VfR Aalen haben.

Bereits vor Beginn des Spiels gab es für Trainer Mirko Dickhaut eine schlechte Nachricht. Sebastian Gundelach verletzte sich beim Aufwärmen. Für ihn rückte Mittelfeldspieler Danijel Gataric auf die Position des rechten Außenverteidigers. Eine Umstellung, von der zunächst jedoch nichts zu bemerken war.

Die Löwen kamen schwungvoll aus der Kabine. Und verwandelten das zügig in Zählbares. Ihre erste Chance nutzten sie zur Führung. Kevin Wölk zog einen Freistoß auf Angreifer Thorsten Bauer. Der wiederum sah den mitaufgerückten Markus Unger und legte für ihn an der Strafraumgrenze auf. Mit einem satten Schuss versenkte Unger aus 18 Metern die Kugel präzise im langen Eck. 1:0 nach fünf Minuten. Ein Auftakt nach Maß.

So hätte es ruhig weitergehen dürfen. Doch das tat es nicht. Die Löwen zogen sich zurück, die Gastgeber kamen dafür besser ins Spiel und nach 13 Minuten auch zu ihrer ersten Chance. Angreifer Marcel Heller, am Samstag noch in der Bundesliga beim Sieg der ersten Eintracht-Auswahl gegen Leverkusen in der Schlussphase eingewechselt, zirkelte den Ball nicht nur am herausgeeilten Torhüter Wolf, sondern auch am leeren Kasten vorbei.

Die beste Szene. Bis zur 39. Minute. Da lenkte der sichere KSV-Schlussmann Tobias Wolf zunächst noch einen Kopfball von Stefan Haben an den Innenpfosten, drei Minuten später aber musste auch er hinter sich greifen. Heller nutzte Abstimmungsprobleme zwischen Gataric und Marcel Stadel und machte das 1:1 (42.). Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie deutlich intensiver - doch sie verlief ähnlich wie die erste. Kassel nutzte die erste wirklich gute Gelegenheit zur erneuten Führung.

Der Ball schien nach einer Ecke von Kevin Wölk bereits aus der Gefahrenzone zu sein, doch über Latifi und Stadel fand er den Weg zurück an Frankfurter Strafraum. Kapitän Enrico Gaede stand goldrichtig und staubte zum 2:1 (67.) ab. Wäre Bauer nur zwei Minuten später nicht am Eintracht-Schlussmann Ralf Fährmann gescheitert, gut möglich, dass die Partie einen anderen Verlauf genommen hätte.

So aber kam es wie in Halbzeit eins. Die Gastgeber kamen erneut zurück. Dank Heller. Ein zweites Mal ließ er die Kasseler Abwehr alt aussehen und markierte das unterm Strich verdiente 2:2 (82.).

Von Stefan Fritschi (HNA-Sportredaktion, 06.04.2010)

Ein schmerzhaftes Remis

Frankfurt. Mit gemischten Gefühlen verließ Mirko Dickhaut das Frankfurter Stadion am Bornheimer Hang. Wie schon gegen 1860 München II musste sein Team in der Endphase einen Gegentreffer zum Ausgleich hinnehmen.

Doch beim 2:2 gegen die zweite Mannschaft der Eintracht zeigte der KSV Hessen tolle Moral und versuchte in den Schlussminuten zum dritten Mal in dieser intensiven Fußball-Regionalligapartie in Führung zu gehen. „Unter dem Strich war es ein leistungsgerechtes Unentschieden“, stufte der Kasseler Coach die Kräfteverhältnisse im Duell zwischen den Adlern und Löwen richtig ein.

Nur, das zehnte Remis im 23. Spiel hilft nicht wirklich weiter. Die Lücke zum Klassenprimus VfR Aalen konnte nicht spürbar reduziert werden. So bleibt lediglich die Hoffnung, dass die Schwaben wie zuletzt beim Karlsruher SC II (0:0) noch ein paar Mal straucheln. Allerdings muss der KSV auch seine Hausaufgaben machen, um weiterhin in Richtung Dritte Liga zu schielen. Am Samstag (14 Uhr) wäre alles andere als ein Heimsieg gegen Abstiegskandidat Eintracht Bamberg indiskutabel.

Die Personallage ist jedoch nicht verheißungsvoll. „Wir sind personell am Limit“, konstatierte Dickhaut. In Frankfurt sahen Markus Unger, Schütze des 1:0 (5.), und Dennis Tornieporth jeweils die fünfte Gelbe Karte, sie fallen gegen die Franken aus. Und der Einsatz von Sebastian Gundelach ist fraglich. Der Verteidiger zog sich beim Aufwärmen eine Fingerverletzung zu und musste ins Krankenhaus.

Für den 27-Jährigen rückte kurzfristig Danijel Gataric in die Startelf. „Er zeigte eine solide Leistung“, sprach Dickhaut dem Neuzugang vom West-Regionalligaverein Wormatia Worms Mut zu. Zwar rettete der 23-Jährige vor dem einschussbereiten Martin Hess (50.). Doch beim 1:1 durch Marcel Heller (42.) leistete er sich mit Marcel Stadel ein Missverständnis. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Eintracht längst „schleichend Oberwasser bekommen“, wie es Dickhaut formulierte. Kurz zuvor hatte Tobias Wolf den Ausgleich verhindert, als er einen Kopfball von Stefan Haben an den Innenpfosten lenkte (39.). Nach der Pause fing sich der KSV wieder und ging auch nach einem Patzer in der Frankfurter Innenverteidigung durch Enrico Gaede abermals in Führung (67.).

Doch der überragende Mann auf dem Feld, Heller, markierte noch den verdienten Ausgleich (82.). „Gegen eine erfahrene Mannschaft haben wir zweimal einen Rückstand wettgemacht. Ich kann meinen Spielern nur ein Kompliment machen“, sagte Eintracht-Coach Oscar Corrochano und konnte sich mehr mit dem Unentschieden anfreunden als Dickhaut.

Von Stefan Fritschi (HNA-Sportredaktion, 07.04.2010)