HOME
News
Regionalliga
Verbandsliga
Vereinsbilanz
Hall of Fame
Spielerarchiv
Trainerarchiv
Saisonarchiv
Auestadion
Hessenlöwe
LINKS
IMPRESSUM

<<< 24. Spieltag
Regionalliga Süd 2009/10, 18. Spieltag

KSV Hessen Kassel - TSV 1860 München II

1:1 (0:0)

Dienstag, 30.03.2010 - 18 Uhr
Auestadion Kassel

KSV Hessen Kassel
TSV 1860 München II
Vitus Eicher
Tobias Strobl
Julian Leist
Christopher Schindler
Claus Bückle
Kushtrim Lushtaku (64. Holger Knartz)
Tarik Camdal (70. Nikola Trkulja)
Roland Sternisko
David Manga (76. Nico Hammann)
Manuel Schäffler
Mathias Fetsch
Trainer: Dieter Märkle
Spielstatistik
Tore: 1:0 Brechler (60.), 1:1 Trkulja (90.) - Gelbe Karten: Unger, Latifi - Camdal, Fetsch - Schiedsrichter: Tim Skorczyk (Salzgitter) - Zuschauer: 3.500
Spielbericht

Schock in der Nachspielzeit - 1:1 macht KSV-Erfolg zunichte

Kassel. Der Schock kam in der Nachspielzeit, als sich 3500 Zuschauer schon über einen 1:0-Erfolg des Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel gegen die Reserve des TSV 1860 München zu freuen begannen.

Da plötzlich kam der eingewechselte Gästespieler Nikola Trkulja zum Kopfball. Der KSV ließ bis dahin nicht viel zu, München hatte kaum eine Chance. Doch nun flog dieser Ball schnörkellos ins Tor der Kasseler. 1:1 statt 1:0.

Die ohnehin schon nur kleine Hoffnung auf den Aufstieg in die dritte Liga ist somit noch einmal kleiner geworden. Zwölf Punkte hat Kassel nun Rückstand auf Spitzenreiter Aalen. So durften sich die heimischen Löwen doppelt ärgern: Denn auch das Unentschieden war völlig unnötig.

Der KSV dominierte die Begegnung, hatte viel mehr Chancen, doch was zählt das am Ende? Und was zählt am Ende, dass der KSV nur fünf Minuten brauchte, um zu seinem gewohnten Spiel zu finden. Von da an lief der Ball, die Kombinationen funktionierten. Es gab nur ein Manko: Wenn es darum ging, auch mal zum Abschluss zu gelangen, kam irgendwas dazwischen.

In der elften Minute zum Beispiel waren es zwei Münchner Abwehrspieler, die Thorsten Bauer gerade noch am Torschuss aus aussichtsreicher Position hindern konnten. Gegen Ende der ersten Halbzeit zeigte der Rasen im Auestadion bei einem Konter, dass er noch immer unberechenbar ist. Eine Unebenheit stoppte Kevin Wölk beim Versuch, den finalen Pass zu spielen. Und wenn die Kasseler Löwen tatsächlich mal den Ball in Richtung Tor schossen oder köpften, taten sie das mit zu wenig Präzision oder Härte.

Auch hier sei ein Versuch Thorsten Bauers stellvertretend für all die Bemühungen genannt: In der 20. Minute spitzelte Harez Habib den Ball aus dem Getümmel heraus auf den Stürmer, der den gesperrten Enrico Gaede als Kapitän vertrat. Doch aus naher Distanz scheiterte der Torjäger abermals. Ein bisschen mehr Schmackes in der Aktion - und es hätte 1:0 gestanden. Hätte, Wenn und Aber sind jedoch die Feinde des Erfolges.

Das musste auch Markus Unger erfahren, der nach Bauers sehenswertem Zuspiel Mitte der ersten Halbzeit mit seinem Schuss das Tor knapp verfehlte. Erst in der zweiten Halbzeit löste sich der Konjunktiv auf - kurioserweise in einer Phase, in der die Löwen die Kontrolle über das Spiel zu verlieren drohten. Da trug die Mannschaft von Trainer Mirko Dickhaut einen der vielen Konter vor und vergaß erstmals nicht, das i-Tüpfelchen zu setzen: René Ochs auf Sebastian Gundelach, Flanke, Bauer verfehlt, nicht aber Thomas Brechler. Vier Minuten nach seiner Einwechslung stand der Angreifer in der 60. Minute da, wo ein Stürmer zu stehen hat.

Die Führung hatte sich der KSV gegen destruktiv agierende Münchner wahrlich verdient. Deren Torwart Vitus Eichner hatte schon in der ersten Halbzeit versucht, Zeit zu schinden. Jetzt waren sie gezwungen, mehr zu tun. Die dickste Gelegenheit zum Ausgleich bot sich Roland Sternisko in der 71. Minute, als Kevin Wölk den Ball im Strafraum noch abblockte. Die größeren Chancen aber hatte auch in der Folgezeit der KSV. Es fiel auch noch ein Tor. Aber eben auf der falschen Seite.

HNA-Sportredaktion, 30.03.2010