1:3
- KSV patzt in Bamberg
Der Nimbus
der Unbesiegbarkeit ist dahin: Am Samstag
kassierten die Löwen in der Fußball-Regionalliga
Süd ihre erste Niederlage. 1:3 beim Kellerkind
Eintracht Bamberg.
Überflüssigerweise,
wie KSV-Trainer Mirko Dickhaut gestern meinte.
Zumal der KSV während der gesamten 90
Minuten das Spiel bestimmt und genug Chancen
gehabt habe. Letztlich hätten unnötige
Fehler in den eigenen Reihen das Spiel entschieden.
Sauer war auch Thorsten Bauer.
Insbesondere auf den Schiedsrichter, weil
der ihm beim Stand von 1:1 kurz vor der Pause
einen Elfmeter verweigert habe. "Eine
absolute Frechheit", ereiferte sich der
Torjäger. Er hatte den Torwart Bambergs
schon umspielt, als er einen Schlag gegen
das Bein erhielt. Bauer: "Im ganzen Stadion
war dies zu hören." Der Referee
habe zuerst auch auf den Elfmeterpunkt geschaut,
dann aber - für Bauer unfassbar - andersherum
entschieden. "Er verdeutlichte mir, dass
ich den Elfer angeblich erzwingen wollte."
Und deswegen sah Bauer auch noch die Gelbe
Karte.
Nichts war's also mit dem
Strafstoß und einer möglichen Führung,
die das KSV-Spiel hätte beruhigen können.
Schon nach acht Minuten war
Bamberg nach einem Konter durch Peter Heyer
in Führung gegangen. Der Ausgleich fiel
eine gute Viertelstunde später. Bauer
bediente Wölk, der dem Torwart dann keine
Chance ließ. Jetzt geht's los, dürften
die mitgereisten KSV-Fans gedacht haben. Doch
es sollte anders kommen. Denn in der 62. Minute
ging Bamberg durch Heyers zweiten Treffer
erneut in Führung. Ein Kopfball diesmal.
Der KSV warf nun alles nach
vorn, belagerte das Bamberger Gehäuse.
Der Ausgleich lag in der Luft. Der eingewechselte
Brechler knallte den Ball gegen den Pfosten,
Enrico Gaede scheiterte knapp, und auch Bauer
hatte Pech. Ein Konter in der Nachspielzeit
gegen eine völlig entblößte
KSV-Abwehr besiegelte dann die Niederlage.
Von Johanna Krischker und
Uli Brehme (HNA-Sportredaktion, 27.09.2009) |