5:2
Heimsieg: Neun Punkte in einer Woche
Mirko Dickhauts
Fazit fiel kurz aus. Es waren ja auch nicht
viele Worte nötig. "Ein gelungener
Nachmittag. Ein hochverdienter Sieg. Eine
tolle Woche", sagte der Trainer des Fußball-Regionalligisten
KSV Hessen Kassel. In Zahlen umgesetzt bedeutet
dies: Ein 5:2 (3:1)-Sieg gegen Pfullendorf.
Neun Punkte in einer Woche.
Sprung auf Platz drei der Tabelle. Kein Wunder,
dass neben dem Trainer auch 4000 Zuschauer
im Auestadion begeistert waren. "Der
KSV ist wieder da", sangen die Fans.
Das traf in allen Belangen
zu. Nicht nur wegen des dritten Sieges in
Folge. Auch wegen der Art, wie er herausgespielt
wurde, zeigte sich: Die Löwen haben endgültig
zu den Tugenden der letzten Saison zurückgefunden.
Regisseur Kevin Wölk dirigiert das Spiel
umsichtig, die Außen René Ochs
und Dennis Tornieporth sind wieder unglaublich
gefährlich. Und Thorsten Bauer steht
da, wo er eigentlich immer steht: an der Spitze
der Torschützenliste. Dazu kommen neue
Stärken: Innenverteidiger, die auch noch
selber treffen. Ein Kader, der Dickhaut nahtloses
Rotieren und Wechseln erlaubt.
Der Erfolg gegen Pfullendorf
hätte sogar noch höher ausfallen
können. Bereits in der ersten Hälfte,
als die Gäste energisch Gegenwehr leisteten,
hatte der KSV neben drei Toren weitere Chancen.
Im zweiten Durchgang, als Kiefer nach einem
Foul an Ochs Gelb-Rot sah (63.), spielten
endgültig nur noch die Gastgeber. Die
überraschenden Gegentreffer durch Konrad
zum zwischenzeitlichen 2:1 (34.) und Falkenmayer
(90.) waren Schönheitsflecken, die kaum
störten. Zumal der Anschlusstreffer nach
einer Ecke den Spielfluss der Löwen überhaupt
nicht störte.
Die hatten wie schon zuletzt
beim 3:0 gegen Großaspach furios begonnen,
gingen bereits nach vier Minuten in Führung.
Sebastian Gundelach war von Narr gefoult worden,
Bauer verwandelte den Strafstoß sicher.
Und als die Gäste nach 30 Minuten den
Elan der Gastgeber langsam zu bremsen schienen,
trafen die erneut. Ochs war bei einem tollen
Konter zunächst noch gescheitert. Doch
bei der folgenden Ecke landete der Ball wieder
beim Außenstürmer, der diesmal
sicher zum 2:0 traf. Als dann Bauer kurz vor
der Pause das Leder in typischer Manier zum
3:1 über die Linie stocherte, da standen
die Zeichen früh auf Sieg.
Tornierporths toller Schlenzer
von links, Bauers Kopfball, der Schuss des
eingewechselten Markus Unger - es machte in
der Folge einfach Spaß, dem KSV zuzusehen.
Für die weiteren Treffer sorgten die
Innenverteidiger: Marcel Stadel traf mit dem
Fuß (64.), Michael Zepek nach einer
Wölk-Ecke mit einem sehenswerten Kopfball
(69.). "Unsere wichtigste Aufgabe ist
es, hinten sicher zu stehen. Aber wenn es
dann vorne auch mal klappt - umso besser",
freute sich der Torschütze.
Und sprach damit auch das
Fazit der Woche: Hinten steht der KSV sicher.
Und vorne klappt es immer besser.
Von Frank Ziemke (HNA-Sportredaktion,
06.09.2009) |