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<<< 5. Spieltag
Regionalliga Süd 2009/10, 6. Spieltag

KSV Hessen Kassel - SC Pfullendorf

5:2 (3:1)

Sonntag, 06.09.2009 - 14 Uhr
Auestadion Kassel

KSV Hessen Kassel
SC Pfullendorf
Ralf Hermanutz
Michael Falkenmayer
Matthias Kiefer
Wolfgang Narr
Dominik Müller
Marco Konrad
Patrick Hagg (81. Markus Knackmuß)
Sandrino Braun
Piero Saccone (65. Tobias Kunter)
Georges Ekounda
Spejtim Muzliukaj (57. Fabio Dell'Era)
Trainer: Walter Schneck
Spielstatistik
Tore: 1:0 Bauer (4., Foulelfmeter), 2:0 Ochs (30.), 2:1 Konrad (36.), 3:1 Bauer (40.), 4:1 Stadel (64.), 5:1 Zepek (69.), 5:2 Falkenmayer (90.) - Gelbe Karten: Saccone, Müller, Dell'Era - Markolf - Gelb-Rote Karte: Kiefer (63., Foulspiel) - Schiedsrichter: Florian Steuer (Menden) - Zuschauer: 4.000
Spielbericht

5:2 Heimsieg: Neun Punkte in einer Woche

Mirko Dickhauts Fazit fiel kurz aus. Es waren ja auch nicht viele Worte nötig. "Ein gelungener Nachmittag. Ein hochverdienter Sieg. Eine tolle Woche", sagte der Trainer des Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel. In Zahlen umgesetzt bedeutet dies: Ein 5:2 (3:1)-Sieg gegen Pfullendorf.

Neun Punkte in einer Woche. Sprung auf Platz drei der Tabelle. Kein Wunder, dass neben dem Trainer auch 4000 Zuschauer im Auestadion begeistert waren. "Der KSV ist wieder da", sangen die Fans.

Das traf in allen Belangen zu. Nicht nur wegen des dritten Sieges in Folge. Auch wegen der Art, wie er herausgespielt wurde, zeigte sich: Die Löwen haben endgültig zu den Tugenden der letzten Saison zurückgefunden. Regisseur Kevin Wölk dirigiert das Spiel umsichtig, die Außen René Ochs und Dennis Tornieporth sind wieder unglaublich gefährlich. Und Thorsten Bauer steht da, wo er eigentlich immer steht: an der Spitze der Torschützenliste. Dazu kommen neue Stärken: Innenverteidiger, die auch noch selber treffen. Ein Kader, der Dickhaut nahtloses Rotieren und Wechseln erlaubt.

Der Erfolg gegen Pfullendorf hätte sogar noch höher ausfallen können. Bereits in der ersten Hälfte, als die Gäste energisch Gegenwehr leisteten, hatte der KSV neben drei Toren weitere Chancen. Im zweiten Durchgang, als Kiefer nach einem Foul an Ochs Gelb-Rot sah (63.), spielten endgültig nur noch die Gastgeber. Die überraschenden Gegentreffer durch Konrad zum zwischenzeitlichen 2:1 (34.) und Falkenmayer (90.) waren Schönheitsflecken, die kaum störten. Zumal der Anschlusstreffer nach einer Ecke den Spielfluss der Löwen überhaupt nicht störte.

Die hatten wie schon zuletzt beim 3:0 gegen Großaspach furios begonnen, gingen bereits nach vier Minuten in Führung. Sebastian Gundelach war von Narr gefoult worden, Bauer verwandelte den Strafstoß sicher. Und als die Gäste nach 30 Minuten den Elan der Gastgeber langsam zu bremsen schienen, trafen die erneut. Ochs war bei einem tollen Konter zunächst noch gescheitert. Doch bei der folgenden Ecke landete der Ball wieder beim Außenstürmer, der diesmal sicher zum 2:0 traf. Als dann Bauer kurz vor der Pause das Leder in typischer Manier zum 3:1 über die Linie stocherte, da standen die Zeichen früh auf Sieg.

Tornierporths toller Schlenzer von links, Bauers Kopfball, der Schuss des eingewechselten Markus Unger - es machte in der Folge einfach Spaß, dem KSV zuzusehen. Für die weiteren Treffer sorgten die Innenverteidiger: Marcel Stadel traf mit dem Fuß (64.), Michael Zepek nach einer Wölk-Ecke mit einem sehenswerten Kopfball (69.). "Unsere wichtigste Aufgabe ist es, hinten sicher zu stehen. Aber wenn es dann vorne auch mal klappt - umso besser", freute sich der Torschütze.

Und sprach damit auch das Fazit der Woche: Hinten steht der KSV sicher. Und vorne klappt es immer besser.

Von Frank Ziemke (HNA-Sportredaktion, 06.09.2009)