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Regionalliga Süd 2009/10, 1. Spieltag

TSV 1860 München II - KSV Hessen Kassel

3:3 (2:1)

Freitag, 07.08.2009 - 19 Uhr
Städt. Stadion an der Grünwalder Straße

TSV 1860 München II
KSV Hessen Kassel
Björn Bussmann
Julian Ratei
Julian Leist
Mathias Wittek (85. Nico Hamann)
Benjamin Schwarz (58. Claus Bückle)
Tarik Camdal
Dominik Stahl
Emanuel Biancucchi (75. Maximilian Knauer)
David Manga
Mathias Fetsch
Holger Knartz
Trainer: Dieter Märkle
Spielstatistik
Tore: 1:0 Camdal (22.), 2:0 Wittek (36.), 2:1 Bauer (45.), 3:1 Camdal (52.), 3:2 Wölk (64.), 3:3 Stadel (90.) - Bes. Vork.: Bussmann hält Foulelmeter von Bauer (81.) - Gelbe Karten: Camdal, Schwarz, Wittek, Bussmann - Keim, Gundelach, Latifi, Ochs, Wölk Zepek - Schiedsrichter: Matthias Jöllenbeck (Mühlheim) - Zuschauer: 1.300
Spielbericht

Stadels Tor sichert Punkt in München

Kurz vor Schluss hat der KSV Hessen am Freitagabend einen Punkt bei 1860 München II gerettet. Nach Toren von Thorsten Bauer und Kevin Wölk per Freistoß, brachte ein Treffer von Marcel Stadel in der 89. Minute den verdienten Ausgleich. Acht Minuten zuvor hielt Münchens Torwart Björn Bussmann einen Strafstoß von Thorsten Bauer.

Das war kein Saison-Auftakt für schwache Nerven. 3:2 führten die "kleinen" Sechziger in der Schlußphase. Dann gab es in der 81. Minute Strafstoß für den KSV Hessen. Eine Aufgabe für Thorsten Bauer. Das sichere 3:3? Normalerweise. Doch diesmal hielt der Münchener Schlußmann Björn Bussmann den Schuß vom Kasseler Torjäger. War das das Ende aller Kasseler Hoffungen auf einen Punkt? Nein. Die Löwen schlugen zurück. Eine Minute vor dem Spielende fiel aus dem Gewühl heraus das 3:3. War es Marcel Stadel, den die Mannschaft feierte? War es der Münchener Verteidiger Stahl mit einem Eigentor? Egal. Am Ende gab es im alten Sechziger Stadion an der Grünwalder Straße ein Resultat, mit dem die Löwen leben können. Ein Unentschieden bei einer starken Mannschaft, die dem KSV Hessen in der letzten Saison keinen Punkt gegönnt hat. "Ich bin total zufrieden, meine Mannschaft hat eine tolle Moral bewiesen", freute sich Trainer Mirko Dickhaut nach dem Spiel.

Doch der Reihe nach. Die Münchner gingen in der 22. Minute mit einem sehenswerten Treffer von Tarik Camdal aus etwa 16 Metern in Führung. Zuvor sahen die Zuschauer ein ausgeglichenes Spiel, das vorwiegend im Mittelfeld stattfand. Nur 14 Minuten später erhöhten die Sechziger durch einen Kopfball von Wittek auf 2:0, ehe Thorsten Bauer mit dem Pausenpfiff den Anschlusstreffer erzielte und damit den KSV auf Kurs hielt. Zuvor gab Harez Habib den Ball per Freistoß nach innen, Christoph Keim leitete auf den Mann mit der Nummer Zehn weiter.

Richtig glücklich war Löwen-Trainer Mirko Dickhaut mit dem ersten Durchgang nicht. "Da hat noch einiges gefehlt, das war nicht gut". Der Coach reagierte, Spielmacher Kevin Wölk kam in die Partie. Dieser hatte nach seiner Verletzung noch einen Trainingsrückstand und kam daher nicht von Anfang an zum Einsatz. Dafür musste Christoph Keim, die Doppelsechs neben Enno Gaede, den Platz verlassen. "Ich hätte aber auch einige andere rausnehmen können", analysierte der Trainer später.

Nur acht Minuten nach Wiederbeginn gab es den nächsten Dämpfer für die Nordhessen. Tarik Camdal, der schon das 1:0 erzielt hatte, schoss zum 3:1 ein. Die Vorentscheidung? Zunächst sah es so aus, 1860 machte weiter Druck. Doch dann kam der Freistoß vom eingewechselten Kevin Wölk in der 57. Minute. 3:2 - neue Hoffung für den in Rot-Schwarz spielenden KSV. Fortan waren die Löwen am Drücker, erspielten sich mehrere Chancen. Die beste hatte Thorsten Bauer in der 70. Minute, doch auch hier blieb Schlussmann Bussmann Sieger. Dann gab es die dramatische Schlußphase, die dem KSV doch noch das Happy-End bescherte.

Oliver Zehe / 07.08.2009

KSV rettet Punkt: Hart umkämpftes 3:3 in München

Ende gut, (fast) alles gut: Nach Rückständen von 0:2 und 1:3 hat der KSV Hessen mit einem entschlossenen Endspurt doch noch einen Punkt aus München entführt. Am ersten Spieltag der Fußball-Regionalliga schossen Thorsten Bauer (45.), Kevin Wölk (57.) und Neuzugang Thomas Brechler in der vorletzten Minute die Tore zum 3:3 (1:3) der Kasseler im Löwen-Duell beim TSV 1860 München II.

Trainer Dickhaut, der Latifi in der Deckung den Vorzug gegenüber Zepek gegeben hat, schickte seine Löwen im gewohnten Rot auf den Platz der Blauen. Doch Gefahr geht von den Gästen nicht aus. Thorsten Bauers Pressschlag mit Torwart Bussmann schon nach drei Minuten und Gaedes Schuss (18.), der sein Ziel verfehlte, sind für lange Zeit die einzig auffälligen Offensivaktionen des KSV, der von den weitaus angriffslustigeren Münchnern in die Defensive gedrängt wird.

Die Gastgeber agieren weitaus laufstärker und entfachen viel Druck. Was sich schon nach 21 Minuten auszahlt: Der 18 Jahre junge Camdal erzielt mit einem Traumtor per Dropkick von der Strafraumgrenze genau in den rechten Giebel das 1:0. KSV-Schlussmann Lamczyk ist ohne Chance - und muss nach 37 Minuten zum zweiten Mal den Ball aus dem Netz holen. Schwartz’ Freistoß von Rechtsaußen versenkte Wittek per Kopf zum 2:0.

Doch die Kasseler schlagen zurück - psychologisch wichtig nur wenige Sekunden vor der Pause. Harez Habib schlägt eine Flanke, Christoph Keim verlängert per Kopf und Torjäger Bauer wird bei freier Bahn seinem guten Ruf gerecht.

1:2 also nur noch, doch sieben Minuten später gibt es schon wieder einen Rückschlag für die Kasseler. Wieder ist der junge Camdal per spektakulären Seitfallzieher erfolgreich, wieder liegen die Gäste zwei Treffer zurück. Doch wieder lassen sie nicht locker. Und sind schon nach 59 Minuten wieder dran: Der nach der Pause eingewechselte Kevin Wölk versenkt einen Freistoß aus gut und gern 20 Metern direkt im Kasten von 1860-Torwart Bussmann.

Die Kasseler Löwen sind zurück - und haben noch eine halbe Stunde Zeit. Nun drängen sie auf den Ausgleich, doch Bauer scheitert aus nur vier, fünf Metern an Bussmann (76.). Und greift sich vier Minuten später erneut verärgert in die Haare: Wiederum findet er in Bussmann seinen Meister, diesmal lenkt der Münchner den halbhoch geschossenen Strafstoß um den Pfosten. Vorangegangen war ein Handspiel Rateis.

Noch neun Minuten. Und die Nordhessen wittern ihre Chance, lassen nicht locker. Der Schiedsrichter hat bereits zur Uhr geblickt, da herrscht dicke Luft im Münchner Strafraum. Die letzte Chance des KSV. Bauer köpft, wieder ist Teufelskerl Bussmann da. Doch er klatscht den Ball nur ab, vor die Füße von Thomas Brechler. Und der tritt entschlossen zu - 3:3, ein Punkt ist gerettet.

Von Oliver Rabuser (HNA-Sportredaktion, 07.08.2009)