Stadels
Tor sichert Punkt in München
Kurz vor
Schluss hat der KSV Hessen am Freitagabend
einen Punkt bei 1860 München II gerettet.
Nach Toren von Thorsten Bauer und Kevin Wölk
per Freistoß, brachte ein Treffer von
Marcel Stadel in der 89. Minute den verdienten
Ausgleich. Acht Minuten zuvor hielt Münchens
Torwart Björn Bussmann einen Strafstoß
von Thorsten Bauer.
Das war kein Saison-Auftakt
für schwache Nerven. 3:2 führten
die "kleinen" Sechziger in der Schlußphase.
Dann gab es in der 81. Minute Strafstoß
für den KSV Hessen. Eine Aufgabe für
Thorsten Bauer. Das sichere 3:3? Normalerweise.
Doch diesmal hielt der Münchener Schlußmann
Björn Bussmann den Schuß vom Kasseler
Torjäger. War das das Ende aller Kasseler
Hoffungen auf einen Punkt? Nein. Die Löwen
schlugen zurück. Eine Minute vor dem
Spielende fiel aus dem Gewühl heraus
das 3:3. War es Marcel Stadel, den die Mannschaft
feierte? War es der Münchener Verteidiger
Stahl mit einem Eigentor? Egal. Am Ende gab
es im alten Sechziger Stadion an der Grünwalder
Straße ein Resultat, mit dem die Löwen
leben können. Ein Unentschieden bei einer
starken Mannschaft, die dem KSV Hessen in
der letzten Saison keinen Punkt gegönnt
hat. "Ich bin total zufrieden, meine
Mannschaft hat eine tolle Moral bewiesen",
freute sich Trainer Mirko Dickhaut nach dem
Spiel.
Doch der Reihe nach. Die
Münchner gingen in der 22. Minute mit
einem sehenswerten Treffer von Tarik Camdal
aus etwa 16 Metern in Führung. Zuvor
sahen die Zuschauer ein ausgeglichenes Spiel,
das vorwiegend im Mittelfeld stattfand. Nur
14 Minuten später erhöhten die Sechziger
durch einen Kopfball von Wittek auf 2:0, ehe
Thorsten Bauer mit dem Pausenpfiff den Anschlusstreffer
erzielte und damit den KSV auf Kurs hielt.
Zuvor gab Harez Habib den Ball per Freistoß
nach innen, Christoph Keim leitete auf den
Mann mit der Nummer Zehn weiter.
Richtig glücklich war
Löwen-Trainer Mirko Dickhaut mit dem
ersten Durchgang nicht. "Da hat noch
einiges gefehlt, das war nicht gut".
Der Coach reagierte, Spielmacher Kevin Wölk
kam in die Partie. Dieser hatte nach seiner
Verletzung noch einen Trainingsrückstand
und kam daher nicht von Anfang an zum Einsatz.
Dafür musste Christoph Keim, die Doppelsechs
neben Enno Gaede, den Platz verlassen. "Ich
hätte aber auch einige andere rausnehmen
können", analysierte der Trainer
später.
Nur acht Minuten nach Wiederbeginn
gab es den nächsten Dämpfer für
die Nordhessen. Tarik Camdal, der schon das
1:0 erzielt hatte, schoss zum 3:1 ein. Die
Vorentscheidung? Zunächst sah es so aus,
1860 machte weiter Druck. Doch dann kam der
Freistoß vom eingewechselten Kevin Wölk
in der 57. Minute. 3:2 - neue Hoffung für
den in Rot-Schwarz spielenden KSV. Fortan
waren die Löwen am Drücker, erspielten
sich mehrere Chancen. Die beste hatte Thorsten
Bauer in der 70. Minute, doch auch hier blieb
Schlussmann Bussmann Sieger. Dann gab es die
dramatische Schlußphase, die dem KSV
doch noch das Happy-End bescherte.
Oliver Zehe / 07.08.2009
KSV
rettet Punkt: Hart umkämpftes 3:3 in
München
Ende gut,
(fast) alles gut: Nach Rückständen
von 0:2 und 1:3 hat der KSV Hessen mit einem
entschlossenen Endspurt doch noch einen Punkt
aus München entführt. Am ersten
Spieltag der Fußball-Regionalliga schossen
Thorsten Bauer (45.), Kevin Wölk (57.)
und Neuzugang Thomas Brechler in der vorletzten
Minute die Tore zum 3:3 (1:3) der Kasseler
im Löwen-Duell beim TSV 1860 München
II.
Trainer Dickhaut, der Latifi
in der Deckung den Vorzug gegenüber Zepek
gegeben hat, schickte seine Löwen im
gewohnten Rot auf den Platz der Blauen. Doch
Gefahr geht von den Gästen nicht aus.
Thorsten Bauers Pressschlag mit Torwart Bussmann
schon nach drei Minuten und Gaedes Schuss
(18.), der sein Ziel verfehlte, sind für
lange Zeit die einzig auffälligen Offensivaktionen
des KSV, der von den weitaus angriffslustigeren
Münchnern in die Defensive gedrängt
wird.
Die Gastgeber agieren weitaus
laufstärker und entfachen viel Druck.
Was sich schon nach 21 Minuten auszahlt: Der
18 Jahre junge Camdal erzielt mit einem Traumtor
per Dropkick von der Strafraumgrenze genau
in den rechten Giebel das 1:0. KSV-Schlussmann
Lamczyk ist ohne Chance - und muss nach 37
Minuten zum zweiten Mal den Ball aus dem Netz
holen. Schwartz’ Freistoß von
Rechtsaußen versenkte Wittek per Kopf
zum 2:0.
Doch die Kasseler schlagen
zurück - psychologisch wichtig nur wenige
Sekunden vor der Pause. Harez Habib schlägt
eine Flanke, Christoph Keim verlängert
per Kopf und Torjäger Bauer wird bei
freier Bahn seinem guten Ruf gerecht.
1:2 also nur noch, doch sieben
Minuten später gibt es schon wieder einen
Rückschlag für die Kasseler. Wieder
ist der junge Camdal per spektakulären
Seitfallzieher erfolgreich, wieder liegen
die Gäste zwei Treffer zurück. Doch
wieder lassen sie nicht locker. Und sind schon
nach 59 Minuten wieder dran: Der nach der
Pause eingewechselte Kevin Wölk versenkt
einen Freistoß aus gut und gern 20 Metern
direkt im Kasten von 1860-Torwart Bussmann.
Die Kasseler Löwen sind
zurück - und haben noch eine halbe Stunde
Zeit. Nun drängen sie auf den Ausgleich,
doch Bauer scheitert aus nur vier, fünf
Metern an Bussmann (76.). Und greift sich
vier Minuten später erneut verärgert
in die Haare: Wiederum findet er in Bussmann
seinen Meister, diesmal lenkt der Münchner
den halbhoch geschossenen Strafstoß
um den Pfosten. Vorangegangen war ein Handspiel
Rateis.
Noch neun Minuten. Und die
Nordhessen wittern ihre Chance, lassen nicht
locker. Der Schiedsrichter hat bereits zur
Uhr geblickt, da herrscht dicke Luft im Münchner
Strafraum. Die letzte Chance des KSV. Bauer
köpft, wieder ist Teufelskerl Bussmann
da. Doch er klatscht den Ball nur ab, vor
die Füße von Thomas Brechler. Und
der tritt entschlossen zu - 3:3, ein Punkt
ist gerettet.
Von Oliver Rabuser (HNA-Sportredaktion,
07.08.2009) |