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Hessenpokal 2009/10, Viertelfinale

SV Darmstadt 98 - KSV Hessen Kassel

5:6 nach Elfmeterschießen

Mittwoch, 17.03.2010 - 19 Uhr
Stadion am Böllenfalltor

SV Darmstadt 98
KSV Hessen Kassel
Rainer Adolf
Fouad Brighache
Mario Göttlicher
Michael Bodnar
Markus Brüdigam
Uwe Hesse (35. Varol Akgöz)
Boris Kolb
Patrick Hilser (52. Maximilian Mehring)
Sven Sökler (116. Echendu Adiele)
Ermin Melunovic
Elia Soriano
Trainer: Zivojin Juskic
Spielstatistik
Tore: 0:1 Bauer (21.), 1:1 Kolb (73.), 2:1 Soriano (110.), 2:2 Wölk (120.) - Elfmeterschießen: 1:0 Bodnar, Adolf hält gegen Ochs, Wolf hält gegen Akgöz, 1:1 Gaede, 2:1 Soriano, 2:2 Brechler, Wolf hält gegen Kolb, 2:3 Wölk, 3:3 Melunovic, 3:4 Bauer - Gelbe Karten: Brighache, Göttlicher, Melunovic - Gataric - Schiedsrichter: Tobias Stieler (Obertshausen) - Zuschauer: 2.000
Spielbericht

Hessenpokal-Viertelfinale: Löwen gegen Darmstadt 98

Kassel. Es war ein Spiel, an das die Fußballfans in der Region noch lange zurückdenken werden. 2:0 führten die Darmstädter Lilien zur Pause und alles sah nach einem Sieg der Südhessen aus. Dann aber kam der KSV doch noch zurück.

Enrico Gaede (49.) per Foulelfmeter und Thomas Brechler mit einem Schuss aus 30 Metern ins leere Tor (66.) glichen zunächst aus, ehe dem eingewechselten Christoph Keim mit seinem ersten Ballkontakt nach 83 Minuten sogar noch der von den Nordhessen umjubelte 3:2-Siegtreffer gelang. Darmstadt trauerte, Kassel lachte. Das sorgte für Emotionen nach der Begegnung. Die Lilien-Fans stürmten das Spielfeld, es gab 14 Verletzte. Und KSV-Abwehrmann Michael Zepek legte sich mit einem Kameramann an.

Heute, ein gutes Vierteljahr später, sehen sich beide Fußball-Regionalligisten erneut. Im Hessenpokal treffen die Teams am Darmstädter Böllenfalltor ab 19 Uhr im Viertelfinale aufeinander. Die Löwen, die am Samstag zum Start in die Restserie beim 5:1-Sieg gegen Fürth II überzeugten, freuen sich. KSV-Trainer Mirko Dickhaut: „Spiele gegen Darmstadt sind immer was Besonderes.“ Es gehe nicht nur ums Weiterkommen im Pokal sondern auch um viel Prestige. „Ich hoffe auf ein glückliches Ende für uns.“

Ähnlich wie die Löwen haben auch die Lilien ihre Nöte mit dem strengen Winter gehabt. Erst einmal waren sie im neuen Jahr in einem Punktspiel aktiv. Und das verlief für sie eher enttäuschend. Darmstadt, in der Liga nur auf dem 16. Rang, verlor beim Tabellenführer Aalen sang- und klanglos mit 0:3. Am vergangenen Samstag dann folgte in einer Testbegegnung gegen den Drittligisten Sandhausen ein beachtliches 1:1. Dickhaut geht denn auch von einem engen Spiel aus.

Seine Mannschaft wird sich wohl im Vergleich zur Begegnung gegen Fürth II kaum verändern. Erst heute will er entscheiden. Allerdings ist sein Spielraum begrenzt, denn die Langzeitverletzten Michael Zepek, Dennis Lamczyk, Sebastian Busch und Christoph Keim stehen nach wie vor nicht zur Verfügung.

Das Spiel ist übrigens nicht gefährdet. Das Wetter in Darmstadt soll heute trocken sein, das Feld dort mache einen guten Eindruck, hieß es gestern von den Offiziellen des SV Darmstadt 98. Der Klub rechnet mit etwa 1500 Zuschauern. Das Derby im Dezember wollten noch knapp 5000 Fans sehen.

Von Uli Brehme (HNA-Sportredaktion, 17.03.2010)