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4:1
gegen Vellmar: KSV gewinnt den Kreispokal
Fußball-Regionalligist
KSV Hessen Kassel hat das Finale um den Hütt-Kreispokal
gewonnen und sich damit für den Bezirkspokal
qualifiziert.
Gegen den Hessenligisten
OSC Vellmar siegte die Mannschaft von Trainer
Mirko Dickhaut mit 4:1. 1200 Zuschauer sahen
auf der Kasseler Hessenkampfbahn ein ganz
flottes Spielchen, das beide Teams aber mehr
als Test für die bevorstehenden Runden
in ihren jeweiligen Ligen nutzten.
Dabei lief für den KSV
alles wie gewünscht und für Vellmar
alles wie befürchtet: Ein frühes
Tor der Löwen brachte dem Favoriten die
Sicherheit und ließ die Hoffnung des
Außenseiters auf eine Überraschung
schnell sinken. Die einzige Frage, die sich
nach dem 1:0 in der siebten Minute auftat,
war die nach dem Torschützen: Kevin Wölk
zirkelte den Ball mit einem Freistoß
in den Strafraum, in dem gleich mehrere Spieler
der eigenen Mannschaft und des Gegners hochstiegen.
Ob noch einer am Ball war, bevor der Ball
sich ins Tor senkte? Der Stadionsprecher sprach
Wölk das Tor zu. Keiner protestierte
– bis auf Wölk selbst. Nach der
Partie sagte er, Thorsten Bauer sei –
wie immer – noch dran gewesen.
Sei es drum: Laut Stadionsprecher
durfte sich Wölk über einen Doppelpack
freuen: In der 26. Minute war er nämlich
erneut mit einem direkt verwandelten Freistoß
zur Stelle. Diesmal gab es keinen Zweifel:
Diesen sehenswerten Treffer durfte sich der
kreative Mittelfeldspieler der Löwen
voll und ganz zuschreiben.
Das Zwischenresultat ging
bis dahin absolut in Ordnung. Der KSV spielte
zwar nicht seinen besten Fußball, aber
einen ansehnlichen. Vor allem mit oder nach
Stadardsituationen entwickelte er Gefahr.
Und Vellmar schaffte es kaum mal vor das Tor
des Gegners. Erst nach dem 0:2 präsentierte
sich der OSC ein wenig kesser - was vor allem
daran lag, dass einer keinen Respekt zeigte
vor dem ranghöheren Team: Enes Glogic
machte nun gleich mehrmals auf sich aufmerksam
- am beeindruckendsten in der 28. Minute:
Seine Vorlage konnte Jörg Odensaß
allerdings nicht verwerten: Nach seinem Schuss
parierte Torwart Dennis Lamczyk den Ball.
Ansonsten fiel vor allem
Roy Kessebohm auf, der seinem Ruf als resoluter
Abwehrspieler aller Ehre machte. In der 55.
Minute sah er schließlich die Gelbe
Karte nach einem Foul an Kevin Wölk;
schon in der ersten Halbzeit war er mit Florian
Heussner aneinandergeraten.
Als Kessebohm verwarnt wurde,
stand es freilich schon 3:0 für den KSV.
Denn zuvor hatte einer getroffen, der jetzt
immer trifft. Und die Rede ist jetzt ausdrücklich
nicht von Thorsten Bauer, sondern von Kapitän
Enrico Gaede. In der 52. Minute brauchte er
allerdings nur noch einzuschieben. Aber auch
das will gelernt sein. Wenn Gaede so weitermacht
wie zuletzt in den Test- und Pokalspielen,
wird er noch zum Torschützenkönig.
Nach dem 4:0 durch den eingewechselten
Ex-Vellmarer Sebastian Busch setzte aber ein
Vellmarer den Schlusspunkt - und was für
einen: Christian Guthof traf aus 22 Metern
mit einem strammen Schuss in den Winkel. Kassel
siegte, Vellmar schoss das schönste Tor
des Tages - am Ende mussten beide Teams nicht
unzufrieden sein.
Von Florian Hagemann (HNA-Sportredaktion,
21.07.2009) |