7:0
in Rothwesten - KSV erreicht Finale im Kreispokal
Fußball-Regionalligist
KSV Hessen Kassel steht im Finale des Kreispokals.
Die Mannschaft von Trainer Mirko Dickhaut
besiegte am Freitagabend den Gruppenligisten
TSV Rothwesten auf dessen Platz mit 7:0.
Die Tore erzielten dabei
Harez Habib (14., 47.), Thorsten Bauer (28.,
62.), Enrico Gaede (71., 86.) und Christoph
Keim (73.). Rothwesten hatte immerhin die
erste Chance des Spiels: Andreas Geisler aber
traf in der elften Minute nur den Pfosten.
Im Endspiel am kommenden
Dienstag trifft der KSV dann auf den Hessenligisten
OSC Vellmar. Die Begegnung findet auf der
Kasseler Hessenkampfbahn statt. Anpfiff ist
um 18 Uhr.
Bereits am Samstag ist der
KSV wieder im Einsatz: Im Hofgeismarer Angerstadion
ist ab 14.30 Uhr eine örtliche Stadtauswahl
der Gegner.
hag (HNA-Sportredaktion,
17.07.2009)
Löwen
stürmen souverän ins Kreispokalfinale
Die Erwartungen
des Trainers vom TSV Rothwesten im Vorfeld
des Halbfinales um den Hütt-Kreispokal
waren sehr bescheiden. Einen Torschuss vielleicht,
mehr erschien ihm nicht möglich gegen
den übermächtigen Rivalen aus dem
Kasseler Auestadion.
Seine Erwartungen sollten
übertroffen werden, auch wenn es letztendlich
nicht zu einem Tor gegen die Löwen reichen
sollte.
Doch alles der Reihe nach.
Von Anbeginn des Spiels gab sich der Gastgeber
sehr diszipliniert und konzentriert. Das hatte
zur Folge, daß unser Team zunächst
etwas schwerer als erwartet ins Spiel fand.
Der TSV zeigte Ansätze von Pressing und
gab sich Mühe die ballführenden
Spieler unseres Teams zu doppeln. Natürlich
bestimmte der KSV das Spiel, aber das beherzte
Eingreifen der Rothwestener erzwang zunächst
mehr Stationen auf dem Weg nach vorne, als
es den Löwen lieb war.
Ja, vielleicht waren die
Beine tatsächlich etwas müder als
gewohnt. Vielleicht hemmte die harte Grundlagen-
und Konditionsarbeit tatsächlich etwas
den gewohnten Spielfluß. Aber eines
war sicherlich ungehemmt: Die Spielfreude
und das Selbstvertrauen!
Beides schlug dann auch schließlich
in der 14. Minute zu: Habib bekam auf links
im Strafraum den Ball und schaufelte ihn mit
langem Bein gerade noch vor dem heran eilenden
Abwehrspieler aus etwa 13 Metern halbhoch
in die Maschen. 0:1 für den KSV. Doch
in gleicher Minute, direkt nach dem Anstoss,
gelang es dem TSV'er Angreifer Geisler in
den Kasseler Strafraum einzudringen, wo ihm
der Ball über den Spann rutschte und
letztendlich flach gegen den Pfosten des Kasseler
Gehäuses klatschte. 200 Euro hätte
das der Mannschaftskasse gebracht, wie übrigens
auch jedes weitere Tor gegen den KSV, ausgelobt
vom einem Sponsor des TSV Rothwesten, für
den es, wir wissen es ja bereits, ein "billiger
Abend" heute werden sollte. In der 28.
Minute schließlich schlug Bauer zum
ersten Mal heute zu. In seiner unnachahmlichen
Manier setzte er sich, einmal mehr, im gegnerischen
Strafraum durch und vollendete, völlig
unbeeindruckt von den an ihm zupfenden und
zerrenden Abwehrspielern, zum 0:2.
Nach der Halbzeitpause zeigten
sich die Löwen dann noch deutlich torhungriger
als in den ersten 45 Minuten. Eröffnet
wurde der Torreigen durch den glänzenden
Habib, der in der 48. Minute das schönste
Tor des Tages schoss. An der Strafraumgrenze
setzte er sich gegen zwei, drei Gegenspieler
mit geschickten Drehungen und Dribblings durch
und knallte den Ball mit Vehemenz zum 0:3
unhaltbar unter die Latte. In der 62. Minute
wieder ein Tor vom "Torminator"
Bauer. Einen hohen Ball nickte der Goalgetter
vom Dienst ganz locker als Aufsetzer zum 0:4
ein. Kurze Zeit später, die Uhr zeigt
die 67. Minute, "wurschtelt" sich
abermals Bauer gekonnt im Strafraum durch
und legt auf den besser postierten Gaede ab,
der ganz locker zum 0:5 einschiebt.
Die beiden Schlußpunkte
in der unterhaltsamen und sehr kurzweiligen
Partie setzten zuerst Keim, der nach einem
Zusammenprall mit dem guten gegnerischen Torwart
die Kontrolle über den Ball behielt und
denselben dann langsam hinter die Torlinie
kullern ließ. Das war das 0:7 in der
72. Minute. Zu guter Letzt gab es dann noch
Billard im TSV-Strafraum. Schneller als der
verblüffte Gastgeber gucken konnte, spielten
sich unsere Jungs im TSV-Strafraum direkt
über 4, 5 Stationen den Ball zu, wo wiederum
Gaede dann völlig frei und unbehindert
zum Endstand von 0:7 abschließen konnte.
Eine unglaubliche Fülle
weiterer sehr guter Torchancen für unser
Team habe ich nicht erwähnt, aber es
gab sie, und das sogar reichlichst. Allein
Bauer hätte locker noch 3 Tore mehr machen
können. Allerdings habe ich bisher auch
einige gute Möglichkeiten unserer Gastgeber
verschwiegen. Denn die gab es auch. Zweimal
mußte zum Beispiel der aufmerksame Wolf
Kopf und Kragen riskieren, um in letzter Sekunde
in "1gegen1" Situationen abzuwehren.
Einmal gab es berechtigten Szenenapplaus für
einen schnellen, direkten und nur knapp an
unserem Tor vorbeigehenden Angriff des TSV
Rothwesten, einer Mannschaft, die für
ihre heutige Leistung Respekt und Anerkennung
verdient, auch wenn das Ergebnis eine andere
Sprache zu sprechen scheint.
Aber was ist bloß mit
unserem KSV los? Was ist das für eine
tolle Mannschaft, die in welcher Zusammenstellung
auch immer, wieder und immer wieder zu überzeugen
weiß? Die Tore am Fließband schießt
und deren weitere Namen "Spielfreude",
"Selbstvertrauen" und "Teamgeist"
zu sein scheinen ?
Am Rande des heutigen Spiels
erhielt ich die erfreuliche Information, daß
der neue Torwarttrainer Formann prima bei
unseren beiden Torhütern ankommt und
ihnen das Training mit dem "Neuen"
eine Menge Spass bereitet.
Auch in Sachen Tornieporth
gibt es Neues zu vermelden: "Tornie's"
Verletzung ist abgeklungen, er trainiert schon
seit einiger Zeit wieder voll mit und hat
von der medizinischen Abteilung wieder grünes
Licht für die Teilnahme am Spielbetrieb
erhalten. Vielleicht ist er schon nächste
Woche beim Kreispokalfinale mit von der Partie.
Eckart Lukarsch, 17.07.2009,
KSV Hessen Kassel Presseteam |