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Regionalliga Süd, Saison 2009/10
Presse

Neuer Löwe für den Sturm

Kassel. Fünfter Neuzugang für den KSV Hessen Kassel. Tobias Damm hat einen Dreijahres-Vertrag beim Fußball-Regionalligisten unterschrieben, der auch in der 3. Liga Gültigkeit besitzt. „Mein Ziel ist es, mit Kassel aufzusteigen. Ich bin froh, wieder in der Heimat zu sein", sagt der 26-Jährige, der vom Drittligisten Wuppertaler SV kommt.

Damm und der KSV waren in den letzten Jahren immer wieder miteinander in Verbindung gebracht worden. In der Vergangenheit scheiterte ein möglicher Wechsel auch an vertraglichen Modalitäten. Nun ist der Stürmer ablösefrei. Vor allem aber ist er heiß auf die Löwen. Und ausgeruht. Denn sein letztes Spiel bestritt er am 8. Mai für den WSV (2:3 bei Dynamo Dresden). Da stand Wuppertal schon als Absteiger fest und Damm war auf der Suche nach einem neuen Verein. Zwei Drittligisten hatten ernsthaftes Interesse bekundet, mit einem war Einigkeit in Sicht - bis sich KSV-Trainer Mirko Dickhaut wieder meldete und überzeugende Argumente lieferte. Die Erwartungen an Damm? „Tore", sagt der schnelle Stürmer.

Bislang waren es 13 Treffer in 72 Spielen der 3. Liga, 20 in 47 in der Regionalliga Nord, und jeweils eines für Mainz 05 in der 1. Bundesliga, im Testspiel gegen den FC Liverpool und im DFB-Pokal für die Mainzer Amateure. Nun will der gebürtige Homberger Seite an Seite mit KSV-Ikone Thorsten Bauer stürmen. Ein 4:4:2-System scheint dank des neuen Kraftpakets bei möglich. „Aber das soll der Trainer entscheiden", gibt sich der Angreifer ganz professionell. Dickhaut selbst ist sicher, einen guten Fang für sein Team gemacht zu haben. „Super, dass es geklappt hat. Er wird unser Offensivspiel noch weiter beleben, " sagt er. Zumal so die Lücke nach dem Abgang Thomas Brechlers Richtung Aalen schnell geschlossen werden konnte.

Privat hat Tobias Damm sein Glück längst gefunden. Seit fünf Wochen ist er mit seiner Jugendliebe Susanne verheiratet, zudem Vater der kleinen Emilia. Das Paar wohnt in Homberg.

Neben Damm wechselte in Ken Aseada bereits ein Wuppertaler nach Kassel. Mit Stefan Markolf, dessen Zukunft noch unklar ist, spielte er sogar beim WSV und bei Mainz.

In seinen Personalplanungen für die Offensive ist der KSV damit im Soll. Große Baustelle ist nun die Defensive, für die noch zwei Torhüter und mindestens zwei Verteidiger gefunden werden müssen.

Von Sebastian Schmidt und Frank Ziemke (HNA-Sportredaktion, 12.06.2010)