|
Neuer
Löwe für den Sturm
Kassel. Fünfter
Neuzugang für den KSV Hessen Kassel.
Tobias Damm hat einen Dreijahres-Vertrag beim
Fußball-Regionalligisten unterschrieben,
der auch in der 3. Liga Gültigkeit besitzt.
„Mein Ziel ist es, mit Kassel aufzusteigen.
Ich bin froh, wieder in der Heimat zu sein",
sagt der 26-Jährige, der vom Drittligisten
Wuppertaler SV kommt.
Damm und der KSV waren in
den letzten Jahren immer wieder miteinander
in Verbindung gebracht worden. In der Vergangenheit
scheiterte ein möglicher Wechsel auch
an vertraglichen Modalitäten. Nun ist
der Stürmer ablösefrei. Vor allem
aber ist er heiß auf die Löwen.
Und ausgeruht. Denn sein letztes Spiel bestritt
er am 8. Mai für den WSV (2:3 bei Dynamo
Dresden). Da stand Wuppertal schon als Absteiger
fest und Damm war auf der Suche nach einem
neuen Verein. Zwei Drittligisten hatten ernsthaftes
Interesse bekundet, mit einem war Einigkeit
in Sicht - bis sich KSV-Trainer Mirko Dickhaut
wieder meldete und überzeugende Argumente
lieferte. Die Erwartungen an Damm? „Tore",
sagt der schnelle Stürmer.
Bislang waren es 13 Treffer
in 72 Spielen der 3. Liga, 20 in 47 in der
Regionalliga Nord, und jeweils eines für
Mainz 05 in der 1. Bundesliga, im Testspiel
gegen den FC Liverpool und im DFB-Pokal für
die Mainzer Amateure. Nun will der gebürtige
Homberger Seite an Seite mit KSV-Ikone Thorsten
Bauer stürmen. Ein 4:4:2-System scheint
dank des neuen Kraftpakets bei möglich.
„Aber das soll der Trainer entscheiden",
gibt sich der Angreifer ganz professionell.
Dickhaut selbst ist sicher, einen guten Fang
für sein Team gemacht zu haben. „Super,
dass es geklappt hat. Er wird unser Offensivspiel
noch weiter beleben, " sagt er. Zumal
so die Lücke nach dem Abgang Thomas Brechlers
Richtung Aalen schnell geschlossen werden
konnte.
Privat hat Tobias Damm sein
Glück längst gefunden. Seit fünf
Wochen ist er mit seiner Jugendliebe Susanne
verheiratet, zudem Vater der kleinen Emilia.
Das Paar wohnt in Homberg.
Neben Damm wechselte in Ken
Aseada bereits ein Wuppertaler nach Kassel.
Mit Stefan Markolf, dessen Zukunft noch unklar
ist, spielte er sogar beim WSV und bei Mainz.
In seinen Personalplanungen
für die Offensive ist der KSV damit im
Soll. Große Baustelle ist nun die Defensive,
für die noch zwei Torhüter und mindestens
zwei Verteidiger gefunden werden müssen.
Von Sebastian
Schmidt und Frank Ziemke (HNA-Sportredaktion,
12.06.2010) |