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KSV
plant ohne Quartett
Kassel. Jens
Rose hatte es vor einigen Wochen im Interview
mit unserer Zeitung bereits angekündigt:
„Vielleicht war es bei uns zu kuschelig“,
hatte der Vorstands-Vorsitzende des KSV Hessen
Kassel damals erklärt und einen personellen
Umbruch angekündigt. Dass die Zeiten
beim Fußball-Regionalligisten härter
werden, bekommt nun auch ein Quartett zu spüren,
das trotz bestehenden Vertrages in den Planungen
für die erste Mannschaft keine Rolle
mehr spielen soll.
Keim als
Co-Trainer?
Wobei zumindest
einer der vier Betroffenen eine reizvolle
Alternative angeboten bekommt. Christoph Keim
soll weiter mittrainieren, in der Reserve
spielen, in erster Linie aber Mirko Dickhaut
als Co-Trainer unterstützen. „Er
ist ein gradliniger Typ, der zum Verein gehört“,
sagt Vorstandsmitglied Thorsten Schönewolf.
Sollte Keim zustimmen, würde sein Vertrag
auf zwei Jahre verlängert.
Keim selbst
zögert aber noch. „Ich bin 29,
ich würde auch gerne noch höherklassig
spielen“, sagt er. Umgekehrt hat ihm
die zweite schwere Knieoperation im Winter
zu denken gegeben: „Ich spiele jetzt
seit sieben Jahren hier, habe mich immer durchbeißen
müssen. Ich kann mir auch gut vorstellen,
den nächsten Schritt Richtung Trainerarbeit
zu machen.“ Ein paar Tage Bedenkzeit
hat er sich noch erbeten.
Bereits
bekannt war, dass der KSV nicht mehr mit Sebastian
Busch plant. Der Mittelfeld-Rackerer hat zwar
noch einen Vertrag über zwei Jahre, wird
aber mit dem OSC Vellmar und auch mit dem
FSC Lohfelden in Verbindung gebracht. Busch
selbst möchte sich nicht äußern:
„Meine Zukunft ist völlig offen“,
sagt er. Ebenfalls nach Vellmar könnte
es für Nachwuchsmann Philipp Bruns gehen,
der wie Busch kaum Einsatzzeiten hatte. In
beiden Fällen sind die Löwen vermittelnd
tätig.
Anders sieht
es dagegen bei Harez Habib aus. Der Mittelfeldspieler
kam in der abgelaufenen Saison immerhin auf
29 Einsätze. Seine Ausmusterung ist ein
echter Härtefall. „Ich war schon
überrascht. Im letzten Jahr bekomme ich
einen Vertrag für zwei Jahre mit der
Option Dritte Liga, nun will man mich nicht
mehr“, sagt Habib, aber auch: „Ich
bin da ganz unaufgeregt.“ Der 28-Jährige
hat zwar Angebote außerhalb der Region,
will aber bleiben, weil er sein Studium der
Sozialwissenschaften in Göttingen demnächst
abschließen wird. Deshalb möchte
er seinen Vertrag erfüllen: „Ich
werden zum Training erscheinen und versuchen,
mich anzubieten. Im Fußball ändern
sich Dinge ja manchmal sehr schnell.“
Bleibt die
Frage, ob das Vorgehen der Löwen, Spielern
mit Vertrag den Abschied nahezulegen, nicht
äußerst ungewöhnlich ist.
Schönewolf und Dickhaut sehen das anders.
Beide sagen: „Diese Gespräche waren
nicht leicht. Aber es ist fair, den Spielern
ehrlich zu sagen, dass sie keine Perspektive
bei uns haben. Wir bemühen uns um gute
Lösungen für beide Seiten.“
Von Frank
Ziemke (HNA-Sportredaktion, 08.06.2010)
Auch
Stürmer Thomas Brechler verlässt
den KSV
Kassel. In
seinen Bemühungen, den Kader für
die kommende Saison zusammenzubekommen, muss
Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel
noch einen Rückschlag verdauen.
Auch Stürmer
Thomas Brechler wird die Löwen verlassen.
Das bestätigte Trainer Mirko Dickhaut:
„Thomas hat mir gestern mitgeteilt,
dass er zum VfR Aalen wechseln wird. Das ist
schade, wir hätten ihn gerne behalten.“
Brechler war vor der Saison aus Wolfsburg
zum KSV gewechselt, überzeugte mit insgesamt
11 Saisontreffern und einigen wichtigen Joker-Toren.
Nach Marcel
Stadel, Kevin Wölk, Tobias Wolf und Markus
Unger ist Brechler der fünfte Akteur,
den die Löwen gerne behalten hätten,
aber nicht halten konnten.
HNA-Sportredaktion,
08.06.2010
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