HOME
News
Regionalliga
Verbandsliga
Vereinsbilanz
Hall of Fame
Spielerarchiv
Trainerarchiv
Saisonarchiv
Auestadion
Hessenlöwe
LINKS
IMPRESSUM

Regionalliga Süd, Saison 2009/10
Presse

KSV plant ohne Quartett

Kassel. Jens Rose hatte es vor einigen Wochen im Interview mit unserer Zeitung bereits angekündigt: „Vielleicht war es bei uns zu kuschelig“, hatte der Vorstands-Vorsitzende des KSV Hessen Kassel damals erklärt und einen personellen Umbruch angekündigt. Dass die Zeiten beim Fußball-Regionalligisten härter werden, bekommt nun auch ein Quartett zu spüren, das trotz bestehenden Vertrages in den Planungen für die erste Mannschaft keine Rolle mehr spielen soll.

Keim als Co-Trainer?

Wobei zumindest einer der vier Betroffenen eine reizvolle Alternative angeboten bekommt. Christoph Keim soll weiter mittrainieren, in der Reserve spielen, in erster Linie aber Mirko Dickhaut als Co-Trainer unterstützen. „Er ist ein gradliniger Typ, der zum Verein gehört“, sagt Vorstandsmitglied Thorsten Schönewolf. Sollte Keim zustimmen, würde sein Vertrag auf zwei Jahre verlängert.

Keim selbst zögert aber noch. „Ich bin 29, ich würde auch gerne noch höherklassig spielen“, sagt er. Umgekehrt hat ihm die zweite schwere Knieoperation im Winter zu denken gegeben: „Ich spiele jetzt seit sieben Jahren hier, habe mich immer durchbeißen müssen. Ich kann mir auch gut vorstellen, den nächsten Schritt Richtung Trainerarbeit zu machen.“ Ein paar Tage Bedenkzeit hat er sich noch erbeten.

Bereits bekannt war, dass der KSV nicht mehr mit Sebastian Busch plant. Der Mittelfeld-Rackerer hat zwar noch einen Vertrag über zwei Jahre, wird aber mit dem OSC Vellmar und auch mit dem FSC Lohfelden in Verbindung gebracht. Busch selbst möchte sich nicht äußern: „Meine Zukunft ist völlig offen“, sagt er. Ebenfalls nach Vellmar könnte es für Nachwuchsmann Philipp Bruns gehen, der wie Busch kaum Einsatzzeiten hatte. In beiden Fällen sind die Löwen vermittelnd tätig.

Anders sieht es dagegen bei Harez Habib aus. Der Mittelfeldspieler kam in der abgelaufenen Saison immerhin auf 29 Einsätze. Seine Ausmusterung ist ein echter Härtefall. „Ich war schon überrascht. Im letzten Jahr bekomme ich einen Vertrag für zwei Jahre mit der Option Dritte Liga, nun will man mich nicht mehr“, sagt Habib, aber auch: „Ich bin da ganz unaufgeregt.“ Der 28-Jährige hat zwar Angebote außerhalb der Region, will aber bleiben, weil er sein Studium der Sozialwissenschaften in Göttingen demnächst abschließen wird. Deshalb möchte er seinen Vertrag erfüllen: „Ich werden zum Training erscheinen und versuchen, mich anzubieten. Im Fußball ändern sich Dinge ja manchmal sehr schnell.“

Bleibt die Frage, ob das Vorgehen der Löwen, Spielern mit Vertrag den Abschied nahezulegen, nicht äußerst ungewöhnlich ist. Schönewolf und Dickhaut sehen das anders. Beide sagen: „Diese Gespräche waren nicht leicht. Aber es ist fair, den Spielern ehrlich zu sagen, dass sie keine Perspektive bei uns haben. Wir bemühen uns um gute Lösungen für beide Seiten.“

Von Frank Ziemke (HNA-Sportredaktion, 08.06.2010)

Auch Stürmer Thomas Brechler verlässt den KSV

Kassel. In seinen Bemühungen, den Kader für die kommende Saison zusammenzubekommen, muss Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel noch einen Rückschlag verdauen.

Auch Stürmer Thomas Brechler wird die Löwen verlassen. Das bestätigte Trainer Mirko Dickhaut: „Thomas hat mir gestern mitgeteilt, dass er zum VfR Aalen wechseln wird. Das ist schade, wir hätten ihn gerne behalten.“ Brechler war vor der Saison aus Wolfsburg zum KSV gewechselt, überzeugte mit insgesamt 11 Saisontreffern und einigen wichtigen Joker-Toren.

Nach Marcel Stadel, Kevin Wölk, Tobias Wolf und Markus Unger ist Brechler der fünfte Akteur, den die Löwen gerne behalten hätten, aber nicht halten konnten.

HNA-Sportredaktion, 08.06.2010