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Fronten
verhärten sich
Kassel. Jens
Rose und seine Mitstreiter lassen nicht locker.
In den Bemühungen, Einfluss auf eine
Neugestaltung der Fußball-Regionalliga
zu nehmen, kommt eine selbst einberufene Arbeitsgruppe
mit Vertretern mehrerer Klubs am Mittwoch
in Darmstadt zum zweiten Mal zusammen.
Der Vorstands-Vorsitzende
des KSV Hessen Kassel hatte mit seinem Vorschlag
für eine Liga der Traditionsvereine den
Stein ins Rollen gebracht.
Die damals
als Denkanstoß gedachte Idee ist mittlerweile
stark verändert, aber um einiges konkreter
geworden. „Wir werden beim Deutschen
Fußball-Bund einen Vorschlag für
die Neugestaltung der Vierten Liga einreichen.
Beim ersten Versuch sind wir nicht gefragt
worden. Nun wollen wir aktiv mitgestalten“,
sagt Rose.
Die Zahl
der Mitstreiter ist deutlich gestiegen. 24
Klubs aus den drei Staffeln haben ihre Unterstützung
zugesichert. Preußen Münster im
Westen ist ebenso dabei wie Darmstadt 98 und
Waldhof Mannheim oder der Ost-Klub FC Chemnitz.
Sie alle stehen vor allem hinter dem Anliegen,
der Flut von Reservemannschaften der Profivereine
Herr zu werden. „Es ist einfach kein
gerechter Wettbewerb“, sagt Rose, „anders
als wir müssen sich die Reserven ja nicht
einmal lizenzieren.“
Eigene Reserveliga?
Der Vorschlag,
der dem DFB wahrscheinlich vorgestellt werden
soll, sieht die Bildung einer Nord- und einer
Südgruppe vor. Dazu käme eine eigene
Reserve-Runde. Auf- und Abstieg sollen getrennt
voneinander geregelt werden. Das heißt:
Die schlechteste zweite Mannschaft der Dritten
Liga steigt ab, der beste Reserve-Viertligist
auf. So soll auch gesichert werden, dass die
Anzahl der Reserven in der Dritten Liga nicht
über vier steigt. Rose hofft, dass der
DFB, dessen Bundestag im Oktober über
eine Reform entscheidet, die Meinung der Regionalligisten
nicht ignorieren wird: „Wenn 24 Vereine
unzufrieden sind, dann muss der DFB doch zuhören.“
Allerdings:
Rolf Hocke aus Wabern, Vize-Präsident
des Deutschen Fußball-Bundes, dämpft
die Erwartungen. Eine eigene Liga für
die Reserveteams hält er für illusorisch,
denn: Auch die Deutsche Fußball-Liga
hat bei der Umgestaltung der Regionalligen
ein Wörtchen mitzureden – und damit
auch die mächtigen Bundesligisten. Die
aber wollen gerade, dass ihre zweiten Mannschaften,
die mit jungen Spielern unter 23 Jahren bestückt
sind, gegen erfahrene Teams gefordert werden.
Hocke bringt aber eine Herabsetzung der Altersgrenze
für Spieler der Reserveteams ins Gespräch.
Vom Tisch
indes ist laut Hocke die Idee, die Anzahl
der Regionalligen auf sechs zu erhöhen.
Dies hatte die Kommission, die sich über
eine Reform der Regionalliga Gedanken macht,
zuletzt angedacht. Während der WM wird
sich das DFB-Präsidium auf einer Sitzung
des Themas annehmen. In Pretoria dabei sein
wird dann auch Präsident Theo Zwanziger.
Von Frank
Ziemke und Florian Hagemann (HNA-Sportredaktion,
07.06.2010)
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