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Kein
neuer Vertrag für Lamczyk
Kassel. „Nein“,
sagt Dennis Lamczyk, „das ist alles
nicht so gelaufen, wie ich es mir vorgestellt
habe.“ Eineinhalb Jahre war der 23-Jährige
beim Fußball-Regionalligisten KSV Hessen
Kassel die Nummer eins im Tor. Unumstritten.
Lamczyk,
2007 aus Schalke gekommen und zunächst
die Nummer zwei hinter Oliver Adler, spielte
meist souverän, überzeugte durch
Reaktionen und seine körperliche Präsenz
im Strafraum.
Nach seiner
ersten Saison als Stammtorhüter wurde
er bereits als Kandidat für höhere
Aufgaben gehandelt. Nun, am Ende der zweiten
Saison, steht er stattdessen zunächst
ohne Job da.
„Der
Verein hat mir vor dem letzten Spiel in Weiden
mitgeteilt, dass er ohne mich plant“,
bestätigt Lamczyk.
Überraschend
kam das für ihn nicht mehr. Nach der
Zehenverletzung zu Beginn der Rückrunde
hatte er sich den Stammplatz mit dem stark
aufspielenden Tobias Wolf teilen müssen,
später gab es Gerüchte, er sei dem
Klub zu teuer.
„Ein
Verein muss auch wirtschaftlich denken. Das
verstehe ich“, sagt Lamczyk. Frustriert
ist er trotzdem: „Über Finanzen
hat mit mir niemand geredet. Das zeigt mir,
dass man mich einfach nicht mehr wollte.“
Verstehen
kann er das nicht, schließlich habe
er sich nichts zu Schulden kommen lassen:
„Ich habe hier immer professionell gearbeitet.“
Das bestätigt auch Mirko Dickhaut. „Eineinhalb
Jahre waren wir sehr zufrieden. Wir gehen
ja auch nicht im Streit auseinander“,
sagt der Trainer. Aber er sagt auch: „Zuletzt
hat es halt nicht mehr so gepasst.“
Aus dem
Trainingsalltag und auch spielerisch habe
es Gründe gegeben für eine Entscheidung,
sich zu trennen. „Wir haben jeden Spieler
mit Blick auf das kommende Jahr unter die
Lupe genommen, weil wir Veränderung wollen“,
sagt der Trainer. Dabei sei eben herausgekommen,
dass auch auf der Position des Torhüters
ein neues Gesicht gesucht werden soll.
Frank Ziemke
(HNA-Sportredaktion, 04.06.2010)
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