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Löwen
holen Koitka aus Vaduz
Kassel. Harmonie
trotz sportlicher Misserfolge und finanzieller
Probleme: Die Jahreshauptversammlung des Fußball-Regionalligisten
KSV Hessen Kassel verlief gestern Abend in
freundlicher Atmosphäre.
Beifall für
alle Berichte, einstimmige Entlastung für
Vorstand und Aufsichtsrat und als Bonbon ein
weiterer Neuzugang. Vorstandsvorsitzender
Jens Rose präsentierte 147 Mitgliedern
im prallgefüllten Saal des Klubshauses
"Bei Eppo" den vierten Neuzugang
für die kommende Saison. Kai Koitka heißt
er und spielte zuletzt mit dem Liechtensteiner
Klub FC Vaduz in der zweiten Schweizer Liga.
Das Fußball-Talent
erbte der Offensiv-Allrounder, der im Mittelfeld
und Sturm eingesetzt werden kann, von seinem
Vater Jupp Koitka.
Der stand
in der Bundesliga unter anderem für den
Hamburger SV und Wattenscheid zwischen den
Pfosten. KSV-Trainer Mirko Dickhaut freut
sich auf den 28-Jährigen, der auch schon
in Wattenscheid, beim MSV Duisburg und in
Braunschweig spielte. "Er kann im vorderen
Bereich sehr nützlich für uns werden.
Er ist ein Spieler, der auf mehreren Positionen
einsetzbar und zudem überaus schussstark
ist."
Der verpasste
Drittliga-Aufstieg der Löwen hat sich
auch beim Kassensturz bemerkbar gemacht: Laut
Vorstandsmitglied Klaus Schüttler hat
der Jahresbericht von 2009 ein Defizit von
rund 250.000 Euro aufgewiesen.
Demzufolge
geht der KSV mit einer vorsichtigen Etatplanung
in Höhe von zwei Millionen Euro in die
kommende Saison. In der nächsten Spielzeit
sollen Mehreinnahmen durch die dann eröffnete
neue Haupttribüne und zwei Freundschaftsspiele
gegen Bundesligisten reingeholt werden, um
das entstandene Etatloch auszugleichen.
Eine weitere
wichtige Änderung gibt es im Vorstand,
der durch den Aufsichtsrat am 1. Juli neu
bestellt wird: Der Aufsichtsratsvorsitzende
Christian Kropf kündigte bis zum Jahresende
die Einstellung eines hauptamtlichen Geschäftsführers
an. Damit wird eine Vorgabe des DFB erfüllt.
Namen wurden aber noch nicht genannt.
frz (HNA-Sportredaktion,
27.05.2010)
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