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Keiner
so konstant wie Stadel
Kassel. Das
letzte Heimspiel ist gespielt, die Saison
fast beendet. Fußball-Regionalligist
hat sein Ziel, den Aufstieg in die Dritte
Liga, deutlich verpasst. Beim Personal steht
deshalb ein deutlicher Umbruch bevor. Wir
bewerten die Spieler in einer - vor dem letzten
Spieltag nicht ganz vollständigen - Saison-Einzelkritik.
Wer hat sein Soll erfüllt? Wer kann mehr?
Und vor allem: Wer sollte bleiben?
DENNIS LAMCZYK
(24 Spiele/ 0 Tore)
Lange Zeit als Torhüter Nummer eins unumstritten
- und das zu Recht. Stark auf der Linie, immer
präsent. Dann kam die Zehenverletzung,
eine längere Pause als geplant und plötzlich
war Lamczyk einer der Verlierer dieser Saison.
Eine Zukunft in Kassel scheint unwahrscheinlich.
TOBIAS WOLF
(9/0)
Rückte durch Lamczyks Verletzung in den
Blickpunkt und nutze seine Chance. Wirkte
überraschend abgeklärt. Bärenstark
seine Spieleröffnung in Abschlägen
und Abwürfen. So schnell, wie er in den
Blickpunkt geriet, ist er aber auch schon
weg, Wolf wechselt nach Offenbach.
SEBASTIAN
GUNDELACH (30/2)
Starke Saison des rechten Außenverteidigers,
nicht nur wegen seiner gefährlichen langen
Einwürfe. Gundelach zeigte meist Zweikampfstärke
und Einsatzwillen. Sollte deshalb ein Löwe
bleiben.
MENTOR LATIFI
(23/2)
Was für ein Auf und Ab. Der Innenverteidiger
war mal solide, dann ein Unsicherheitsfaktor
und - vor allem in den letzten Wochen - auch
richtig stark. Seine Kopfballstärke spricht
für, seine Schwäche im Aufbau gegen
ihn. Chancen, zu bleiben stehen 50:50.
MARCEL STADEL
(32/4)
Keiner war in dieser Saison so konstant wie
Stadel. Stark im Stellungsspiel wie im Zweikampf.
Und wenn er sich nach vorne einschaltet, dann
wird es oft gefährlich. Kein Wunder,
dass Stadel aufsteigt: Er wechselt nach Offenbach,
was dem KSV richtig weh tut.
MICHAEL
ZEPEK (16/1)
Einer der großen Pechvögel. Wegen
einer Knieverletzung nur 16 Einsätze,
die aber allesamt sehr solide waren. Zepek
hat noch einen Vertrag.
FLORIAN
HEUSSNER (27/0)
Der stets für seine überragende
Fitness gelobte Außenverteidiger machte
noch nicht den Sprung, den man sich von ihm
erhofft hatte. Wirkte einfach noch nicht stabil
genug. Hat aber noch Potenzial, einen Vertrag
und eine weitere Chance verdient.
STEFAN MARKOLF
(16/0)
Der Neuzugang war häufig verletzt, was
aber nicht über eine enttäuschende
Saison hinwegtäuschen kann. Von einem
Spieler seiner Qualität und seiner Vita
wird einfach mehr erwartet als solide Auftritte
in der Defensive. Zukunft: Eher ungewiss.
CHRISTOPH
KEIM (13/1)
Noch ein dauerverletzter Pechvogel. Der Allrounder
kam nur auf 13 Einsätze. Hat noch einen
Vertrag, aber ob er in der ersten Mannschaft
noch eine Rolle spielen kann?
ENRICO GAEDE
(31/10)
Zehn Tore als defensiver Mittelfeldspieler.
Das sagt eigentlich alles über den Kapitän.
Gaede ist trotz einiger schwächerer Auftritt
in der Hinrunde die Schaltstation schlechthin
im KSV-Spiel. Unverzichtbar. Deshalb bleibt
er auch für drei weitere Jahre.
MARKUS UNGER
(21/5)
Ein überwiegend gelungener Kurzauftritt.
Sein Wechsel nach Braunschweig ist ein Verlust,
denn Unger war trotz kleiner Verletzungen
neben Gaede ein zusätzlicher Stabilisations-Faktor.
HAREZ HABIB
(28/0)
In seinem zweiten Jahr beim KSV eher ein Rückschritt.
Habibs Schwächen im Defensiv-Zweikampf
sind bekannt. Seine Stärken in der Offensive
aber, die ließ er viel zu oft vermissen.
Blieb ohne Tor. Hat noch einen Vertrag.
SEBASTIAN
BUSCH (4/0)
Kam kaum noch zum Zug. Hat noch einen Vertrag
über zwei Jahre, spielt in den Planungen
für die Erste aber keine Rolle mehr.
Die Frage ist, ob „Buschi“ in
der Reserve bleibt oder wechselt.
RENÉ
OCHS (33/3)
Der Flügelflitzer war nicht mehr so effektiv
wie im Vorjahr. Er hatte es aber auch schwerer.
Wurde vom Gegner meist gedoppelt und erhielt
vom anderen Flügel wenig Unterstützung.
Trotzdem: Ochs bleibt ein Unruheherd. Vertrag
zu Recht verlängert.
KEVIN WÖLK
(31/11)
Der Spielmacher glänzte mit traumhaften
Freistoß-Toren und tollen Zuspielen.
Schaffte diesmal mehr Gelbe Karten (12) als
Tore (11). Auch wenn er in einigen Phasen
des Spiels mal ganz untertaucht: Wölk
ist der kreative Spieler schlechthin beim
KSV. Sollte deshalb möglichst bleiben.
DENNIS TORNIEPORTH
(26/2)
Blieb ganz weit hinter den Erwartungen zurück.
Anfangs galt noch die Verletzung aus der Schlussphase
der Vorsaison als Ursache. Kämpfte sich
nicht energisch aus dem Tief. Muss deshalb
zurecht gehen.
DANIJEL
GATARIC (11/0)
Kam als günstiger Neuzugang in der Winterpause.
Die guten Eindrücke im Trainingslager
konnte er im Spiel aber selten bestätigen.
Fraglich, ob er noch eine Chance kriegt.
THORSTEN
BAUER (31/9)
Nein, das war nicht die Saison des Torjägers.
Verschossene Elfmeter, vergebene Chancen.
Litt aber auch unter mangelnder Unterstützung
von den Außen. Und: Bauer erwies sich
als perfekter Team-Spieler, der stets kämpfte
und Lücken für die Mitspieler riss.
Hat noch zwei Jahre Vertrag.
THOMAS BRECHLER
(26/8)
Der Mann für die Joker-Tore. Neuzugang
Brechler sicherte dem KSV manchen Punkt. Auch
wenn ihm spielerisch noch einiges fehlt eine
starke erste Saison. Eine zweite sollte folgen.
AUSSERDEM
EINGESETZT
Pascal Formann (2/0), Dennis Joedecke (4/0),
Philipp Bruns (2/0), Moritz Murawski (1/0),
Manuel Pforr (3/0), Mario Kilian (1/0), Daniel
Spieth (1/0). Joedecke, Pforr und Kilian besitzen
einen Vertrag für die nächste Saison,
Spieth wechselte im Winter nach Vellmar.
Von Frank
Ziemke (HNA-Sportredaktion, 26.05.2010)
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