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Regionalliga Süd, Saison 2009/10
Presse

Ein neuer Mayer für den KSV

KSV Hessen verpflichtet Andreas Mayer aus Ulm - Heute letztes Heimspiel.

Kassel. Die Versuchung ist groß, an dieser Stelle zu schreiben: Andreas Mayer wieder bei den Löwen! Das wäre richtig und falsch zugleich - in jedem Fall aber irreführend. Fakt ist: Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel hat Andreas Mayer verpflichtet. Andreas Mayer ist aber nicht der Andreas Mayer, der als Dirigent im Mittelfeld des KSV zwischen 2001 und 2003 zum Publikumsliebling wurde und zuletzt beim VfB Süsterfeld aktiv war. Andreas Mayer ist 29 Jahre alt und kommt vom SSV Ulm. Was er außer dem Namen gemeinsam hat mit seinem Vorgänger: Auch der neue Andreas Mayer spielt im Mittelfeld.

„Ich freue mich, dass wir so einen Spieler für Kassel gewonnen haben. Ich habe das Gefühl, dass er super zu uns passt", sagt Trainer Mirko Dickhaut. „Er ist vielseitig einsetzbar, kann defensiv wie offensiv spielen, rechts und links", beschreibt Vorstandsmitlied Thorsten Schönewolf die Qualitäten der zweiten Neuverpflichtung nach dem Baunataler Jarek Matys. „Er ist der Spieler, den wir brauchen, weil er auf und neben dem Platz eine Führungspersönlichkeit ist." Durch die Verpflichtung soll auch die Lücke geschlossen werden, die der Wechsel von Markus Unger nach Braunschweig gerissen hat. Das ist eine der Aufgaben, die ihm der Klub zugedacht hat. „Allerdings wird er sie nicht eins zu eins kompensieren", sagt Dickhaut.

Mayer selber freut sich auf Kassel. „Die Mannschaft hat großes Potential, aufzusteigen. Ich freue mich auf die Kulisse und das umgebaute Stadion", sagt er. „Mir ist es egal, in welcher Liga ich spiele, Hauptsache, es stimmt in der Mannschaft", ergänzt der 29-Jährige, der auch Angebote aus der dritten Liga hatte. Das große Engagement des Vereins habe letztendlich den Ausschlag gegeben.

Mayer war in seiner bisherigen Laufbahn überwiegend bei drei Klubs aktiv: neben Ulm beim VfR Aalen und in Hoffenheim. Bei der TSG feierte er mit dem Aufstieg in die zweite Bundesliga seinen größten Erfolg. Allerdings konnte er sich dann nicht durchsetzen und wechselte nach Aalen. Dort gab es den einzigen Bruch seiner Laufbahn: Nach einem Trainingsstreit mit Mitspieler Zouhair Bouadoud wurde der Mittelfeldspieler suspendiert, wechselte zu Kickers Emden und zurück nach Ulm, wo er in dieser Saison als Stammspieler sieben Tore erzielte. Die Planungen für die kommende Spielzeit nehmen beim KSV vor dem letzten Heimspiel gegen den SV Wehen-Wiesbaden II (heute, 14 Uhr, Auestadion) also Formen an.

Von Frank Ziemke (HNA-Sportredaktion, 22.05.2010)