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Ein
neuer Mayer für den KSV
KSV Hessen
verpflichtet Andreas Mayer aus Ulm - Heute
letztes Heimspiel.
Kassel. Die Versuchung ist
groß, an dieser Stelle zu schreiben:
Andreas Mayer wieder bei den Löwen! Das
wäre richtig und falsch zugleich - in
jedem Fall aber irreführend. Fakt ist:
Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel
hat Andreas Mayer verpflichtet. Andreas Mayer
ist aber nicht der Andreas Mayer, der als
Dirigent im Mittelfeld des KSV zwischen 2001
und 2003 zum Publikumsliebling wurde und zuletzt
beim VfB Süsterfeld aktiv war. Andreas
Mayer ist 29 Jahre alt und kommt vom SSV Ulm.
Was er außer dem Namen gemeinsam hat
mit seinem Vorgänger: Auch der neue Andreas
Mayer spielt im Mittelfeld.
„Ich freue mich, dass
wir so einen Spieler für Kassel gewonnen
haben. Ich habe das Gefühl, dass er super
zu uns passt", sagt Trainer Mirko Dickhaut.
„Er ist vielseitig einsetzbar, kann
defensiv wie offensiv spielen, rechts und
links", beschreibt Vorstandsmitlied Thorsten
Schönewolf die Qualitäten der zweiten
Neuverpflichtung nach dem Baunataler Jarek
Matys. „Er ist der Spieler, den wir
brauchen, weil er auf und neben dem Platz
eine Führungspersönlichkeit ist."
Durch die Verpflichtung soll auch die Lücke
geschlossen werden, die der Wechsel von Markus
Unger nach Braunschweig gerissen hat. Das
ist eine der Aufgaben, die ihm der Klub zugedacht
hat. „Allerdings wird er sie nicht eins
zu eins kompensieren", sagt Dickhaut.
Mayer selber freut sich auf
Kassel. „Die Mannschaft hat großes
Potential, aufzusteigen. Ich freue mich auf
die Kulisse und das umgebaute Stadion",
sagt er. „Mir ist es egal, in welcher
Liga ich spiele, Hauptsache, es stimmt in
der Mannschaft", ergänzt der 29-Jährige,
der auch Angebote aus der dritten Liga hatte.
Das große Engagement des Vereins habe
letztendlich den Ausschlag gegeben.
Mayer war in seiner bisherigen
Laufbahn überwiegend bei drei Klubs aktiv:
neben Ulm beim VfR Aalen und in Hoffenheim.
Bei der TSG feierte er mit dem Aufstieg in
die zweite Bundesliga seinen größten
Erfolg. Allerdings konnte er sich dann nicht
durchsetzen und wechselte nach Aalen. Dort
gab es den einzigen Bruch seiner Laufbahn:
Nach einem Trainingsstreit mit Mitspieler
Zouhair Bouadoud wurde der Mittelfeldspieler
suspendiert, wechselte zu Kickers Emden und
zurück nach Ulm, wo er in dieser Saison
als Stammspieler sieben Tore erzielte. Die
Planungen für die kommende Spielzeit
nehmen beim KSV vor dem letzten Heimspiel
gegen den SV Wehen-Wiesbaden II (heute, 14
Uhr, Auestadion) also Formen an.
Von Frank
Ziemke (HNA-Sportredaktion, 22.05.2010) |