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Verkraftet
der KSV den Schock?
Kassel. Sie
hatten angekündigt, dass es nun, nach
dem schmerzhaften Pokal-Aus, schnell vorangehen
solle mit den Personalplanung. Doch die erste
Personalie, die feststeht, tut dem KSV Hessen
Kassel eher weh: Markus Unger wird den Fußball-Regionalligisten
verlassen. Der Mittelfeldspieler wechselt
zum Drittligisten Eintracht Braunschweig.
„Leider“, sagt Trainer Mirko Dickhaut,
der gerne weiter auf Unger gebaut hätte,
„aber so ist das Geschäft. Diese
Chance hat er verdient.“
Das Geschäft
ist auch so, dass die Löwen nach der
1:2-Niederlage gegen die Offenbacher Kickers
nun noch drei Pflichtaufgaben in der Liga
zu absolvieren haben. Am Samstag geht es zu
den Stuttgarter Kickers (14 Uhr). Wetten auf
den Ausgang dieser Partie werden wahrscheinlich
sehr einseitig gehandelt. Es könnte gut
auf ein Unentschieden hinauslaufen. Denn Löwen
(13) und Kickers (14) bringen es zusammen
aus 27 Unentschieden. Keine Überraschung
ist deshalb das Ergebnis aus dem Hinspiel.
Die Partie endete, wenn wundert’s, Unentschieden.
0:0, um genau zu sein.
Mirko Dickhaut
sieht aber keine Gefahr, dass sein Team die
Saison nun einfach austrudeln lassen könnte.
„Wir wollen immer noch Platz zwei“,
sagt er. Allerdings fürchtet er Nachwirkungen
der Niederlage gegen Offenbach: „Ich
hoffe, wir bekommen das irgendwie aus den
Köpfen.“ Nach dem bitteren Aus
mit dem Gegentreffer in der Nachspielzeit
hat er der Mannschaft zwei Tage frei gegeben.
Zum Ausschnaufen. Ob es gelingt?
OFC will
Stadel
„Ich
hätte fast lieber 0:3 verloren und wäre
chancenlos gewesen. Das hätte nicht so
weh getan“, erklärt Thorsten Bauer.
Der Stürmer hat als zusätzliche
schmerzende Erinnerung an das Spiel in Fulda
noch ein blaues Auge davon getragen.
Das Hessenduell
könnte noch weitreichendere Folgen haben.
Nach Zweitligist Rotweiß Oberhausen
haben nun auch die Offenbacher Interesse an
Abwehrspieler Marcel Stadel angemeldet. Mirko
Dickhaut bestätigt das, will Stadel aber
auf keinen Fall kampflos ziehen lassen. „Ich
hatte ein Gespräch mit Marcel und habe
ihm gesagt, dass ich ihn auf jeden Fall halten
will. Hier ist er ein fester Bestandteil.
Entscheidend wird wohl sein, ob er diese Perspektive
auch bei einem anderen Klub hat.
Mehr noch als der Sport wird beim KSV in den
kommenden Tagen und Wochen die Personalfragen
im Mittelpunkt stehen. Viele Fragen sind offen.
So auch die des Torhüters für die
nächste Spielzeit. In Stuttgart kann
noch einmal Dennis Lamczyk seine Visitenkarte
abgeben.
Danijel
Gataric wird dazu keine Gelegenheit mehr haben.
Nach seinem Platzverweis in Aalen wurde der
Winter-Neuzugang für drei Spiele gesperrt.
Die Saison ist damit für ihn gelaufen.
Eine Rotsperre gibt es auch bei den Gastgebern:
Stuttgart fehlt in Mijo Tunjic der erfolgreichste
Torschütze (19 Treffer).
Von Frank
Ziemke (HNA-Sportredaktion, 12.05.2010)
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