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Weg bis zur Reform
Kassel. In
die Diskussion um die Neugestaltung der Fußball-Regionalligen
kommt Bewegung – der Weg zu einer Lösung,
mit der alle Beteiligten leben können,
ist aber noch weit. Hermann Korfmacher, im
Deutschen Fußball-Verband für den
Amateurfußball zuständig, trat
am Dienstag mit dem Vorschlag an die Öffentlichkeit,
aus bisher drei Staffeln sechs zu machen (wir
berichteten). Begründung: So werde die
Anzahl der Reserve-Teams verteilt auf drei
bis vier pro Gruppe. Die regionale Begrenzung
soll zu zu einer Kostenreduzierung führen.
Knackpunkt
Aufstieg
Verwunderlich an dem Vorschlag: Die Meister
der einzelnen Gruppen müssten noch die
drei Aufsteiger ausspielen. Gerade die mangelnde
sportliche Perspektive war einer der Hauptkritikpunkte,
mit denen auch Jens Rose, Präsident des
KSV Hessen Kassel, öffentlich eine Reform
der gerade einmal zwei Jahre alten Regionalliga
gefordert hatte.
Bisher brachte
Platz eins den Aufstieg, schon Platz zwei
war sportlich nichts mehr wert. Durch den
neuen Vorschlag würde nicht einmal mehr
Platz eins sicher den Aufstieg bedeuten. Rolf
Hocke, DFB-Vizepräsident aus Wabern,
relativiert die Sache allerdings. „Das
ist nur ein erstes Denkmodell“, sagt
der Nordhesse, „das jetzt schon zu beurteilen,
wäre viel zu früh.“ Hocke
erklärt: „Die Auf- und Abstiegsfrage
ist sicher einer der Knackpunkte. Das ist
noch längst nicht zu Ende gedacht.“
Rose für
Reduzierung
Der Verband
plane auch, so Hocke, den Traditionsvereinen
den Wettbewerb zu erleichtern. Neben der Kostenreduzierung
werde über Änderungen bei den Reserven
der Profiklubs nachgedacht. So könnte
es sein, dass die Altersbegrenzung zukünftig
von U 23 auf U 21 herabgesetzt werde. Zudem
soll die Anzahl der Spieler reduziert werden.
„Es gab ja Teams, die haben bis zu 30
Spieler eingesetzt“, so Hocke.
Für
Jens Rose gehen die Vorschläge in die
völlig falsche Richtung. Zusammen mit
anderen Vertretern der Liga wird der KSV-Boss
dem Verband einen eigenen Vorschlag unterbreiten.
Der wird in die gegenteilige Richtung gehen
und sieht eine Reduzierung der Staffeln vor.
Und vor allem: eine eigene Staffel für
die Reserveteams. Hier aber liegt der Streitpunkt.
„Die Profivereine werden energisch dagegen
sein“, weiß Rose. Wie gesagt:
Der Weg zur Reform der kranken Regionalliga
ist weit.
Von Frank
Ziemke (HNA-Sportredaktion, 12.05.2010)
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