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Tornieporth
muss gehen
Kassel. Die
Nachricht überrascht nicht: Fußball-Regionalligist
KSV Hessen Kassel wird den Vertrag mit Dennis
Tornieporth nicht verlängern. Das teilte
Trainer Mirko Dickhaut gestern mit. Der 27
Jahre alte Mittelfeldspieler muss sich damit
nach zwei Jahren bei den Löwen einen
neuen Verein suchen.
Das ist das
Ergebnis der zuletzt nur noch mäßigen
Leistungen Tornieporths. Sie gipfelten in
der Roten Karte am Samstag gegen die zweite
Mannschaft des SC Freiburg. Tornieporth war
in der 77. Minute eingewechselt worden –
und wurde in der Nachspielzeit nach einem
sehr harten Einsteigen des Feldes verwiesen.
Damit verlässt
einer den KSV, der noch in der vergangenen
Saison für den neuen, den erfrischenden
Fußball der Löwen stand und sich
nach seiner Ankunft aus Emden sehr schnell
in die Herzen der Fans spielte. Dennis Tornieporth
auf der einen Seite und René Ochs auf
der anderen Seite sorgten für viel Wirbel
und Gefahr beim Gegner. Der Mann aus dem Norden
war gesetzt – und eigentlich nicht wegzudenken
aus dem Team, das am Ende knapp den Aufstieg
verfehlte.
Doch dann
folgte Tornieporths persönlicher Leidensweg:
Er verletzte sich am drittletzten Spieltag
der vergangenen Saison beim 3:4 gegen die
Reserve von 1860 München am Knie. Die
Vorbereitung auf die neue Serie konnte er
nicht beschwerdefrei absolvieren. Trainer
Dickhaut führt dies heute als Hauptgrund
dafür an, warum Tornieporth in dieser
Saison nicht wirklich in Schwung gekommen
ist. „Er hat nie so richtig die Kurve
bekommen“, sagt Dickhaut.
Aus dem
Stammspieler wurde ein Wackelkandidat, aus
dem Wirbelwind ein laues Lüftchen. Nur
noch selten zeigte er, zu was er fähig
ist – wie etwa beim 5:2-Erfolg zuhause
gegen Pfullendorf oder beim 3:1 gegen Weiden.
Doch gute Leistungen blieben die Ausnahme.
Auch neben dem Platz ließ er es an Souveränität
vermissen: Interviewanfragen blockte er zuletzt
stets ab.
Wieder in
den Norden?
Wohin sein
Weg führen wird, ist unklar – womöglich
wieder in den Norden. Dort kennt er viele
Vereine: Er stand schon bei Holstein Kiel
unter Vertrag, bei St. Pauli, Magdeburg und
bei Emden. Ob er zuvor noch einmal für
den KSV aufläuft, hängt auch von
der Länge der Sperre ab, die der Platzverweis
in Freiburg nach sich zieht.
So oder
so: Tornieporth ist der erste KSV-Spieler,
der definitiv keine Zukunft hat bei den Löwen.
Interessant ist, wie unterschiedlich die Entwicklungen
laufen: Mentor Latifi, ebenfalls ein Wackelkandidat,
darf sich nach zuletzt guten Leistungen wieder
Hoffnung machen auf eine Vertragsverlängerung.
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Bereits morgen bestreitet der KSV sein Heimspiel
gegen den 1. FC Nürnberg II. Anpfiff
im Auestadion: 19 Uhr.
Von Florian
Hagemann (HNA-Sportredaktion, 03.05.2010)
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