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Es
geht um die Verträge
Kassel. Nach
dem Pokalerfolg nun wieder Liga-Alltag. Fußball-Regionalligist
KSV Hessen empfängt am Samstag (14 Uhr,
Auestadion) den SSV Reutlingen. Der 3:1-Sieg
in Flieden, der den Einzug ins Finale des
Hessenpokals brachte, soll den Gastgebern
helfen, auch in der Meisterschaft den Weg
aus der Krise zu finden. Fragen und Antworten
rund um die Partie.
? Wird Mirko
Dickhaut aus der Pleite bei Schlusslicht Alzenau
weiter personelle Konsequenzen ziehen?
! Davon ist auszugehen. Der Pokalerfolg gegen
einen Sechstligisten war wichtig, aber noch
nicht genug als Wiedergutmachung. In Flieden
saßen Mentor Latifi, Dennis Tornieporth
und Danijel Gataric auf der Bank, nur Neuzugang
Gataric wurde eingewechselt. Auch am Samstag
ist mit Latifi und Tornieporth in der Startelf
nicht zu rechnen. Trainer Dickhaut sagt aber:
„Sie sind nicht abgeschrieben, aber
sie müssen sich neu beweisen.“
? Wird die Schlussphase der
Saison nur noch zum Experimentieren benutzt?
! Nein, die Löwen schreiben die Saison
nicht ab. „Jetzt ist Charakter gefragt.
Es geht um die Ehre“, erklärt Dickhaut
bestimmt, fordert von seiner Mannschaft ganz
klar einen Heimsieg. Der Trainer wird in den
nächsten Wochen einigen jungen Spielern
mehr Chancen geben - das aber in Maßen.
Das Team soll nicht komplett umgekrempelt
werden, weiter wettbewerbsfähig bleiben.
So wie am Dienstag Dennis Joedecke werden
auch Philipp Bruns und Manuel Pforr Spielzeit
bekommen. Am Samstag könnte zudem mit
Moritz Morawski ein A-Jugendlicher im Kader
stehen.
? Wie sieht die Personallage
beim KSV generell aus?
! Sie verschlechtert sich weiter. Am Donnerstag
hatte Dickhaut nur acht Feldspieler und zwei
Torhüter im Training. Spieler wie Gaede,
Ochs, Busch und Joedecke mussten zusätzlich
zu den Dauerverletzten geschont werden. Zumindest
sieht es aber so aus, als könnte dieses
Quartett am Wochenende dabei sein.
? Ist über die Sperre
für Torhüter Dennis Lamczyk bereits
entschieden worden?
!Ja. Der KSV hat gegen die ursprünglich
verhängte Sperre von drei Spielen Einspruch
eingelegt. Mit Erfolg. Sie wurde auf das Mindestmaß
von zwei Partien reduziert - was ja auch gut
in die Torhüter-Rotation der Löwen
passt.
?Sind von den Löwen
überhaupt noch engagierte Auftritte zu
erwarten?
!Davon sollte man ausgehen - denn sie sollten
im Eigeninteresse der Spieler liegen. „Es
geht jetzt um die Verträge“, sagt
Mirko Dickhaut in aller Deutlichkeit. Der
KSV wird am Saisonende einen tieferen Schnitt
bei seinem Personal machen. Wer noch dabei
sein will, der muss sich jetzt ins Zeug legen.
Dickhauts Forderung: „Die Jungs müssen
langsam merken, wie gut es ihnen hier gegangen
ist. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, dem
Verein etwas davon zurückzugeben.“
Von Frank Ziemke (HNA-Sportredaktion,
22.04.2010) |