HOME
News
Regionalliga
Verbandsliga
Vereinsbilanz
Hall of Fame
Spielerarchiv
Trainerarchiv
Saisonarchiv
Auestadion
Hessenlöwe
LINKS
IMPRESSUM

Regionalliga Süd, Saison 2009/10
Presse

Wer wird der Kapitän?

Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel sucht einen Kapitän, nachdem Thorsten Schönewolf seine Karriere nach der vergangenen Saison beendet hat.

Trainer Mirko Dickhaut will den Spielführer in der kommenden Woche während des Trainingslagers in Hofgeismar von seinem Team bestimmen lassen – "im Einklang mit mir", wie er das ausdrückt.
Konkret sieht das so aus: Zunächst wählen die Spieler den Mannschaftsrat, der aus drei Mitgliedern besteht. In der vergangenen Saison waren das Christoph Keim, Enrico Gaede und Thorsten Schönewolf. Aus dem Kreis dieses Rates geht dann auch der Kapitän durch Wahl hervor. Anschließend muss Dickhaut dann noch sein Okay geben.

Wie wichtig das Amt des Spielführers ist, zeigt ein Blick auf die vorletzte Saison, als der damalige Coach Matthias Hamann Denis Berger zum Kapitän bestimmte – und damit einen Akteur, der im Team kaum Akzeptanz besaß. Im Nachhinein wird dieser Entschluss als einer der größten Fehler Hamanns angesehen. Das Projekt mit Denis Berger scheiterte, Hamann musste gehen.
Wer aber kommt nun als Nachfolger Thorsten Schönewolfs infrage? Wer sind die heißesten Kandidaten für dieses Amt? Ein Überblick:

DENNIS LAMCZYK
Vorteil: Ist trotz seiner erst 22 Jahre eine erstaunlich gereifte Persönlichkeit, der nicht fremd ist, Verantwortung zu übernehmen. Der junge Vater ist zudem schon das dritte Jahr in Kassel und ein absoluter Leistungsträger.
Nachteil: Kann als Torwart nicht so umfassend auf seine Mitspieler und letztlich auch auf den Schiedsrichter einwirken, wie das einem Spielmacher in der Regel möglich sein sollte.

ENRICO GAEDE
Vorteil: Der 27-Jährige ist Dreh- und Angelpunkt im KSV-Spiel und von allen akzeptiert. Ihn schockt so schnell nichts. Hat Erfahrung gesammelt als Mitglied im Mannschaftsrat.
Nachteil: Er ist nach außen noch zu ruhig. Trotzdem gilt er als Favorit auf das Amt.

CHRISTOPH KEIM
Vorteil: Auch er ist für sein Alter von knapp 28 Jahren eine extrem starke Persönlichkeit und genießt den Bonus als Mann aus der Region, der eng mit dem KSV verbunden ist. Der Schwälmer nimmt die Dinge in die Hand: In der vergangenen Saison legte er höchst persönlich Einspruch gegen seine Gelb-Rote Karte in Heidenheim ein – mit Erfolg, der in solchen Angelegenheiten so wahrscheinlich ist wie zumindest ein Fünfer im Lotto. Hat auch schon Erfahrung als Mannschaftsrat.
Nachteil: Für Keim wird es schwer, einen festen Platz in der Mannschaft zu bekommen.

HAREZ HABIB
Vorteil: Tritt sehr selbstbewusst auf und stellt etwas dar – auf dem Platz und außerhalb davon. Der afghanische Nationalspieler ist intelligent und hat eine durchaus vermittelnde Art. Die hat der 27-Jährige zuletzt im Freundschaftsspiel gegen Tiflis bewiesen, als er als Kurzzeit-Kapitän Trainer Mirko Dickhaut darauf hinwies, dass der Schiedsrichter Spielmacher Kevin Wölk bei der nächsten Kleinigkeit vom Platz stellen würde.
Nachteil: Habib hat keinen Stammplatz.

KEVIN WÖLK
Vorteil: Ist als Spielmacher unbestritten und hat auf der extrem wichtigen Position seinen Stammplatz sicher. Hat eine klare Meinung und äußert sie auch.
Nachteil: Ist gerade was die Beziehung zu Schiedsrichtern angeht nicht der größte Diplomat. Muss im Umgang noch ein wenig disziplinierter werden, um als Kapitän infrage zu kommen.

THORSTEN BAUER
Vorteil: Er ist als Stürmer unumstritten und bei den Fans der Fußballgott. Bauer ist die Identifikationsfigur des KSV schlechthin – erst recht nach dem Karriereende Thorsten Schönewolfs.
Nachteil: Einen Nachteil gibt es eigentlich nicht. Es sei denn diesen: Er braucht kein Amt, um gehört zu werden. Er besitzt schon so genügend Autorität.

Von Florian Hagemann (HNA-Sportredaktion, 02.07.2009)