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<<< 33. Spieltag
Regionalliga Süd 2008/09, 34. Spieltag

SC Freiburg II - KSV Hessen Kassel

1:3 (0:1)

Samstag, 06.06.2009 - 14 Uhr
Möslestadion Freiburg

SC Freiburg II
KSV Hessen Kassel
Jürgen Rittenauer (46. Michael Müller)
Sandro Sirigu
Daniel Sereinig
Anis Bouziane
Daniel Williams
Michele Borrozzino (80. Michele Rinchiuso)
Gabriel Gallus
Daniel Caligiuri
Julien Matter
Rahman Soyudogru (70. Florian Hornig)
Felix Roth
Trainer: Marcus Sorg
Spielstatistik
Tore: 0:1 Habib (3.), 1:1 Gallus (60.), 1:2 Bauer (64.), 1:3 Ochs (73.) - Gelbe Karten: Williams, Gallus - Busch, Keim - Schiedsrichter: Robert Kempter (Sauldorf) - Zuschauer: 400
Spielbericht

Ein Abschied und zwei Debüts

Ein Auswärtssieg, der stimmungsvolle Abschied vom Kapitän und gleich zwei Torhüter-Debüts - Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel gelang ein versöhnlicher Saisonabschluss. Mit blitzsauberem Konterfußball setzte sich das Team von Mirko Dickhaut verdient mit 3:1 (1:0) beim SC Freiburg II durch. Weil Heidenheim gleichzeitig sein Heimspiel gegen Nürnberg verlor, fehlte den Löwen am Ende ein einziger Punkt am Aufstieg. Die Enttäuschung darüber war aber bereits unter der Woche verdaut worden.

So verschaffte der KSV vor allem seinem scheidenden Kapitän Thorsten Schönewolf, der im Breisgau sein 254. und letztes Spiel bestritt, ein letztes Erfolgserlebnis. "Der Capitano tritt ab" stand auf den knallroten T-Shirts zu lesen, die Spieler nach dem Schlusspfiff überstreiften. "Schön, dass wir noch einmal erfolgreich waren. Das freut alle für Thorsten", sagte Trainer Mirko Dickhaut.

Ebenfalls ein Dankeschön gab es für Torwarttrainer Michael Gibhardt. Er wurde in der 89. Minute für den tadellos haltenden Tobias Wolf eingewechselt. Für den 51-Jährigen, der die Trikotnummer 50 erhielt, war unter der Woche extra eine Spielgenehmigung beim DFB eingeholt worden.

Zum Spiel: Der KSV erwischte einen Blitzstart. Freiburg sammelte sich noch, als Thorsten Bauer in den Strafraum quer legte auf René Ochs. Der hätte selbst vollenden können, doch er leitete umsichtig weiter zu Hariz Habib - und der fackelte nicht lange, traf zur schnellen Führung. Freiburg, zuvor mit fünf Heimsiegen nacheinander, hatte fast die gesamte Spielzeit über mehr Ballbesitz, doch bauten die Breisgauer zu keinem Zeitpunkt richtig großen Druck auf das KSV-Tor auf. Der KSV war ballsicherer und kam nach schnellen Gegenstößen immer wieder zu aussichtsreichen Offensivaktionen. Kassel hatte ein deutliches Chancenplus und hätte "auch höher gewinnen können", wie Dickhaut sagte.

Nach der Halbzeitführung schienen die Gastgeber vehement ins Spiel zurückkommen zu wollen, doch Kassel hatte weiter die besseren Möglichkeiten: Bauer war etwas zu spät am Ball (53.), Enrico Gaede verzog (57.) vom Strafraumeck nur knapp und Habibs Schuss aus rund zehn Metern ging knapp drüber. Nach Freiburgs Ausgleich (Gallus, 60.) folgte die schnelle Antwort: Habib verlängerte per Kopf zu Bauer, und der Ligatorschützenkönig traf per Kopf zur erneuten Führung (64.). Den Schlusspunkt in der unterhaltsamen Partie setzte Ochs (70.), der die halbe SC-Abwehr narrte und flach zum 3:1 traf. "Die Jungs haben nach der Enttäuschung mit dem verpassten Aufstieg große Moral bewiesen", freute sich Dickhaut.

Nach der Partie ging es stimmungsvoll im ICE zurück nach Kassel. Und bereits am Sonntagmorgen startete die Mannschaft zur Abschlussfahrt nach Mallorca.

Uwe Rogowski (HNA-Sportredaktion, 07.06.2009)