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Ein
Abschied und zwei Debüts
Ein Auswärtssieg,
der stimmungsvolle Abschied vom Kapitän
und gleich zwei Torhüter-Debüts
- Fußball-Regionalligist KSV Hessen
Kassel gelang ein versöhnlicher Saisonabschluss.
Mit blitzsauberem Konterfußball setzte
sich das Team von Mirko Dickhaut verdient
mit 3:1 (1:0) beim SC Freiburg II durch. Weil
Heidenheim gleichzeitig sein Heimspiel gegen
Nürnberg verlor, fehlte den Löwen
am Ende ein einziger Punkt am Aufstieg. Die
Enttäuschung darüber war aber bereits
unter der Woche verdaut worden.
So verschaffte der KSV vor
allem seinem scheidenden Kapitän Thorsten
Schönewolf, der im Breisgau sein 254.
und letztes Spiel bestritt, ein letztes Erfolgserlebnis.
"Der Capitano tritt ab" stand auf
den knallroten T-Shirts zu lesen, die Spieler
nach dem Schlusspfiff überstreiften.
"Schön, dass wir noch einmal erfolgreich
waren. Das freut alle für Thorsten",
sagte Trainer Mirko Dickhaut.
Ebenfalls ein Dankeschön
gab es für Torwarttrainer Michael Gibhardt.
Er wurde in der 89. Minute für den tadellos
haltenden Tobias Wolf eingewechselt. Für
den 51-Jährigen, der die Trikotnummer
50 erhielt, war unter der Woche extra eine
Spielgenehmigung beim DFB eingeholt worden.
Zum Spiel: Der KSV erwischte
einen Blitzstart. Freiburg sammelte sich noch,
als Thorsten Bauer in den Strafraum quer legte
auf René Ochs. Der hätte selbst
vollenden können, doch er leitete umsichtig
weiter zu Hariz Habib - und der fackelte nicht
lange, traf zur schnellen Führung. Freiburg,
zuvor mit fünf Heimsiegen nacheinander,
hatte fast die gesamte Spielzeit über
mehr Ballbesitz, doch bauten die Breisgauer
zu keinem Zeitpunkt richtig großen Druck
auf das KSV-Tor auf. Der KSV war ballsicherer
und kam nach schnellen Gegenstößen
immer wieder zu aussichtsreichen Offensivaktionen.
Kassel hatte ein deutliches Chancenplus und
hätte "auch höher gewinnen
können", wie Dickhaut sagte.
Nach der Halbzeitführung
schienen die Gastgeber vehement ins Spiel
zurückkommen zu wollen, doch Kassel hatte
weiter die besseren Möglichkeiten: Bauer
war etwas zu spät am Ball (53.), Enrico
Gaede verzog (57.) vom Strafraumeck nur knapp
und Habibs Schuss aus rund zehn Metern ging
knapp drüber. Nach Freiburgs Ausgleich
(Gallus, 60.) folgte die schnelle Antwort:
Habib verlängerte per Kopf zu Bauer,
und der Ligatorschützenkönig traf
per Kopf zur erneuten Führung (64.).
Den Schlusspunkt in der unterhaltsamen Partie
setzte Ochs (70.), der die halbe SC-Abwehr
narrte und flach zum 3:1 traf. "Die Jungs
haben nach der Enttäuschung mit dem verpassten
Aufstieg große Moral bewiesen",
freute sich Dickhaut.
Nach der Partie ging es stimmungsvoll
im ICE zurück nach Kassel. Und bereits
am Sonntagmorgen startete die Mannschaft zur
Abschlussfahrt nach Mallorca.
Uwe Rogowski (HNA-Sportredaktion,
07.06.2009) |