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Regionalliga Süd, Saison 2008/09
Presse

Die Tribüne wird fallen

Jetzt ist es amtlich: Die Haupttribüne des Kasseler Auestadions wird abgerissen. Das hat der Magistrat entschieden, der Beschluss wurde gestern Abend bekannt gegeben.

Ein aktuelles Baugutachten zum Zustand der maroden Tribüne aus den 50er-Jahren ließ den Verantwortlichen im Rathaus keine andere Wahl. Eine Sanierung der alten Haupttribüne wäre mit Sicherheitsrisiken verbunden und im Vergleich zu einem Neubau unwirtschaftlich. Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) und Stadtbaurat Norbert Witte (CDU) sind sich deshalb einig: „Aus diesem Grund ist der Abriss der Tribüne und ihr anschließender Neubau unausweichlich."

Ursprünglich war geplant, die Haupttribüne des Anfang der 1950er-Jahre erbauten Stadions zu sanieren. Bei diesen Arbeiten, die seit einigen Wochen laufen, wurden jedoch immer mehr Schäden an der Bausubstanz festgestellt. Die Stadt hatte deshalb vor zwei Wochen einen Baustopp verhängt und das Gutachten in Auftrag gegeben, dessen Ergebnisse jetzt das Aus für das Gebäude an der Westseite des Stadions bedeuten.

Hans-Joachim Neukäter, Leiter des städtischen Hochbauamtes, hatte vor zwei Wochen gesagt, der beim Bau des Stadions eingesetzte Beton sei weniger fest als gedacht, außerdem seien bei den Untersuchungen Verarbeitungsmängel festgestellt worden.

Wann mit dem Abriss des denkmalgeschützten Bauwerks begonnen wird, ist noch unklar. Unklar ist auch, wie teuer Abriss und Neubau der Haupttribüne sein werden - Zahlen lagen gestern noch nicht vor.

Um handlungsfähig zu bleiben, müssten jetzt kurzfristig die Neubaukosten geschätzt und die haushaltsmäßigen Voraussetzungen für einen Neubau geschaffen werden, so der Oberbürgermeister. Das soll bereits am kommenden Montag, 30. März, in den Sitzungen von Magistrat und Stadtverordnetenversammlung geschehen. Denn die Zeit drängt: Nicht nur der KSV Hessen trägt seine Heimspiele im Stadion aus. Im Juli 2010 sollen dort die Deutschen Leichtathletikmeisterschaften veranstaltet werden. Zwei Monate vorher muss das Stadion fertig sein.

In der Jahreshauptversammlung des KSV mit 108 Mitgliedern gestern Abend im Rathaus wurde die Abrissentscheidung mit tosendem Beifall aufgenommen. Der Verein setzt jetzt auf einen raschen Neubau. Das Askina-Leichtathletikfest wird wegen der Bauarbeiten in diesem Jahr schon nach Baunatal verlegt.

Von Jörg Steinbach und Uli Hagemeier (HNA-Sportredaktion, 24.03.2009)

Clubhaus, Hartplatz für den KSV

Bei der ordentlichen Mitgliederversammlung des KSV Hessen im Bürgersaal des Kasseler Rathauses überbrachte Präsident Jens Rose zwei frohe Botschaften. In der Nähe des G-Platzes an der Damaschkestraße entstehen ein Hartplatz und ein neues Clubhaus. Während die Kosten für den Fußballplatz von der Stadt Kassel übernommen werden, finanziert der KSV das Clubhaus selbst.

Zudem hatte es bei den Wahlen zum Aufsichtsrat zwei Veränderungen gegeben. Die beiden neuen Aufsichtsratsmitglieder heißen Dirk Lassen und Dr. Frank Walter. Lassen (Beck-Mineralöl GmbH) und Walter (Walter-Fenster) wurden als Nachfolger von Holger Brück und Holger Günther gewählt.

Brück und Günther hatten aus persönlichen Gründen auf eine Wiederwahl verzichtet. Jochen Gabriel, Matthias Hartmann, Christian Kropf und Thomas Sigi gehören dem Aufsichtsrat weiterhin an.

Die Wahl war nötig geworden, weil der KSV im vergangenen Jahr seine ordentliche Mitgliederversammlung nicht fristgerecht in einer Anzeige bekannt gegeben hatte. Dadurch war die damalige Wahl offiziell nicht wirksam.

frz (HNA-Sportredaktion, 24.03.2009)