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Regionalliga Süd, Saison 2008/09
Presse

Hamann: Absolut sensationell

Matthias Hamann und der große FC Bayern. "Absolut sensationell", sprudelt es aus dem früheren Coach des KSV Hessen heraus. "Der ganze Ablauf ist super. Sensationell, wie der Jürgen mich einbindet. Überall darf ich mit dabei sein. Absolut toll."

"Hamann schwärmt. Seit gut eineinhalb Wochen ist der 40-Jährige Praktikant beim FC Bayern und kommt so in den Genuss, Jürgen Klinsmanns Auftakt als Vereinstrainer auf dem Trainingsgelände in der Säbener Straße in München hautnah zu erleben. Ein toller Job inmitten toller Leute.

Ja, Klinsi und Hamann. Noch vor vor zehn Jahren sind sich die beiden in München auf dem Fußballplatz begegnet. Er, Hamann, bei 1860 München, Klinsi bei den Bayern. Seitdem hat sich im Leben der beiden viel geändert. Klinsmann wurde mit der deutschen Fußball-Nationalelf WM-Held, Hamann zog's nach Nordhessen, wo er mit den hiesigen Löwen den Aufstieg in die Regionalliga schaffte, und dann - knapp zwei Jahre später - doch gefeuert wurde. Jetzt baut Hamann an der Sporthochschule in Köln seinen Fußballlehrerschein und hat in diesem Zusammenhang die Chance bekommen, beim FC Bayern als Hospitant reinzuschnuppern. Wie war sein erstes Zusammentreffen mit Klinsmann? So, wie er es erwartet habe. "Der Jürgen wusste sofort, wer ich bin." Wenn man ein paarmal zusammen auf dem Platz gestanden hatte, dann sei das auch so üblich, sagt Hamann.

Darüber hinaus habe er sofort die Erlaubnis erhalten, überall dabei zu sein. Beim FC Bayern beginnt der Tag für die Trainer um acht Uhr. Dann wird alles besprochen, ein Programm festgelegt. Anschließend, so um 10.30 Uhr, kommen die Spieler. Fitnessübungen, Taktik - so geht es dann den ganzen Tag weiter. Unterbrochen nur durch das Mittagessen und einer anschließenden kleineren Freizeit.

Was macht Klinsi denn anders? Hamann: "Er legt besonderen Wert auf die Fitness, hat die neuesten Kraftgeräte angeschafft." Das mache den Unterschied. Überhaupt die Ausstattung. Fünf Kunstrasenplätze, fünf Rasenplätze, modernste Übungs- und Krafträume - vom Feinsten. Der Unterschied zu Kassel? "Wie Tag und Nacht. Nein - eigentlich noch größer." Noch neun Tage kann Hamann die Bayern mit all den Stars auf dem Platz zu beobachten. Dann geht es wieder zurück nach Köln. Später, im November und dann nochmal im Februar und März wird er bei den Bayern hospitieren. Dann stehe schon fest. Den Schein als Fußballlehrer wird er - sofern alles gut geht - im April in den Händen halten.

Haben sich schon Vereine bei ihm gemeldet, die ihn als Trainer einstellen wollen? Ja, zwei Offerten habe es gegeben. Er habe aber abgelehnt. "Ich will das Studium erst abgeschlossen haben. So lange werde ich mich nicht binden." Nach Kassel habe er übrigens noch Kontakt. Des Öfteren sei er wieder an der Fulda gewesen. Ach ja, und mit seiner Lebensgefährtin Silja ist er auch noch zusammen.

Uli Brehme (HNA-Sportredaktion, 24.07.2008)