Happy Birthday,
liebe Löwen
Der KSV Hessen Kassel
ist anders. Das war eigentlich schon vor
Samstagabend klar. Aber da wurde es ganz
besonders deutlich. Die Löwen luden
in das Haus der Kirche in Kassel ein,
um hineinzufeiern in den zehnten Geburtstag
des neuen KSV. Und schon zwanzig Minuten
vor Mitternacht zündeten die Gäste
die Wunderkerzen an und sangen: "Happy
Birthday, liebe Löwen!" Wie
das eben so ist bei echten Löwen:
Sie können es kaum abwarten. Das
ist vor einem Geburtstag nicht anders
als vor einem Fußballspiel.
Der KSV ist auch deshalb
anders, weil an einem solchen Abend Moderator
Jörg-Friedrich Schmidt - Mann der
ersten Stunde - doch eher erschrocken
konstatiert, dass sein Verein schon sieben
Trainer in zehn Jahren beschäftigt
hat, er aber genauso erfreut feststellen
kann, dass alle sieben Trainer an diesem
Abend zu Gast sind - sieht man einmal
von Kurzzeittrainer Terry Scott ab: Jörg
Müller, Holger Brück, Oliver
Roggensack, Thomas Freudenstein, Hans-Ulrich
Thomale, Bernd Sturm und Matthias Hamann,
der seine neuen Lebensgefährtin Silja
Tresselt vorstellte: eine echte Kasselänerin,
die jetzt in der Kölner Hotellerie
arbeitet. Viele der Ehemaligen dachten
so wie Oliver Roggensack: "Ich merke
heute Abend wieder, wie toll ich das damals
fand."
Der KSV ist anders, weil 35 Gründungsmitglieder
vor zehn Jahren die Idee nicht aufgaben,
den Traditionsverein wieder aufleben zu
lassen - allen voran natürlich Holger
Brück, den Oberbürgermeister
Bertram Hilgen an diesem Abend mit der
Goldenen Ehrennadel der Stadt Kassel auszeichnete.
"Sie haben die Löwen wach gemacht",
sagte Hilgen.
Der KSV ist anders. Davon konnten sich
die Gäste aus Politik, Sport und
Wirtschaft auch durch die Filme von Oliver
Zehe und Thorsten Kolbe über den
Anfang und den Aufstieg des neuen KSV
bis hin in die Regionalliga überzeugen
- ebenso wie durch die Erzählungen
von Hans und Marita Knese, in deren Wohnzimmer
sich einst die Geschäftsstelle befand.
Toilettenbenutzung für Fans inklusive.
Der KSV ist anders. Am Ende zündeten
Holger Brück und Präsident Jens
Rose, die beiden Gesichter des neuen KSV,
eine Fackel an. Auf dass die Löwen
ewig leben. Darüber waren sich die
Gäste ebenso einig wie über
Roses Aussage: "Ich liebe Nordhessen."
HNA-Sportredaktion, 03.02.2008