KSV freut sich
auf Trap
Die Löwen auf großer
Tour. Am Samstag ab 14.30 Uhr gastiert
Fußball-Regionalligist KSV Hessen
Kassel beim österreichischen Meister
Red Bull Salzburg, nur einen Tag später
reisen die Schützlinge von KSV-Trainer
Matthias Hamann weiter ins etwa 100 Kilometer
entfernte Linz zur Begegnung gegen den
dortigen Erstligisten LASK (steht für
Linzer Athletik-Sport-Klub). Beginn: 14
Uhr.
Wie kommen derartige
Spiele zustande? Die erste Begegnung in
Salzburg wurde von einem Spiele-Agenten
vermittelt. Salzburg suchte einen deutschen
Drittligisten und die Wahl fiel auf den
KSV. Fahrt und Unterkunft werden von Red
Bull übernommen. Die Kontakte nach
Linz knüpfte Hamann, der als Spieler
dort von 2002 bis 2004 aktiv war.
Viel Stress erwartet also die Löwen,
die dies aber gelassen hinnehmen. Schließlich
ist es für sie auch eine Ehre, im
Salzburger EM-Stadion gegen einen Gegner
zu kicken, der von Top-Trainer Giovanni
Trapattoni (68) betreut wird. 26 Spieler
aus zwölf Nationen gehören zu
seinem Kader, unter ihnen die ehemaligen
Bundesliga-Größen Alexander
Zickler (34, fehlt wegen einer Stirnhöhlenvereiterung),
Nico Kovac (36, zuletzt Hertha BSC) und
Vratislav Lokvenc (33, Bochum). Red Bull,
das bis 2005 noch Austria Salzburg hieß,
sei ein echter Maßstab, urteilt
denn auch Hamann.
Direkt nach der Begegnung im EM-Stadion
geht es weiter nach Linz. Auch LASK, Neuling
in der österreichischen Bundesliga,
verfüge über einen internationalen
Kader. 30 Kicker aus fünf Nationen
gehören dazu. LASK belegt zurzeit
Platz fünf, zwei Punkte hinter Salzburg
(Rang zwei).
Der KSV wird sich mit 16 oder 17 Kickern
auf den Weg in die Alpenrepublik machen.
Zwei Spiele in zwei Tagen - klar, das
sei nicht einfach. Hamann erwartet aber,
dass seine Spieler alles geben. „Ich
sehe dies auch als Willensschule".
Besondere Vorfreude gibt's bei Denis Berger.
Der KSV-Mittelfeldmann stammt aus Wien.
In Salzburg werden sein Vater und die
Großeltern das Spiel verfolgen.
Uli Brehme (HNA-Sportredaktion,
11.01.2008)