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Regionalliga Süd, Saison 2007/08
Presse

Der Aufsteiger der Saison heißt Schmidt

19 Spiele sind in der Saison der Regionalliga absolviert, bis März ist jetzt Winterpause. Der KSV Hessen Kassel steht auf Rang elf der Tabelle und hat das Ziel eingleisige dritte Liga im Blick. Die Pause bietet Gelegenheit, eine Zwischenbilanz zu ziehen: Wer hat die Erwartungen übertroffen? Wer hat sie erfüllt? Und wer hat enttäuscht? Eine Kritik in vier Kategorien:

DAS WAR SPITZE

Thorsten Bauer (19 Spiele, 15 Tore): Für ihn brauchen wir eine ganze Spalte - und noch viel mehr.

DAS WAR IN ORDNUNG

Serdar Bayrak (13 Spiele, zwei Tore): Der Ex-Paderborner wirbelt auf der rechten Seite: Bester Neuzugang.

Arne Schmidt (15 Spiele, zwei Tore): Trainer Hamann sagt, neben ihm könnte eine Bombe einschlagen, und Schmidt würde kurz darauf fragen, ob jemand geklopft hätte. Auch wenn der 23-Jährige oft unauffällig wirkt: Er ist effektiv, weil er gute Zweikampfwerte hat und gute Ecken und Freistöße schießt. Schmidt ist die Entdeckung der Saison!

Denis Berger (17 Spiele, zwei Tore): Übernahm als Kapitän Verantwortung. Schafft es in fast jedem Spiel, Akzente zu setzen. Gönnt sich aber auch in fast jedem Spiel eine Pause.

Jan Fießer (19 Spiele, zwei Tore): In seiner zweiten Saison ist er zum Sechser Nummer eins aufgestiegen. Was dem 20-Jährigen noch ein wenig fehlt, ist der unbedingte Drang nach vorn. Aber es wird! Schoss den umjubelten Ausgleich gegen Haching.

Michael Kümmerle (19 Spiele): Mister Unauffällig ist der einzige Feldspieler, der bisher alle Spiele von Anfang bis Ende mitgemacht hat. Spielt selbst, wenn der Schädel brummt - wie beim 0:0 in Frankfurt. Ein Sternchen für sein Kämpferherz.

Oliver Adler (19 Spiele): Ja, der Oli taucht in dieser Kategorie auch auf. War zwar nicht immer souverän, aber auf der Linie stets ganz stark. Der beste 40-Jährige in der Regionalliga!

Tobias Willers (16 Spiele): Willers hatte seine Schwächephasen. Und sein Trainer erhofft sich noch mehr von ihm. Gerade in den ersten Wochen aber einer der Leistungsträger.

DA IST MEHR DRIN

Dominik Suslik (Neun Spiele, zwei Gelb-Rote Karten): Wer in neun Spielen zweimal vom Platz fliegt, hat nicht so viel richtig gemacht. Dabei ist er doch ein Guter!

Daniel Möller (14 Spiele): Hatte enorme Anpassungsprobleme auf rechts, steigerte sich aber. Vor allem im Spielaufbau muss trotzdem mehr gehen.

Thorsten Schönewolf (Acht Spiele): Nach der Verletzung musste er lange auf seine nächste Chance warten. Hat auch deshalb noch nicht die alte Souveränität.

Sebastian Zinke (15 Spiele): Licht und Schatten beim Rückkehrer aus Köln. Trotz einiger starker Spiele dem Anspruch eines Führungsspielers noch nicht gerecht geworden.

Sebastian Busch (14 Spiele, ein Tor, eine Gelb-Rote Karte): Die Wühlmaus darf immer wieder wühlen. Ist dabei stets fleißig, verliert aber einfach zu viele gerade eroberte Bälle.

Martin Scholze (11 Spiele, ein Tor): Zwei gute Auftritte gegen Oggersheim und Aalen sind einfach noch zu wenig.

Erich Strobel (18 Spiele, vier Tore): Eine gute Ergänzung zu Bauer. Trotzdem: Vor dem Tor muss er sich mehr zutrauen.

DA MUSS MEHR KOMMEN

Christoph Keim (10 Spiele): Konnte die Chancen selten nutzen. Hauptmanko: Fehlende Grundschnelligkeit.

Daniel Beyer (15 Spiele, ein Tor): Wer hätte das gedacht: Der 25-Jährige findet kaum noch statt: Verlor seinen Stammplatz an Bayrak. Und konnte seine Chancen nicht nutzen, sich ins Team zurück zu kämpfen.

Spieler mit weniger als fünf Einsätzen: Sebastian Wojcik (vier Spiele), Mirko Tanjic (drei Spiele), Vyacheslav Petrukhin (ein Spiel), Tobias Oliev (ein Spiel, jetzt Lohfelden).

hag/frz (HNA-Sportredaktion, 18.12.2007)