Der Aufsteiger
der Saison heißt Schmidt
19 Spiele sind in der
Saison der Regionalliga absolviert, bis
März ist jetzt Winterpause. Der KSV
Hessen Kassel steht auf Rang elf der Tabelle
und hat das Ziel eingleisige dritte Liga
im Blick. Die Pause bietet Gelegenheit,
eine Zwischenbilanz zu ziehen: Wer hat
die Erwartungen übertroffen? Wer
hat sie erfüllt? Und wer hat enttäuscht?
Eine Kritik in vier Kategorien:
DAS WAR SPITZE
Thorsten Bauer (19 Spiele, 15 Tore):
Für ihn brauchen wir eine ganze Spalte
- und noch viel mehr.
DAS WAR IN ORDNUNG
Serdar Bayrak (13 Spiele, zwei Tore):
Der Ex-Paderborner wirbelt auf der rechten
Seite: Bester Neuzugang.
Arne Schmidt (15 Spiele, zwei Tore):
Trainer Hamann sagt, neben ihm könnte
eine Bombe einschlagen, und Schmidt würde
kurz darauf fragen, ob jemand geklopft
hätte. Auch wenn der 23-Jährige
oft unauffällig wirkt: Er ist effektiv,
weil er gute Zweikampfwerte hat und gute
Ecken und Freistöße schießt.
Schmidt ist die Entdeckung der Saison!
Denis Berger (17 Spiele, zwei Tore):
Übernahm als Kapitän Verantwortung.
Schafft es in fast jedem Spiel, Akzente
zu setzen. Gönnt sich aber auch in
fast jedem Spiel eine Pause.
Jan Fießer (19 Spiele, zwei Tore):
In seiner zweiten Saison ist er zum Sechser
Nummer eins aufgestiegen. Was dem 20-Jährigen
noch ein wenig fehlt, ist der unbedingte
Drang nach vorn. Aber es wird! Schoss
den umjubelten Ausgleich gegen Haching.
Michael Kümmerle (19 Spiele): Mister
Unauffällig ist der einzige Feldspieler,
der bisher alle Spiele von Anfang bis
Ende mitgemacht hat. Spielt selbst, wenn
der Schädel brummt - wie beim 0:0
in Frankfurt. Ein Sternchen für sein
Kämpferherz.
Oliver Adler (19 Spiele): Ja, der Oli
taucht in dieser Kategorie auch auf. War
zwar nicht immer souverän, aber auf
der Linie stets ganz stark. Der beste
40-Jährige in der Regionalliga!
Tobias Willers (16 Spiele): Willers hatte
seine Schwächephasen. Und sein Trainer
erhofft sich noch mehr von ihm. Gerade
in den ersten Wochen aber einer der Leistungsträger.
DA IST MEHR DRIN
Dominik Suslik (Neun Spiele, zwei Gelb-Rote
Karten): Wer in neun Spielen zweimal vom
Platz fliegt, hat nicht so viel richtig
gemacht. Dabei ist er doch ein Guter!
Daniel Möller (14 Spiele): Hatte
enorme Anpassungsprobleme auf rechts,
steigerte sich aber. Vor allem im Spielaufbau
muss trotzdem mehr gehen.
Thorsten Schönewolf (Acht Spiele):
Nach der Verletzung musste er lange auf
seine nächste Chance warten. Hat
auch deshalb noch nicht die alte Souveränität.
Sebastian Zinke (15 Spiele): Licht und
Schatten beim Rückkehrer aus Köln.
Trotz einiger starker Spiele dem Anspruch
eines Führungsspielers noch nicht
gerecht geworden.
Sebastian Busch (14 Spiele, ein Tor,
eine Gelb-Rote Karte): Die Wühlmaus
darf immer wieder wühlen. Ist dabei
stets fleißig, verliert aber einfach
zu viele gerade eroberte Bälle.
Martin Scholze (11 Spiele, ein Tor):
Zwei gute Auftritte gegen Oggersheim und
Aalen sind einfach noch zu wenig.
Erich Strobel (18 Spiele, vier Tore):
Eine gute Ergänzung zu Bauer. Trotzdem:
Vor dem Tor muss er sich mehr zutrauen.
DA MUSS MEHR KOMMEN
Christoph Keim (10 Spiele): Konnte die
Chancen selten nutzen. Hauptmanko: Fehlende
Grundschnelligkeit.
Daniel Beyer (15 Spiele, ein Tor): Wer
hätte das gedacht: Der 25-Jährige
findet kaum noch statt: Verlor seinen
Stammplatz an Bayrak. Und konnte seine
Chancen nicht nutzen, sich ins Team zurück
zu kämpfen.
Spieler mit weniger als fünf Einsätzen:
Sebastian Wojcik (vier Spiele), Mirko
Tanjic (drei Spiele), Vyacheslav Petrukhin
(ein Spiel), Tobias Oliev (ein Spiel,
jetzt Lohfelden).
hag/frz (HNA-Sportredaktion, 18.12.2007)