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Regionalliga Süd, Saison 2007/08
Presse

Im Stadion .ind die .autsprecher .aputt

Seit Jahren ist die mobile Lautsprecheranlage für die Gegengerade im Auestadion defekt. Mit dem weiteren Ausbau des Stadions wird die Stadt im nächsten Frühjahr endlich auch eine neue Beschallungsanlage für rund 200 000 Euro einbauen lassen.

„Die Autsprecher ind aputt" - so würde sich die Feststellung „die Lautsprecher sind kaputt" aus der Anlage im Auestadion anhören, wenn es mal wieder eine Störung gibt. „Abschalten" riefen genervte Fußballfans schon im Sommer 2003, weil der Stadionsprecher wegen eines Defekts in der Lautsprecheranlage nur bruchstückhaft zu verstehen war. Ob Mannschaftsaufstellung oder Toransage - der Ton kommt dermaßen zerstückelt bei den Zuhörern an, dass der Sinn der Rede nicht mal mehr zu erahnen ist.

Vier Jahre später hat sich beim jüngsten Heimspiel bei der Schalltechnik nichts geändert. Weder die Stadionansagen noch die Rede von Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) waren wegen der Aussetzer auf der nagelneuen Osttribüne auch nur andeutungsweise zu verstehen.

Warum es über Jahre nicht möglich war, ein läppisch anmutendes, für die Stadionbesucher immer aufs Neue nervendes Problem zu lösen, ist nicht mehr nachzuvollziehen. Nach dem Machtwort des Oberbürgermeisters wurde die Anlage jetzt aber überprüft und repariert.

Techniker mit im Stadion

Bei zwei Endverstärkern wurde ein Wärmefehler festgestellt, zudem war ein Mikrofon defekt, so Stadt-Pressesprecher Hans-Jürgen Schweinsberg. Obwohl man überzeugt sei, dass die Anlage nach der Reparatur künftig verlässlich funktioniere, gehe man beim nächsten Heimspiel der KSV-Kicker gegen die Sportfreunde Siegen am 6. Oktober auf Nummer sicher. Die Firma Landwehr und Schultz werde für einen Techniker im Auestadion sorgen, der bei einer eventuellen weiteren Lautsprecher-Panne sofort eingreifen könne.

Der Fußballclub werde das Provisorium mit der mobilen Lautsprecheranlage bis nächstes Frühjahr hinnehmen, sagt KSV-Boss Jens Rose: „Beim nächsten Heimspiel funktioniert das."

Optimismus beim KSV

Es würde keinen Sinn machen, für die verbleibenden Spiele bis zum Einbau der neuen Beschallungsanlage eine teure Zwischenlösung anzuschaffen, ist Rose überzeugt. Durch die Anwesenheit des Technikers im Stadion werde bei den kommenden Spielen der KSV-Kicker sichergestellt, dass auch die Fans auf der neuen Gegentribüne die Durchsagen in Nordhessens größter Sportarena verstehen könnten.

Jörg Steinbach (HNA-Sportredaktion, 01.10.2007)