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Regionalliga Süd, Saison 2007/08
Presse

Neuer VIP-Raum für 500.000 Euro

Der Poker um die Übertragungsrechte der dritten Fußball-Liga läuft bereits. „Ein Angebot über 20 Millionen Euro liegt auf dem Tisch", sagt Jens Rose. Der Vorsitzende des KSV Hessen will mit seinen Löwen natürlich dabei sein, wenn die neue Liga angepfiffen wird.

Neben der sportlichen Qualifikation sollen auch die Rahmenbedingungen im Auestadion stimmen. „Das wird ein Schmuckkästchen", sagt ein optimistischer Jens Rose. Zum Ausbau gehört ein neuer VIP-Raum, von dem sich Rose einen Schub für die Vermarktung des KSV verspricht. Mehr Fernsehübertragungen und höhere Zuschauerzahlen sollen den Verein attraktiver für Sponsoren machen. Auch durch einen VIP-Raum, der aus dem Keller des Auestadions zwischen die beiden Aufgänge zur Haupttribüne aufrückt. „Bisher gab es von den Gastmannschaften eher mitleidige Kommentare zu unseren Räumlichkeiten. Das wird sich hoffentlich ändern", sagt Jens Rose.

500 000 Euro investiert die Stadt nach Angaben von Hans-Joachim Neukäter, dem Leiter des Hochbauamtes, für den neuen VIP-Raum. Auf 200 Quadratmetern soll die Infrastruktur für die Bewirtung von Gästen, aber auch für Empfänge und Pressekonferenzen entstehen. Nicht nur für den KSV, wie Neukäter betont. Auch bei Leichtathletik-Großveranstaltungen wie dem Askina-Sportfest oder bei Konzerten sollen die Räumlichkeiten genutzt werden.

Nach wie vor sei es ein Ziel, die Deutschen Meisterschaften der Leichtathleten nach Kassel zu holen. Auch Spiele der Frauen-Nationalmannschaft im Fußball könnten im Auestadion stattfinden. „Da gehört dann ein moderner VIP-Raum ebenso zum Standard wie vernünftige Tribünen und Sicherheitsvorkehrungen", sagt Jens Rose. Vorgesehen sind diese Räumlichkeiten für Sponsoren, offizielle Gäste, Schieds- und Linienrichter, Sportler und für Pressekonferenzen.

Wer sich die Rundum-Betreuung beim KSV gönnen will, muss für die Jahreskarte 950 Euro auf den Tisch legen. Zum Vergleich: Die günstigste Dauerkarte für einen Stehplatz kostet 120 Euro.

Wer gleichzeitig Fußball sehen und Prosecco im VIP-Raum schlürfen will, ist allerdings im Auestadion an der falschen Adresse. „Für einen freien Blick auf das Spielfeld steht die Tribüne im Weg", sagt Hans-Joachim Neukäter. Und die bleibt da auch, egal, in welcher Liga der KSV spielt.

Von Thomas Siemon | HNA-Lokalredaktion | Freitag, 03. August 2007