Auch der KSV
Baunatal trägt MEG
Nach dem Engagement bei
Fußball-Regionalligist KSV Hessen
Kassel steigt der Kasseler Versicherungsspezialist
Mehmet E. Göker auch beim KSV Baunatal
als Haupt- und Trikotsponsor ein. Während
eines Pressetermins gestern stellten Göker
und Vertreter des Vereins die Zusammenarbeit
vor. Gökers Unternehmen MEG mit 380
Mitarbeitern und einem angestrebten Jahresumsatz
von 80 Millionen Euro wird demnach in
der kommenden Saison den Jugend- und Seniorenfußballbereich
des KSV Baunatal jeweils mit einem fünfstelligen
Betrag unterstützen. Die genaue Summe
nannte er nicht. Der Vertrag als Haupt-
und Trikotsponsor läuft zunächst
ein Jahr. Im Winter wollen sich die Partner
dann zusammensetzen und über eine
mögliche Fortsetzung sprechen.
Göker will mit seinem
Einsatz beim KSV Baunatal den nordhessischen
Fußball weiter fördern und
in erster Linie verhindern, dass Talente
aus Baunatal in andere Regionen abwandern.
Das passierte nicht selten. Allein sieben
talentierte Spieler verlor der KSV zuletzt
an den SC Paderborn, Mainz 05 und den
1. FC Kaiserslautern. Nur Mainz überwies
dem nordhessischen Klub mit der erfolgreichsten
Nachwuchsarbeit freiwillig eine Aufwandsentschädigung,
wie Baunatals Fußball-Abteilungsleiter
Eberhard Bierschenk erklärte.
Gökers Überlegung geht nun
so: Der heutige Oberligist Baunatal soll
sich - auch dank seiner Unterstützung
- für die Regionalliga im kommenden
Jahr qualifizieren, der KSV Hessen Kassel
für die dann eingleisige dritte Liga.
Ein Talent, das noch nicht reif genug
ist für den höherklassigen KSV,
könnte sich dann beim anderen KSV
weiter entwickeln - und müsste nicht
abwandern. "Entscheidend ist: Wer
den KSV Baunatal fördert, fördert
gleichzeitig die Zukunft des nordhessischen
Fußballs - an der Spitze den KSV
Hessen Kassel", erklärte Göker.
Und Ursula Harms, die Präsidentin
des KSV Baunatal, machte deutlich: "Mit
dieser Philosophie können wir uns
anfreunden."
Zumal die bisherigen Trikotsponsoren
Verständnis für den Entschluss
des Vereins zeigten: Wie Eberhard Bierschenk
erläuterte, würden sich die
Hütt-Brauerei und ZfP-Prüftechnik
weiter engagieren, auf die Hauptwerbefläche
aber verzichten.
Die gehört nun Göker, der sich
am liebsten schon am Wochenende ein Duell
zwischen dem KSV und dem KSV anschauen
würde. Dann trügen 22 Spieler
Trikots mit der Aufschrift MEG. Einen
Widerspruch sieht er darin nicht. Und
wenn das einige Anhänger des KSV
Hessen Kassel anders betrachten, brauchen
sie sich keine Gedanken zu machen: "Natürlich
wäre es mir eine Ehre, Präsident
des KSV Hessen Kassel zu werden, aber
ich sehe keine Möglichkeit, das zeitlich
zu schaffen."
HNA-Sportredaktion, 20.07.2007