Jung, jünger,
KSV Hessen
Marcus Lämmer als
Strahlemann. Zum einen feierte der Fanbeauftragte
des Fußballregionalligisten KSV
Hessen gestern seinen 39. Geburtstag.
Zum anderen war er froh, dass die Saison
endlich wieder beginnt. Ein Spiel der
Löwen fand zwar nicht statt, immerhin
aber gab’s die Möglichkeit,
das neue KSV-Team bei Freibier, Sonnenschein
und Musik im Beisein von 500 Fans erstmals
unter die Lupe zu nehmen.
Zehn Spieler haben den
KSV in der Sommerpause verlassen, neun
Akteure sind hinzugekommen, unter ihnen
Rückkehrer Tobias Oliev, der für
sechs Monate an den 1. FC Schwalmstadt
ausgeliehen war. Sie alle eint eins: Sie
sind jung. Der Älteste der Neuen,
Daniel Möller aus Reutlingen, ist
24 Jahre alt, der Rest könnte zum
großen Teil noch in Jugendmannschaften
mitkicken.
Schuldenfrei
Das Durchschnittsalter der Mannschaft
beträgt 24,3 Jahre. Lässt man
Torwart-Oldie Oliver Adler (39) außen
vor, dann verringert sich der Schnitt
auf 23,6 Jahre. Lässt sich damit
das große Ziel, die Qualifikation
zur eingleisigen dritten Liga, verwirklichen?
Für KSV-Chef Jens Rose ist die Antwort
klar: "Ja, wir schaffen das."
Schon im vergangenen Jahr habe man auch
aus finanziellen Gründen auf junge
Leute gesetzt, und das Experiment sei
gut gegangen. Die wirtschaftliche Lage
bei den Löwen (Etat für die
nächste Saison: zwei Millionen Euro.
Das sind 300 000 Euro mehr als zuletzt)
sei "in Ordnung". Oberstes Gebot
sei es, keine Schulden zu machen. Das
schließe aber nicht aus, dass noch
ein erfahrener Mann fürs Mittelfeld
geholt wird. Es gebe bereits Gespräche.
Handelt es sich um den Ex-Lauterer Stefan
Lexa (31), der dort keinen neuen Vertrag
erhalten hatte? Rose verneint.
Der neue Kader der Löwen umfasst
zurzeit 21 Spieler. Mit dabei ist auch
Dominik Suslik. Der 22-jährige Abwehrmann,
dessen Verbleib bei den Löwen bis
zuletzt noch unsicher war, wird heute
seinen Vertrag verlängern, versicherte
Rose.
HNA-Sportredaktion, 24.06.2007