Wer die vier
schönsten Tore schoss
Oliver Adler (34 Spiele):
Am Ende kriegte er richtig die Hütte
voll. Und um ehrlich zu sein: Da sah der
Olli mal richtig alt aus. Aber was soll’s,
das war ein einziges Spiel. Für den
Rest der Saison gilt: Alter schützt
vor Leistung nicht. Adler flog wie ein
Jung-Adler.
Thorsten Schönewolf
(32 Spiele, zwei Tore): Die Regionalliga
schien ein Jungbrunnen. Der Kapitän
überzeugte vor allem in der ersten
Saisonhälfte mit glänzendem
Stellungsspiel und erstklassigen Zweikampfwerten.
Erzielte zudem wichtige Tore. Erst am
Saisonende ging die Kraft aus.
Turgay Gölbasi
(33 Spiele): Sein Abgang ist ein großer
Verlust für den KSV. Der Rechtsverteidiger
war wohl der konstanteste Spieler der
Saison. Kam ohne Fouls aus und war trotzdem
stark im Zweikampf. Fand stets auch Zeit
für gefährliche Vorstöße.
Dominik Suslik (18 Spiele):
Bis in die Rückrunde galt: Wenn Suslik
dabei ist, verliert der KSV nicht. Das
Dumme war nur: Suslik war nicht immer
dabei, weil er oft verletzt war. Ansonsten
ein Aktivposten in der Innenverteidigung.
Überzeugte aber auch, wenn er mal
außen spielen musste.
Christoph Keim (17 Spiele,
drei Tore): Spielte, wenn Suslik verletzt
war und war verletzt, wenn Suslik spielte.
Fast zumindest. Glänzte als Defensivspieler
mit Tordrang, leistete sich aber einige
Bolzen.
Kim Schwager (14 Spiele):
Schaffte den Sprung hin zum gestandenen
Regionalligaspieler nicht ganz. Dennoch:
gute Ansätze auf der linken Seite
bei seinen Einsätzen. Seine Flanken
sind zweitligareif.
Martin Wagner (13 Spiele):
Unglücklich bei seinen Auftritten,
die zum Ende hin immer weniger wurden.
Zum Schluss ohne Selbstbewusstsein.
Mario Klinger (28 Spiele,
zwei Tore): Der 20-Jährige zeigte,
dass er das größte Potenzial
hat von allen im KSV-Team. Klasse sein
Zweikampfverhalten, als Sechser Ausputzer
und Antreiber. Wird mal ein Bundesligaspieler.
Wetten, dass?
Michael Kümmerle
(13 Spiele): Kam in der Winterpause, und
gab den Mister Unauffällig auf der
linken Seite. Nicht wirklich schlecht,
aber auch noch nicht richtig gut.
Jan Fießer (29
Spiele, ein Tor): Mit Auf und Abs in seiner
ersten Regionalligasaison. Aber auf alle
Fälle ein Mann für die Zukunft
im Mittelfeld. Schoss eins der vier schönsten
KSV-Tore: das 1:0 in Pfullendorf.
Sebastian Busch (26
Spiele): Zuverlässiger Kämpfer,
dem ein bisschen Offensivqualitäten
fehlten, um stets unter den ersten Elf
zu sein.
Mirko Dickhaut (13 Spiele,
ein Tor): Rückte ins Team, als keiner
damit rechnete. Stabilisierte ab Mitte
der Rückrunde die Defensive und schoss
auch eins der vier schönsten KSV-Tore:
das 2:1 gegen die Stuttgarter Kickers
im Auestadion.
Daniel Beyer (33 Spiele,
fünf Tore): Der Linksaußen
schaffte den Sprung in die Regionalliga
nahtlos. Vor allem wenn er Tempo machte
und sich etwas zutraute, hatte er starke
Szenen. Um ein richtig Guter zu werden,
fehlt ihm noch etwas die Konstanz. Schoss
auch schöne Tore, schaffte es aber
nicht ganz unter die Top vier.
Denis Berger (13 Spiele,
zwei Tore): Bester der vier Neuzugänge
in der Winterpause. Ist dribbelstark und
kann Freistöße schießen.
Wirbelt auf der linken und rechten Seite,
wenn er es nicht übertreibt.
Marc Arnold (19 Spiele,
drei Tore): Auf den Regisseur war Verlass,
wenn er nicht verletzt ausfiel. Starke
Saison zum Karriereende. Schoss eins der
vier schönsten Tore des KSV: das
1:1 gegen Bayern München.
Saky Noutsos (12 Spiele,
drei Tore): Mann mit einem harten Schuss.
Hielt sich aber für besser, als er
war. Auch deshalb flog er aus dem Team.
Thorsten Bauer (34 Spiele,
16 Tore): Es gab Spiele, in denen ist
der Mittelstürmer gerannt und gerannt,
hat geackert und gekämpft, und alles
war vergeblich. In diesen Spielen hat
man vielleicht am besten gesehen, was
Bauer für den KSV leistet als Einzelkämpfer
im Sturm. Und nach diesen Spielen weiß
man, was 16 Tore wirklich wert sind. Köpfte
das schönste Tor des KSV: das 2:1
beim 3:3 gegen Wehen.
Julio Cesar (23 Spiele,
drei Tore): Keiner wurde von den Fans
so oft gefordert wie Julioooooo. Bei aller
Liebe zum trickreichen Spiel des Brasilianers
konnten aber auch sie nicht übersehen:
Cesar war bei allem Eifer an seine Grenzen
gelangt. Und er passte nicht ins taktische
Konzept.
Auch im Einsatz: Michael
Mason, Bulut Aksoy, Tobias Oliev (je 10
Spiele), Sebastian Wojcik (9 Spiele, ein
Tor), Murhat Turhan (ein Tor), Pascal
Groß (je 8 Spiele), Arne Schmidt
(4 Spiele), Veselin Gerov (2 Spiele),
Christoph Osterhold (1 Spiel).
Frank Ziemke und Florian Hagemann (HNA-Sportredaktion,
03.06.2007)