FSC
sorgt für Pokalsensation
Als Goce
Malinov, der zum KSV Hessen wechselte, Michael
Wilhelm (Karriereende) und Ex-Trainer Gerhard
Reinbold vor dem Halbfinalde des Fußball-Kreispokals
offiziell von Lohfeldens Ehrenvorsitzenden
Heinz Fehr beim FSC verabschiedet wurden,
glaubte noch keiner der rund 400 Zuschauer
an eine Pokalsensation. 90 Minuten später
aber war der Coup des Landesligisten perfekt.
Lohfelden schlug den Oberliga-Meisterschaftsfavorit
KSV Hessen 2:1 (1:1) und zog so ins Finale
gegen den OSC Vellmar ein.
"Wir
haben das Spiel heute auf die leichte Schulter
genommen. Unser Kurzpassspiel war katastrophal
und die Chancenauswertung mangelhaft. Hoffentlich
haben die Spieler jetzt gelernt, dass man
keinen Gegner unterschätzen sollte",
ärgerte sich KSV-Trainer Matthias Hamann.
Die Löwen wären gern ins Endspiel
eingezogen, enttäuschten jedoch im Nordhessenstadion
auf ganzer Linie. Ihre Abwehr zeigte sich
gegen Lohfelden nicht oberligatauglich. Zu
löchrig war die Viererkette. Und auch
im Spielaufbau zeigten Gölbasi, Schönewolf
und Co. Schwächen. Dies lag aber auch
an der mangelnden Laufbereitschaft ihrer Vorderleute.
Dabei sah
es zu Beginn gar nicht so schlecht aus für
die Löwen. Nach einer Viertelstunde flankte
Kassels Neuzugang Francis Bugri auf Daniel
Berger, der jedoch verpasste mit seinem Volley-Schuss
knapp das Tor. Nur eine Minute später
die zweite Großchance der Gäste.
Diesmal war Beyer der Vorlagengeber und Bugri
verfehlte nur knapp. Wiederum 60 Sekunden
später zeigte Schiedsrichter Leinhos
nach angeblichen Foulspiels von KSV-Torwart
Mirko Bitzer an Tim Würfel auf den Elfmeterpunkt.
Doch Christoph Wendler zeigte Nerven und verschoss.
Die Löwen konnten aufatmen und in der
27. Minute auch jubeln. Nach einem Freistoß
von Carsten Schönefeld stand Marc Arnold
richtig und staubte zum 1:0 ab. Als Thorsten
Bauer kurze Zeit später den Pfosten traf,
sah die Löwen-Abwehr im Gegenzug zum
ersten Mal schlecht aus. Daniel Zieba konnte
ungedeckt zum Fallrückzieher ansetzen
und markierte damit spektakulär den Ausgleich.
Von einem
Klassenunterschied war auch in der Folge nichts
zu sehen. Stattdessen erzielte Vincenzo Buongiorno
kurz nach dem Seitenwechsel die 2:1-Führung
der Gastgeber. Und wieder ging ein Abwehr-Fehler
des KSV voraus.
Der Lohfeldener
hätte sogar noch für das 3:1 sorgen
können, doch sein Schuss (57.) traf den
Pfosten. Auf der Gegenseite scheiterten Cesar
(58, 82.), Bugris (60.) und Schönewolf
(90.). Auch der FSC hatte noch zwei gute Möglichkeiten,
doch Würfel (75.) und Wendler (85.) gingen
leer aus.
Marc Radke
(HNA-Sportredaktion, 22.07.2005) |