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Oberliga Hessen, Saison 2005/06
Presse

Was macht eigentlich ... Karl Bönisch?

Kassel im April 1987, es ist ein sonniger Dienstag. Trotzdem brennen die Füße schon auf dem Weg zum Training, denn jeder Dienstag ist „Schweinetag“. Ein Begriff, den Trainer Werner Biskup eingeführt hat, um den drohenden Abstieg des KSV Hessen Kassel aus der 2. Bundesliga zu verhindern, was allerdings fehlschlug.

Das Kämpfen war Karl Bönisch nicht fremd, auch wenn ihm das Spielerische beim Fußball wichtiger war. 1980 wechselte der 20-Jährige, wieselflinke Offensivspieler im linken Mittelfeld von seinem Heimatverein SG Frielendorf zu den Amateuren des KSV, wo er sich auf Anhieb durchsetzen konnte und 1981 zu seinen ersten Einsätzen beim KSV in der 2. Bundesliga kam. Von 1982 bis 1984 war er Stammspieler unter den Trainern Timo Konietzka und Jörg Berger und erlebte den Höheflug des KSV mit zwei Vierten Plätzen in der 2. Bundesliga mit einem ständig rappelvollen Auestadion. „Der Bart muss ab!“, waren damals seine Mannschaftskollegen im Trainingslager auf der Jagd nach dem offensichtlichsten Erkennungsmerkmal von Karl Bönisch. Der zeigte sich wenig begeistert, worauf schnell der „Hut“ für einen höheren Anreiz rum ging. Aber weder die gesammelten 150 DM, noch ein Bier, was er sowieso nie trank, konnten ihn dazu verleiten.

1984 wechselte er zum Freiburger FC, kam aber nach nur einem Jahr zurück zum KSV Hessen Kassel. Nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga 1987, spielte er für zwei Jahre zwei Klassen tiefer bei Eintracht Baunatal, denn seine Umschulung vom Fotograf zum Programmierer stand von nun an im Vordergrund. Heute lebt Karl Bönisch in Fuldabrück und arbeitet als Abteilungsleiter bei der IT-Firma GLS in Bad Hersfeld.

Tim Siebrecht (Stand: September 2005)