Benefiz-Reise
war ein voller Erfolg
Für
die Fußballer des KSV Hessen war die
Messestadt Leipzig am Sonntag wirklich eine
Reise wert. Die Löwen gewannen - wie
bereits kurz berichtet - das Benefizspiel
zu Gunsten der Flutopfer in Sri Lanka gegen
den gastgebenden 1. FC Lok Leipzig mit 4:1.
Die Kasseler Treffer erzielten Bauer (2),
Chalaskiewicz und Cesar. Zuvor hatte die durch
Jürgen Rische, Marc Arnold und Steffen
Freund verstärkte Traditionsmannschaft
des KSV mit 2:1 ebenfalls gesiegt. Unter den
4170 Zuschauern im Bruno-Plache-Stadion befand
sich auch Hans-Ulrich Thomale, der Trainer
beider Mannschaften war, und der im Dezember
2004 zusammen mit seiner Ehefrau Regine im
Urlaub in Thailand Opfer des Tsunami wurde.
Am Montag
konnte Lok-Vorsitzender Steffen Kubald telefonisch
die frohe Botschaft nach Kassel übermitteln,
dass die Veranstaltung einen Reinerlös
von 17000 Euro - darunter eine 5000-Euro-Spende
des Unternehmens von Michael Thomale - erzielt
hatte.
BF (HNA-Sportredaktion,
22.03.2005)
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Spielbericht
18.000 Euro
für die Waisenkinder der Flutkatastrophe
in Sri Lanka - das ist die wichtigste Zahl
des Benefiz-Krachers des 1. FC Lokomotive
Leipzig vor satten 4.170 Fans (darunter 100
KSV-Anhänger) im Bruno-Plache-Stadion
gegen den KSV Hessen Kassel. Erfolgstrainer
Uli Thomale war schon vor dem Anpfiff total
gerührt und hatte Tränen in den
Augen. Schließlich erlebte das Lok-Idol
die Flutkatastrophe in Asien am eignen Leib
(er wurde, wie seine Frau, schwer verletzt).
So interessierte das "offizielle Endergebnisse"
an diesem sonnigen Nachmittag nur die Wenigsten.
Zunächst trafen die Oldies in den ersten
45 Minuten aufeinander (1:2), danach spielten
die aktuellen Teams (11. Liga gegen Oberliga)
auf Wunsch beider Trainer 2 x 30 Minuten -
und die Loksche bot beim 1:4 eine sehr beachtliche
Leistung. Insgesamt kam ein sehr unterhaltsames
2:6 heraus! Auch wenn die Stimmung an diesem
Tag manchmal nicht überragend war, erlebten
alle Fans einen denkwürdigen Tag in Probstheida.
Wegen des
hohen Zuschauerandrangs begann die Veranstaltung
im Bruno-Plache-Stadion mit knapp 20-minütiger
Verspätung. Doch Langeweile kam nicht
auf - schließlich blieb so genug Zeit,
alle Promis ausführlich den Fans vorzustellen.
Bei der Loksche waren mit Rekordnationalspieler
Ronald Kreer und den Lok-Ikonen Frank Baum
und Matthias Liebers prominente Akteure dabei.
Zudem traten auch Heiko Scholz und Bernd Hobsch
wieder für den 1. FC Lok an den Ball.
Bei den Gästen meldete sich leider Torwart-Legende
Toni Schumacher kurzfristig krank - auch Torsten
Gütschow fehlte. Dafür kickte mit
Steffen Freund sogar ein Europameister mit
- dazu u.a. noch die bekannten Stürmer
Jürgen Rische (Leihgabe der Loksche)
und Mittelfeldspieler Marc Arnold (früher
Hertha BSC).
Bereits nach
fünf Minuten durften die heimische Fans
zum ersten Mal jubeln, als Sturmtank Bernd
Hobsch per Heber aus 9 Metern zum 1:0 traf.
Kurz darauf versuchte sich auf der Gegenseite
Jens Rose, der deutlich über das Tor
von Keeper René Koslowski schaufelte
(12.). In der 15. Minute tanzte Lok-Legende
Matthias Liebers seinen Gegenspieler schwindlig
und zielte nur knapp rechts vorbei. Auf der
Gegenseite tauchte Stürmer Jürgen
Rische frei vor Koslowski auf, doch der Lok-Keeper
klärte die Kugel noch zur Ecke (23.).
Nur fünf Minuten später wieder eine
spektakuläre Szene des Torjägers:
Per Seitfallzieher aus 8 Metern traf Rische
nur den rechten Pfosten. In der 31. Minute
dann aber der verdiente Ausgleich für
Kassel durch den ehemaligen Europameister
Steffen Freund per Gewaltschuss. Kassel blieb
im Kick der beiden Allstar-Teams nun weiter
am Drücker und besaß durch Jürgen
Rische (Kopfball links vorbei/36.) erneut
eine sehr gute Torchance. Nur 60 Sekunden
später erzielte Holger Brich (über
200 Einsätze für Hertha BSC) den
1:2 Siegtreffer aus 12 Metern. Als die 45
Minuten fasst vorbei waren, hatte Bernd Hobsch
die große Gelegenheit zum 2:2 Ausgleich,
doch der Stürmer zirkelte die Kugel rechts
vorbei - und ärgerte sich nach dem Schlusspfiff
kräftig darüber.
Nach einer
kleinen Pause ging es mit den aktuellen Teams
über 2 x 30 Minuten weiter. Lok-Trainer
Rainer Lisiewicz setzte gegen den Oberligisten
(u.a. mit dem ehemaligen Rostocker Slawomir
Chalaskiewicz in seinen Reihen) auf seine
beste Formation. Und das sollte sich in den
Anfangsminuten, trotz einer Großchance
von Julio Cesar Da Rosa (4.) bezahlt machen.
Die Lok-Kicker hielten gut dagegen und besonders
René Heusel und Sturmpartner Dirk Vogt
tauchten ein ums andere Mal gefährlich
vor dem Gäste-Keeper auf. In der 57.
Minute dann aber doch das 1:3 für die
Gäste durch Thorsten Bauer (aus 8 Metern).
Vier Minuten später versuchte sich wieder
Cesar in aussichtsreicher Position, doch aus
12 Metern zielte er rechts am Tor von Michael
Bänsch vorbei. Dann die 65. Minute und
eine Riesenchance für die Loksche: Erst
scheiterte Dirk Vogt, doch Torjäger René
Heusel hielt die Kugel im Spiel - legte noch
mal rüber zu Neuzugang Dirk Vogt - wieder
nicht drin. 120 Sekunden später der Versuch
von Freistoß-Gott Frank Wimberger, aber
Keeper Nicolas Heidtke zeigte beim Freistoß
aus 18 Metern eine klasse Parade. In der 69.
Minute durfte "Wim" aber noch einmal
ran - und führte einen Freistoß
aus 19 Metern ganz schnell aus. Drin war das
Ding - nur noch 2:3! Drei Minuten später
rückte Kassel durch einen spektakulären
Treffer von Chalaskiewicz die Verhältnisse
mit dem 2:4 wieder gerade.
In der zweiten
Halbzeit der aktuellen Teams konnte Kassel
durch Thorsten Bauer (86.) und Julio Cesar
Da Rosa (91.) noch auf den 2:6 Endstand erhöhen.
Fünf Minuten vor dem Spielende besaß
Sturmglatze Ronny Richter eine Riesenchance
zum dritten Lok-Treffer, doch nach toller
Vorarbeit von Dirk Vogt blieb Richter beim
Volleyschuss zu unentschlossen und die Chance
war frei vor dem Tor vertan.
Fazit: Eine
tolle Veranstaltung - vor allem für die
Waisenkinder in Sri Lanka, die sich über
satte 18.000 Euro freuen können. Toll
auch wieder die alten Lok-Legenden auf den
Platz zu sehen - und wir dürfen uns schon
auf die nächsten Einsätze alter
Haudegen freuen. So wird Wolfgang Altmann
bereits in zwei Wochen, beim Punktspiel gegen
den FSV Automation, wieder für die Loksche
auflaufen. Für den Stammkader der aktuellen
Lok-Mannschaft geht es aber schon am Donnerstag
mit dem Testspiel in Torgau (gegen eine Stadtauswahl)
weiter, bevor am Ostersamstag das Nachholspiel
gegen die Paunsdorf Devils auf dem Programm
steht.
Ronny John
- http://www.vfb-leipzig.de |