Kein
versöhnlicher Abschluß
Mit einer
1:2-Niederlage bei den Amateuren der Frankfurter
Eintracht beendete der KSV Hessen die Oberliga-Saison
2004/05. Damit belegen die Löwen in der
Abschlußtabelle lediglich Position dreizehn.
Einen
versöhnlichen Abschluß hatten sich
die Kicker des KSV Hessen beim letzten Saisonspiel
in Frankfurt erhofft. Doch daraus wurde
nichts. Wie schon über weite Strecken
in dieser unseligen Spielzeit bestimmten etwas
Kampf und sehr viel Krampf die neunzig Minuten
am Frankfurter Riederwald.
Den besseren Auftakt erwischten
dabei die Jung-Adler. Bereits nach elf Minuten
erzielte Anane die frühe Führung
für die SGE. Danach lief beim KSV nicht
mehr viel zusammen. "Im ersten Durchgang
war das von unserer Seite aus ein Freundschaftsspiel",
ärgerte sich der scheidene KSV-Trainer
Bernd Sturm nach der Partie. Slawomir Chalaskiewicz
mühte sich bei seiner Abschiedsvorstellung
für den KSV zwar redlich, doch auch er
konnte dem sehr mäßigen Spiel keinen
Stempel aufdrücken. Auf der anderen Seite
hatte Nicolas Heidtke, der anstelle von Norman
Stollberg zwischen den Pfosten stand, recht
wenig zu tun. Kurz vor dem Seitenwechsel hatten
die Löwen dann doch noch ihre Ausgleichs-chance,
doch Julio Cesar konnte seine Möglichkeit
nicht nutzen.
Im zweiten Durchgang änderte
sich dann das Bild. Der KSV nahm nun das Heft
in die Hand und erspielte sich einige Tormöglichkeiten.
Doch der zweite Treffer fiel erneut auf der
Gegenseite. Nach einem Stellungsfehler in
der KSV-Abwehr lupfte Leopold den Ball in
die Maschen. Nun schien die Wiese endgültig
gemäht. Doch die Löwen kamen noch
einmal zurück. Der für Daniel Beyer
eingewechselte Tobjörn Warneke konnte
nach einer schönen Einzelleistung eine
Viertelstunde vor Schluß auf 1:2 verkürzen.
Danach spielten sich die Löwen noch einige
schöne Torchancen heraus, machten aber
keine weitere "Bude" mehr. Thorsten
Bauer in seinem 100. Spiel für den KSV,
Nima Latifiahvas und Thorsten Schönewolf
verpassten am Ende den durchaus möglichen
Ausgleich.
So gingen die Löwen
am Ende wieder einmal mit leeren Händen
vom Platz. Und der erhoffte, versöhnliche
Abschied für Bernd Sturm und Slawomir
Chalaskiewicz blieb nur ein Wunschtraum. Wie
so vieles in dieser verkorksten Saison 2004/05.
Oliver Zehe (04.06.2005)
Stimme zum Spiel:
Bernd Sturm (Trainer KSV
Hessen): "Die heutige Partie war ein
Spiegelbild der gesamten Saison. Wir machen
einfach aus unseren Torchancen zu wenig. Die
erste Halbzeit war von unserer Seite aus ein
Freundschaftsspiel. In der zweiten Halbzeit
haben wir dann endlich mehr gemacht und waren
total überlegen." |