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<<< 33. Spieltag
Oberliga Hessen 2003/04, 34. Spieltag

KSV Hessen Kassel - SC Borussia Fulda

4:1 (1:1)

Samstag, 05.06.2004
Auestadion Kassel

KSV Hessen Kassel
SC Borussia Fulda
Michael Gurski
Markus Horr
Andreas Wischermann
Jean-Paul Ndjoumeck
Frank Gerster (46. Sergio Daniel Caruso)
Pablo Andres Perez
Martin Wengerek
Murat Anli
Christian Pfeiffer
Benjamin Bunzenthal
Trainer: Andrzej Rudy
Spielstatistik
Tore: 1:0 Usta (10.), 1:1 Pfeiffer (44.), 2:1 Usta (53.), 3:1 Bauer (68.), 4:1 Radler (88.) - Schiedsrichter: Wolfgang Pfuhl (Viermunden) - Zuschauer: 1.200
Spielbericht

Noch einmal Fußballfest zum Saisonabschluß

Starke Löwen überrennen Borussen nach der Pause.

Ende gut, alles gut für den KSV Hessen? Fast. Denn als nach dem klaren 4:1 (1:1)-Sieg über Borussia Fulda die Fans den Rasen des Auestadions stürmten, da schlich so doch etwas Wehmut mit in die Herzen der Löwen-Spieler.

"Es wäre ein Traum gewesen, wenn wir heute hier das echte Endspiel um die Meisterschaft bestritten und so gewonnen hätten", ließ ein nachdenklicher Thorsten Schönewolf verlauten, um festzustellen: So war es wenigstens ein versöhnlicher Saisonabschluss. Ja, das war es auf jeden Fall, das Spiel gegen den Tabellennachbarn aus Fulda, der nach dieser Saison den Weg in die Landesliga antreten muss (siehe Artikel unten). Doch im vorerst letzten Oberligaspiel zeigten die Domstädter zumindest in Halbzeit eins ihre Klasse. Schnelles Konterspiel mit offensivem Mittelfeld (Gerster, Unger) und drei (!) Angriffsspitzen. Da endete die wilde Jagd zwar sehr oft im Abseits, auch musste Torwart Zoran Zeljko zweimal per Fußabwehr glänzend parieren, doch einmal fanden die Borussen ihr Ziel.

Kurz vor der Halbzeit traf A-Jugendspieler Pfeiffer nach einem Lattentreffer von Bunzenthal ins Kasseler Tor. Das reichte aber nur zum zwischenzeitlichen Ausgleich, denn die Löwen hatten bereits vorgelegt. Durch Adem Usta, der nach einem abgefälschten Freistoß von Radler den Ball artistisch ins Gästetor bugsierte (10.). Eine verdiente Führung der ohne die verletzten Chalaskiewicz, Krause und Cesar angetretenen Kasseler, die ihre Führung eigentlich noch rasch hätten ausbauen müssen. Aber der diesmal in der ersten Hälfte stark aufspielende Tobi Nebe traf mit einem Weitschuss nur den Pfosten und Artur Tews setzte den Nachschuss am Tor vorbei ins Aus (12.). Und beide Akteure vergaben weitere Chancen: Nebe fand mit strammem Schrägschuss (18.) und nach schönem Solo (43.) in Borussen-Keeper Gurski seinen Meister. Tews zielte noch einmal freistehend übers Tor (30.).

Aber was solls, wenn man einen Usta in Bestform hat. Acht Minuten nach dem Seitenwechsel verwertet dieser ein hohes Anspiel von Busch zum 2:1. Ustas zehntes Saisontor. Ja es läuft prima. "Ich hoffe, das bleibt auch in der kommenden Saison so", freute sich der später unter viel Applaus für Julio Cesar ausgewechselte Stürmer. "Durch die zwei schnellen Tore des KSV lief es bei uns nicht so. Und nach dem 3:1 ist meine Mannschaft zusammengebrochen", musste Fuldas Trainer Andrzej Rudy zerknirscht eingestehen. Nach dem tollen Lupfer von Thorsten Bauer zum 3:1 (der 28. Treffer des Torschützenkönigs) war die Borussen-Abwehr nur noch ein Spielball der immer stärker auftrumpfenden Löwen. Umjubelter Schlusspunkt: Abwehrspieler Nico Radler krönte seine tadellose Leistung mit einem plazierten Kopfball zum 4:1.

Von Rolf Wiesemann (HNA-Sportredaktion, 06.06.04)